Thailand warnt vor Überflutungen

🌪️ Typhoon „Ragasa“ zieht zwar nicht direkt über Thailand, bringt aber heftige Regenfälle, Sturmfluten und Überflutungsgefahr ins Land. Wer muss sich in den nächsten Tagen besonders in Acht nehmen?

Thailand warnt vor Überflutungen
The Nation
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Taifun Ragasa bringt Monster-Regen – Staudamm bricht und flutet Surin!

Thailand steht vor einer beispiellosen Doppel-Katastrophe! Das Thailändische Meteorologische Amt gab am Dienstag die Warnung Nr. 5 für Taifun Ragasa heraus, während gleichzeitig in der Provinz Surin ein Staudamm versagt und eine komplette Stadt überflutet hat. Der Monster-Sturm befindet sich im oberen Südchinesischen Meer mit maximalen Windgeschwindigkeiten von 195 km/h und bewegt sich mit 20 km/h westnordwestlich. Obwohl Ragasa Thailand nicht direkt treffen wird und über Hongkong zur südchinesischen Küste zieht, bevor er als tropischer Sturm in Nordvietnam landet, verstärkt sein Einfluss den Monsun dramatisch. 

Vom 23. bis 26. September werden verstärkte Regenfälle in den nördlichen, nordöstlichen, zentralen und östlichen Regionen erwartet, einschließlich Bangkok und Umgebung. Schwere bis sehr schwere Niederschläge drohen in vielen Gebieten, während gleichzeitig in Surin eine lokale Katastrophe eingetreten ist. Das Huai Ta Pat Reservoir ist zusammengebrochen und hat den Stadtbezirk Sangkha unter Wasser gesetzt, nachdem massive Wassermassen vom stromaufwärts gelegenen Huai Khanat Mon Dam freigesetzt wurden.

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Sangkha unter Wasser: 
Bürgermeister ruft Notstand aus

In Surin herrscht Chaos nach dem dramatischen Versagen des Staudamms! Lokale Behörden mobilisierten eine Notfallreaktion, nachdem das Huai Ta Pat Reservoir in Ban Puang Tuek beschädigt wurde und einen Wasserschwall in die Gemeinde Sangkha entließ. Der Vorfall hat zahlreiche Bewohner betroffen, die von der plötzlichen Sintflut überrascht wurden. Bürgermeister Kingkarn Phuapaitoon und Gemeindesekretär Sangwansak Udomkarnjanahiran handelten schnell und beorderten alle verfügbaren städtischen Mitarbeiter in die Katastrophenzone, um sofortige Hilfsmaßnahmen einzuleiten. 

Wasserstände sollen weiter steigen

Eine offizielle Erklärung der Gemeinde warnte, dass die Wasserstände weiter steigen und sich auf andere Gebiete ausbreiten könnten. Bewohner wurden aufgefordert, sich auf eine sich verschärfende Notlage vorzubereiten und alle Anweisungen der Rettungsteams strikt zu befolgen, um ihre Sicherheit und die ihrer Familien zu gewährleisten. Die Kombination aus der bereits angespannten Hochwassersituation in Thailand und dem zusätzlichen Staudamm-Kollaps schafft eine perfekte Sturm-Situation, die die Behörden an ihre Grenzen bringt. Rettungskräfte arbeiten rund um die Uhr, um die Betroffenen zu evakuieren und weitere Schäden zu begrenzen.

Monster-Wellen bis drei Meter: 
Boote müssen an Land

Die Seebedingungen werden durch Taifun Ragasa extrem gefährlich! Die Andamanensee und der obere Golf von Thailand erleben stärkere Wellen, wobei die obere Andamanensee Wellen von 2-3 Metern sehen könnte. In Gebieten mit Gewittern können die Wellen drei Meter übersteigen. Seeleute werden dringend zur Vorsicht aufgefordert, und kleine Boote in der oberen Andamanensee sollten vom 24. bis 26. September nicht auslaufen. Das Wetteramt fordert die Öffentlichkeit auf, Ankündigungen genau zu verfolgen und warnt vor den Risiken schwerer und angesammelter Regenfälle, die zu Sturzfluten, Erdrutschen und überlaufenden Flüssen führen können – besonders in Gebieten nahe Hügeln, Wasserwegen, Tiefland und hochwassergefährdeten Regionen. 

24-Stunden-Wettervorhersage

Die detaillierte 24-Stunden-Wettervorhersage zeigt das Ausmaß der Bedrohung: Im Norden werden 70 Prozent Gewitter mit schweren Regenfällen in Mae Hong Son, Chiang Mai, Lampang und anderen Provinzen erwartet. Der Nordosten sieht ebenfalls 70 Prozent Gewitter in Sakon Nakhon, Nakhon Phanom und weiteren Gebieten. Selbst Bangkok erwartet 70 Prozent Gewitter mit schweren Regenfällen bei Temperaturen zwischen 25-27°C nachts und 32-35°C tagsüber.

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Warnung vor perfektem Sturm-Szenario

Die Meteorologen warnen vor einem sich verschärfenden Szenario, da kalte Luft aus China vom 25. bis 26. September über die Region strömt und Ragasa zur schnellen Auflösung bringt. Diese Wetterkonstellation verstärkt jedoch den Monsun über Thailand erheblich und bringt gefährliche Niederschlagsmengen. Informationen sind über die Website des Wetteramts oder durch Anrufe unter 0-2399-4012-13 oder 1182 rund um die Uhr verfügbar. Das nächste Update wird am 23. September um 23 Uhr herausgegeben. 

In den östlichen Regionen werden besonders Nakhon Nayok, Prachin Buri, Chachoengsao, Chanthaburi und Trat von schweren Gewittern betroffen sein, mit Winden von 20-35 km/h und Seewellen bis zu zwei Metern. Die südlichen Küstenregionen erwarten ebenfalls Gewitter, wobei die Westküste von Phang Nga aufwärts Wellen bis zwei Meter und in Gewittergebieten über zwei Meter sehen wird. Diese Kombination aus dem nahenden Taifun-Einfluss, bereits gesättigten Böden durch wochenlange Regenfälle und dem akuten Staudamm-Kollaps in Surin schafft eine der gefährlichsten Wettersituationen, die Thailand seit Jahren erlebt hat. Behörden arbeiten fieberhaft daran, weitere Katastrophen zu verhindern und die bereits Betroffenen zu unterstützen.

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Haben Sie die aktuellen Unwetter schon in Ihrer Region gespürt? Wie bereiten Sie sich auf Starkregen, Überschwemmungen oder Stromausfälle vor? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Tipps in den Kommentaren – Ihre Hinweise können auch anderen Lesern helfen!

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