Indonesien brennt!
Thai-Botschaft warnt vor Gewalt-Riots wegen Geld-Gier
Indonesien versinkt im Chaos! Gewalttätige Proteste haben das Land erfasst, nachdem schlecht bezahlte Arbeiter gegen eine kontroverse Gehaltserhöhung für Parlamentarier auf die Straße gingen. Präsident Prabowo Subianto musste am Samstag seine geplante China-Reise absagen und sich der aufgebrachten Nation stellen. Er entschuldigte sich in einer seltenen öffentlichen Erklärung für das brutale Vorgehen der Polizei in wichtigen städtischen Zentren und strich sofort die Gehaltserhöhungen und Vergünstigungen, die die öffentliche Empörung ausgelöst hatten.
Die Königlich Thailändische Botschaft in Jakarta mobilisiert derweil alle Kräfte, um gefährdete thailändische Bürger zu schützen, und warnt alle Staatsangehörigen eindringlich davor, Konfliktzonen zu betreten, während die Demonstrationen weiter im ganzen Land toben. Am späten Sonntag (31. August 2025) gab die Botschaft über ihre offizielle Facebook-Seite eine dringende Warnung heraus, nachdem sich die regierungsfeindlichen Proteste dramatisch verschärft hatten und mehrere Städte erschütterten. Thailändische Bürger – sowohl Touristen als auch Langzeitbewohner – sollen alle Protestzonen in Jakarta, Surabaya, Bandung, Surakarta und Medan unbedingt meiden. Eine 24-Stunden-Notfall-Hotline unter +62 811 186 253 steht für dringende Hilfe bereit.
21-jähriger Fahrer stirbt
Videos heizen Wut an
Der Wendepunkt kam, als Indonesiens Parlament heimlich eine massive Gehaltserhöhung für Abgeordnete genehmigte. Eine neue monatliche Zulage von 50 Millionen Rupiah – etwa 2.610 Euro – wurde zur Abgeordnetenvergütung hinzugefügt. Diese Summe entspricht fast dem Zehnfachen des Mindestlohns in Jakarta! Nicht überraschend brachte diese Entscheidung Arbeiter und Studenten gleichermaßen in Rage. Die Demonstrationen begannen praktisch sofort.
Die Situation verschlechterte sich jedoch dramatisch nach dem Tod des 21-jährigen Affan Kurniawan, einem Fahrdienst-Fahrer. Er wurde getötet, als ein Polizeifahrzeug am Donnerstag in eine Gruppe von Demonstranten in Jakarta raste. Videoaufnahmen des Vorfalls gingen viral und heizten die öffentliche Wut an, was zu landesweiten Solidaritätsstreiks der Fahrer führte.
Als Reaktion darauf entschuldigte sich Präsident Prabowo öffentlich. Er sagte, er sei „schockiert und enttäuscht“ über das Verhalten der Polizei. Auch der nationale Polizeichef gab eine seltene Entschuldigung ab. Ermittlungen ergaben, dass sieben Beamte während der Protest-Reaktion gegen professionelle Verhaltenskodizes verstießen. Diese Beamten stehen nun unter interner Überprüfung.
Molotow-Cocktails und brennende Rathäuser
Dennoch eskalierten die Proteste weiter. Am Wochenende stießen Demonstranten mit Sicherheitskräften im Zentrum von Jakarta zusammen. Die Polizei setzte Tränengas ein, während Demonstranten Molotow-Cocktails und Feuerwerkskörper auf Regierungsgebäude schleuderten. In einigen Städten überrannten Protestierende Polizeikomplexe. In Makassar, einer ostindonesischen Stadt, stürmten und brandschatzten Demonstranten am Freitagabend das Stadtratgebäude. Mindestens drei Menschen starben in den Flammen.
In anderen Vorfällen plünderten Randalierer die Häuser hochrangiger Regierungsbeamter, einschließlich Finanzministerin Sri Mulyani Indrawati. Menschenmengen versammelten sich auch vor Parlamentsgebäuden in mehreren Provinzen, setzten Fahrzeuge in Brand und riefen Anti-Korruptions-Parolen. Infolge der sich ausbreitenden Unruhen sagte Präsident Prabowo eine geplante Diplomatenreise nach China ab. Stattdessen wandte er sich von dem Präsidentenpalast in Jakarta aus an die Nation. Umgeben von Führern aller großen politischen Parteien versprach Prabowo, auf die öffentliche Wut zu reagieren und gleichzeitig die Ordnung aufrechtzuerhalten. Entscheidend war seine Ankündigung, dass viele parlamentarische Vergünstigungen widerrufen würden.
Fünf Tote und internationale Besorgnis
Bisher liegt die Zahl der Todesopfer bei fünf, mit Dutzenden Verletzten und Hunderten Verhafteten. Die Zahl wird voraussichtlich steigen, da die Proteste andauern. Krankenhäuser in Jakarta und Surabaya berichten über die Behandlung von Opfern mit stumpfen Traumata, Verbrennungen und Tränengasbelastung. Einige Journalisten, die über die Unruhen berichteten, berichteten ebenfalls über Belästigungen oder Festnahmen. Zusätzlich zu Straßenprotesten fordern zivilgesellschaftliche Gruppen persönliche Gespräche. Als Reaktion darauf ordnete Prabowo dem Parlament an, direkte Gespräche mit Studentenverbänden, Arbeiterführern und NGOs aufzunehmen. Er wies alle Ministerien an, Reformvorschläge anzunehmen und sich zu Nachfolgemaßnahmen zu verpflichten.
Dennoch bleiben Kritiker skeptisch. Obwohl Prabowo mit Versprechen von Stabilität und wirtschaftlicher Wiederbelebung Wahlkampf führte, erinnern sich viele an seine militärische Vergangenheit. Er wird seit langem beschuldigt, während Indonesiens autoritärer Ära Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Internationale Beobachter verfolgen die Situation genau. Regionale Analysten sagen, die Krise stelle die bisher größte politische Bewährungsprobe von Prabowos Präsidentschaft dar. Wie er mit der Situation umgeht, könnte sein Vermächtnis definieren und Indonesiens demokratische Normen für Jahre prägen.



