TRAT – Ein Nachbar entdeckte am Montagmorgen die Leiche einer 51-jährigen Frau in einer Tiefkühltruhe vor ihrem Haus in der Provinz Trat. Die Umstände des Funds geben der Polizei Rätsel auf. Ein Mordermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Fund am frühen Morgen
Der Rettungshelfer Songyot bemerkte gegen 8 Uhr morgens in der Nähe eines Mangobaums neben seinem Haus eine ältere Tiefkühltruhe. Als er nachsah, fand er darin die Leiche seiner Nachbarin We, einer 51-jährigen Kambodschanerin. Die Polizei wurde sofort verständigt.
Songyot kannte die Frau aus der Nachbarschaft und hatte sich nach eigenen Angaben gelegentlich um sie gekümmert, da sie krank war. Die Umstände des Funds veranlassten die Beamten, sofort Ermittlungen aufzunehmen.
Reaktion der Familie
Kurz nach der Entdeckung traf Somsak, der Sohn der Verstorbenen, am Fundort ein. Er zeigte sich tief erschüttert und gab gegenüber der Polizei an, seine Mutter sei Opfer eines Verbrechens geworden.
Somsak schilderte den Beamten einen früheren Vorfall aus der Nachbarschaft, bei dem ein unbekannter Mann versucht haben soll, seiner Mutter gegenüber sexuell übergriffig zu werden. Er habe die Situation damals selbst beendet. Ob dieser Vorfall mit dem Tod seiner Mutter in Zusammenhang steht, sei nun Aufgabe der Ermittler.
Früherer Übergriff als möglicher Hinweis
Somsak nannte den Mann aus dem früheren Vorfall als möglichen Verdächtigen. Er betonte jedoch gleichzeitig, dass er das Ergebnis der Autopsie abwarten wolle. Falls die Untersuchung einen Unfall als Todesursache ergebe, sei er bereit, dieses Ergebnis zu akzeptieren.
Er beschrieb seine Mutter als jemanden, der gelegentlich viel trank und dabei lauter wurde, aber keine offenen Feindschaften hatte. Ein gezielter Angriff auf sie sei für ihn schwer vorstellbar, dennoch lasse die Situation Fragen offen.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Überwachungskameras zeigen letzte bekannte Aufnahmen
Die Polizei sicherte Videoaufnahmen aus dem Umfeld des Hauses. Darauf ist die Frau am Vorabend ihres Todes zu sehen, wie sie an einem Tisch vor ihrem Haus sitzt und in einem offensichtlich beeinträchtigten Zustand aufsteht und sich vom Kamerabereich entfernt.
Das sind die letzten bekannten Aufnahmen von We. Was zwischen diesem Moment und dem Fund am nächsten Morgen geschah, ist bislang ungeklärt. Die Ermittler werten das Material weiter aus.
Ergebnisse der ersten Leichenschau
Die erste gerichtsmedizinische Untersuchung lieferte kein eindeutiges Bild. Äußerlich sichtbare Hinweise auf schwere Fremdeinwirkung fehlten. Die genaue Todesursache bleibt bis zum Abschluss der vollständigen Autopsie offen.
Die Gerichtsmediziner haben den Leichnam zur weiteren Untersuchung ins Labor gebracht. Die Befunde der Autopsie sollen die entscheidenden Fragen klären, die der Fund aufgeworfen hat.
Polizei ermittelt in alle Richtungen
Die Ermittler der Mueang Trat Polizei befragen Nachbarn und Bekannte der Verstorbenen und suchen nach weiteren Zeugen. Ein Polizeisprecher erklärte, dass erst die vollständige Autopsie verlässliche Erkenntnisse zur Todesursache liefern werde. Bis dahin werde in alle Richtungen ermittelt.
Dazu gehören ein möglicher Unfall, ein vorsätzliches Tötungsdelikt sowie ein möglicher Zusammenhang mit dem geschilderten Vorfall aus der Vergangenheit. Die ungewöhnlichen Umstände des Funds machen eine schnelle Klärung nach Einschätzung der Behörden schwierig.
Angehörige warten auf Antworten
Für die Familie der Verstorbenen beginnt eine Phase des Wartens. Somsak hat bei der Polizei alle ihm bekannten Informationen hinterlassen und hofft auf eine zügige Aufklärung. Die Behörden haben zugesagt, die Familie über den Fortgang der Ermittlungen zu informieren.
Der Fall wird in der Provinz Trat aufmerksam verfolgt. Die Umstände – eine Frau, die allein in bescheidenen Verhältnissen lebte und krank war – werfen auch Fragen nach sozialer Absicherung und Schutz für vulnerable Personen im Umfeld auf. Die Polizei bat die Bevölkerung, sachdienliche Hinweise zu melden.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: