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Tourismus-Crash! Thailand verliert Gäste – Was jetzt? 

Tourismus-Crash! Thailand verliert Gäste – Was jetzt? 
Bangkok Post

Thailands Tourismus in der Krise: 
Sicherheitsbedenken und Wirtschaftssorgen drücken Stimmung 

Die thailändische Tourismusbranche steckt in einer tiefen Vertrauenskrise. Nach aktuellen Daten des Tourism Council of Thailand (TCT) ist der Tourismus-Konfidenzindex im zweiten Quartal auf nur noch 70 Punkte gefallen – ein deutlicher Rückgang gegenüber 79 Punkten im Vorjahr und weit entfernt vom Vorkrisenniveau von 100. Die Ursachen sind vielfältig: Sicherheitsbedenken, globale Wirtschaftsunsicherheiten und regionale Spannungen belasten die Branche schwer.

Enttäuschende Besucherzahlen 
China als Sorgenkind

Die Prognosen für 2025 sind ernüchternd: Statt der erhofften Erholung werden nur 33,3 Millionen ausländische Touristen erwartet, die etwa 1,75 Billionen Baht ausgeben werden. Damit bleibt Thailand deutlich hinter den Zahlen von 2024 zurück. Chai Arunanondchai, Präsident des TCT, führt dies auf mehrere Faktoren zurück:

• US-Zollpolitik: Die neuen Zölle haben das globale Wirtschaftswachstum auf den schwächsten Stand seit 16 Jahren gedrückt.
• Geopolitische Spannungen: Reisende bevorzugen nähere Ziele, um Risiken zu minimieren.
• Sicherheitsvorfälle in der Region: Die Entführung eines chinesischen Schauspielers in Myanmar und ein schweres Erdbeben im März haben die Ankünfte aus chinesischsprachigen Ländern um über 50 % einbrechen lassen.
• Grenzkonflikte mit Kambodscha: Diese könnten die touristische Nachfrage in Grenzprovinzen während der Nebensaison weiter belasten.

Regionale Unterschiede 
Ostthailand noch relativ stabil

Während die Stimmung landesweit sinkt, schneiden der Osten und Westen Thailands vergleichsweise besser ab – vor allem dank Tagestouristen aus Bangkok. Dennoch liegt der Konfidenzindex in diesen Regionen nur bei 78 bzw. 73 Punkten. Besonders hart trifft es die Unterhaltungsbranche, deren Index auf 60 Punkte gefallen ist. Hotels verzeichnen eine Belegungsrate von nur noch 48 % (gegenüber 55 % im Vorjahr), und die Einnahmen liegen bei gerade einmal 45 % des Niveaus von 2019.

Düstere Aussichten 
Arbeitskräftemangel droht

Zwar operieren noch 94 % der Tourismusunternehmen normal, doch die Zahl sinkt (von 97 % Anfang des Jahres). Für das dritte Quartal wird ein weiterer Rückgang des Konfidenzindex auf 65 Punkte erwartet. Chai Arunanondchai warnt vor einem möglichen Arbeitskräftemangel, falls immer mehr Betriebe schließen müssen.

Rettungsmaßnahmen: 
Subventionen für Inlandstourismus gefordert

Als Gegenmaßnahme fordert der TCT die Tourism Authority of Thailand (TAT) auf, Subventionen für Busbetreiber zu prüfen, um den Inlandstourismus anzukurbeln. Ob dies ausreicht, um die Branche zu stabilisieren, bleibt fraglich. Klar ist: Ohne eine Lösung für die Sicherheits- und Wirtschaftssorgen wird Thailands Tourismus seine alte Strahlkraft so schnell nicht zurückgewinnen.

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