Tourist erfindet Raub – Haftstrafe!

Tourist erfindet Raub – Haftstrafe!
The Phuket Express

PATONG/PHUKET – Was als dramatischer Raubüberfall begann, endete hinter Gittern. Ein japanischer Tourist hat sich in Patong einen Diebstahl ausgedacht. Die Polizei durchschaute den Schwindel – jetzt muss er für sechs Monate ins Gefängnis.

Der angebliche Überfall auf Thaworn Road

Am 2. Januar 2026, gegen 20 Uhr, meldete sich der nicht namentlich genannte Japaner bei der Polizei in Patong. Er gab an, Opfer eines Handtaschenraubs auf der Thaworn Road geworden zu sein.

Solche „Snatch-and-Grab“-Diebstähle sind in dem Touristengebiet leider nicht ungewöhnlich. Die Patong Police nahm die Meldung ernst und leitete sofort Ermittlungen ein.

Ermittler sichteten Überwachungskameras und befragten Zeugen. Doch schon bald kamen massive Zweifel auf. Es gab keinerlei Beweise für einen Überfall.

Lüge fliegt auf – Geständnis vor der Polizei

Die Ermittler fanden keine Anzeichen eines Kampfes, keine verräterischen Spuren. Die Geschichte des Touristen brach in sich zusammen.

Als er zum Verhör einbestellt wurde, brach auch er zusammen. Der Mann gestand, den Diebstahl komplett erfunden zu haben.

Sein Motiv bleibt unklar. In den sozialen Medien wird über Aufmerksamkeitshascherei oder sogar einen Versuch des Versicherungsbetrugs spekuliert.

Vier Anklagepunkte und ein hartes Urteil

Die thailändische Justiz zeigte keine Nachsicht. Der Mann wurde wegen vier Straftaten angeklagt, darunter Falschaussage gegenüber einer Behörde.

Das ist in Thailand ein ernstes Vergehen, das das Vertrauen in die Strafverfolgung untergräbt und wertvolle Ressourcen bindet. Der Fall kam vor das Provinzgericht von Phuket.

Das Urteil war eindeutig: Sechs Monate Gefängnis ohne Bewährung. Der Tourist muss die volle Haftstrafe absitzen, es sei denn, ein Berufungsverfahren hat Erfolg.

Polizei warnt mit beißendem Spott

Die Patong Police kommentierte den Fall mit einer beißenden Social-Media-Botschaft: „Kein Drama? Wir schaffen welches für euch – die Patong Police liefert.“

Die Behörde will damit eine klare Warnung an alle senden: Das Erfinden von Straftaten hat schwere Konsequenzen. In einem Tourismus-Hotspot wie Patong wird die Polizei jede Meldung ernst nehmen – und Fälschungen gnadenlos verfolgen.

Echte Opfer brauchen die volle Aufmerksamkeit der Beamten. Solche Fälle lenken nur davon ab.

Teure Lektion für alle Urlauber

Die Geschichte ist eine kostspielige Lektion für alle Thailand-Reisenden. Die thailändischen Gesetze sind streng, und die Justiz geht hart gegen die Missachtung von Behörden vor.

Was als dumme Idee oder verzweifelter Schachzug begann, zerstört jetzt das Leben des Mannes für ein halbes Jahr. Sein Traumurlaub endet im Gefängnis von Phuket.

In Thailand ist die Wahrheit manchmal nicht nur seltsamer, sondern auch viel teurer als jede erfundene Geschichte.

🗣 Wenn die Lüge teurer ist als jedes Verbrechen

Was treibt einen Menschen dazu, im Urlaub einen Überfall zu erfinden? Aufmerksamkeit? Geld? Langeweile?
Und ist eine Haftstrafe die richtige Antwort – oder ein Warnsignal an alle, die glauben, man könne in einem Ferienort alles erfinden?
Schreib offen: Findest du das Urteil gerecht oder überzogen?

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Quelle: The Phuket Express

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