PHUKET – Ein trauriger Urlaub endete am Nachmittag in Cherng Talay mit einer Tragödie. Ein 25-jähriger Tourist aus Usbekistan stürzte aus dem vierten Stock eines Hotels. Bei ihm wurde Cannabis nachgewiesen.
Der tragische Ablauf der Ereignisse
Gegen 14:30 Uhr am Samstag (18. Januar) geschah das Unfassbare. Der usbekische Gast in einem Hotel an der Soi Cherng Talay 14 zeigte plötzlich eine verstörende Verhaltensänderung.
Zeugen berichteten der Polizei, der zuvor normal wirkende Mann sei agitiert geworden und habe wiederholt nach seiner Mutter gerufen. Kurz darauf öffnete er ein Fenster und sprang.
Hotelmitarbeiter alarmierten sofort den Rettungsdienst. Ersthelfer leisteten noch am Unfallort Wiederbelebungsmaßnahmen, bevor er ins Thalang Hospital gebracht wurde.
Alle Rettungsversuche scheitern
Trotz aller Bemühungen der Ärzte verstarb der junge Mann gegen 16:15 Uhr in der Notaufnahme. Die erlittenen Verletzungen aus dem Sturz waren zu schwer.
Die Polizei, informiert vom Krankenhaus, leitete umgehend die Ermittlungen ein. Polizeioberstleutnant Niwat Timket wurde mit dem Fall betraut und informierte seinen Vorgesetzten.
Die Cherng Talay Municipality Rettungseinheit und ein Krankenwagen hatten den Verunglückten zunächst ins Krankenhaus transportiert.
Cannabis als möglicher Faktor im Fokus
Die Polizei bestätigte einen ersten, bedeutsamen Befund: Vorläufige Drogentests der Krankenhausärzte wiesen Cannabis im System des Mannes nach.
Ob und welche Rolle der Konsum für seinen psychischen Zustand und die folgende Tat spielte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ein direkter Kausalzusammenhang ist nicht automatisch gegeben.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Der Leichnam wurde für eine genaue gerichtsmedizinische Untersuchung ins Vachira Phuket Hospital überführt, um die genaue Todesursache abschließend zu klären.
Polizei führt Todessache und informiert Botschaft
Die Thalang Polizei führt die Ermittlungen als Todesfalluntersuchung. Parallel wurde die usbekische Botschaft in Thailand über den Vorfall informiert.
Aus Respekt vor den Angehörigen wird der Name des Verstorbenen vorerst nicht veröffentlicht. Die Familie muss zunächst benachrichtigt werden.
Solche Vorfälle werfen immer auch ein Schlaglicht auf die psychische Belastung, die Reisen und möglicherweise Substanzen-konsum für manche Menschen mit sich bringen können.
Erinnerung an Hilfsangebote in Thailand
In Zusammenhang mit der Tragödie erinnern die Behörden an vorhandene Hilfsangebote. Die „Samaritans of Thailand“ bieten unter 02-113-6789 emotionalen Support auf Englisch und Thai an.
Die thailändische Mental Health Hotline ist unter 1323 erreichbar. Diese Nummern sind wichtige Anlaufstellen für jeden, der sich in einer seelischen Krise befindet.
Der Fall hinterlässt betroffene Hotelmitarbeiter, Ermittler und die internationale Gemeinschaft in Phuket mit vielen unbeantworteten Fragen und großer Trauer.
Ein trauriges Ende eines Thailand-Besuchs
Was den jungen Mann genau zu diesem verzweifelten Schritt trieb, wird die gerichtsmedizinische Untersuchung und die polizeiliche Aufarbeitung hoffentlich klären.
Für seine Familie in Usbekistan bricht eine Welt zusammen. Der Urlaub in Thailand, der eigentlich schöne Erinnerungen hätte schaffen sollen, endete in einer unfassbaren Katastrophe.
Die thailändischen Behörden handelten in diesem traurigen Fall mustergültig und transparent, während sie gleichzeitig die Privatsphäre der Familie schützten.
🗣 Wenn ein Urlaub tödlich endet
Ein Hotelzimmer, ein Fenster, ein Moment völliger Entgleisung – und ein junges Leben ist vorbei.
Was passiert im Kopf eines Menschen, der plötzlich nicht mehr klar zwischen Angst, Rausch und Realität unterscheidet?
Wie gut sind Touristen in Party- und Urlaubsregionen wirklich geschützt – medizinisch, psychologisch, präventiv?
Und wird über die stillen Risiken von Drogenkonsum im Urlaubsrausch offen genug gesprochen?



