PHUKET, THAILAND – Thailändische Einwanderungsbeamte haben am Flughafen Phuket einen 26-jährigen Norweger festgehalten, nachdem sie in seinem Reisepass eine herausgerissene Seite entdeckt haben sollen. Marcus Haavik durfte laut Bericht nicht einreisen und landete zunächst in einer Zelle im Airport-Bereich.
Stopp an der Passkontrolle statt Strandurlaub
Haavik war nach eigenen Angaben mit einem Freund für einen geplanten zweiwöchigen Urlaub in Phuket gelandet, als er an der Passkontrolle aufgehalten wurde.
Geplant gewesen seien eine Woche Phuket, anschließend die Phi-Phi-Inseln und zum Abschluss Bangkok, doch die Reise endete vorerst im Transitbereich.
Fehlende Seite im Pass – und plötzlich „ungültig“
Gegenüber der norwegischen Zeitung Verdens Gang (VG) sagte Haavik, Beamte hätten bei der Prüfung seines Passes eine Seite im hinteren Teil als herausgerissen festgestellt.
Er erklärte, er habe das Fehlen vorher nicht bemerkt und wisse nicht, wie der Schaden entstanden sei.
Behördengang im Airport – Unterschrift verweigert
Nach Darstellung des 26-Jährigen wurde er in ein Büro gebracht, wo sein Pass fotografiert und Dokumente vorbereitet wurden.
Haavik sagte, er habe die Unterschrift unter Papiere zunächst verweigert, weil er erst mit jemandem sprechen wollte und befürchtete, das könne seine Lage verschlechtern.
Zelle am Flughafen und unklare Abreise
Später sei er in eine Gewahrsamszelle am Flughafen gebracht worden, wie VG berichtete.
Er habe die Information erhalten, er solle nach Stockholm ausgeflogen werden, doch zum Zeitpunkt des Berichts habe er weder ein Ticket noch eine schriftliche Bestätigung zum Abflugdatum gesehen.
Airline soll Rückflug übernehmen
Laut VG sollte der Rücktransport mit einem Flug von Norse Atlantic Airways erfolgen, also jener Airline, mit der Haavik nach Phuket eingereist war.
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In solchen Fällen ist typischerweise das befördernde Unternehmen in der Pflicht, die Rückreise zu organisieren, wenn die Einreise am Zielort verweigert wird.
Außenministerium in Oslo eingeschaltet
Haavik gab an, er habe Kontakt zum norwegischen Außenministerium aufgenommen.
Das Ministerium bestätigte in einer E-Mail an VG, den Fall zu kennen, äußerte sich aber wegen Vertraulichkeitsregeln bei konsularischen Angelegenheiten nicht zu Details.
Was Reisende daraus mitnehmen können
Das Außenministerium verwies laut VG grundsätzlich darauf, dass Bürger selbst verantwortlich seien, die Einreisevoraussetzungen zu erfüllen und die Gesetze und Regeln des Reiselandes einzuhalten.
Gleichzeitig biete man in vergleichbaren Situationen üblicherweise Beratung an, helfe beim Kontakt zu lokalen Behörden, unterstütze bei der Suche nach rechtlichem Beistand und informiere Angehörige, falls nötig.
Was meinst du dazu?
Schon eine fehlende oder beschädigte Passseite kann dazu führen, dass du nicht mehr einreisen darfst.
Ist dir so etwas schon einmal passiert – oder kontrollierst du deinen Reisepass vor jeder Reise genau?
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