CHIANG MAI, THAILAND – Ein spanisches Touristenpaar und der Betreiber eines kleinen Selbstbedienungs-Waschsalons in Chiang Mai streiten öffentlich über eine angebliche körperliche Attacke und ein mutmaßlich mit künstlicher Intelligenz bearbeitetes Video.
Auslöser im Waschsalon
Nach Darstellung des Ladenbesitzers begann der Konflikt, als das spanische Paar über Probleme mit einer Waschmaschine klagte und ihm vorwarf, der Automat funktioniere nicht richtig.
Der Betreiber erklärte später, das Paar habe zu wenig Geld eingeworfen und entgegen den deutlich sichtbaren Bedienhinweisen wahllos Knöpfe gedrückt, was aus seiner Sicht zu einer Fehlfunktion geführt habe.
Streit um Regeln und Geldstrafe
Der Inhaber betonte, an der Wand seines Geschäfts seien gut lesbare Schilder angebracht, die erklärten, dass sich die Maschinen nach Einwurf des ausreichenden Geldbetrags automatisch starten.
Die Situation habe sich weiter zugespitzt, als die Touristen demnach Schuhe in die Maschine legten, obwohl dies laut Hausordnung verboten sei und eine Strafe von 2.000 Baht für das Waschen von Schuhen fällig werde.
Handyvideo und Polizei-Einsatz
Die spanischen Urlauber hätten nach eigenen Angaben die Warnhinweise übersehen und sich geweigert, die Strafe zu zahlen, woraufhin sie dem Betreiber vorwarfen, sie anzuschreien und begannen, sein Gesicht mit dem Handy zu filmen.
Der Ladenbesitzer erklärte, er habe das Paar nicht angegriffen, sondern lediglich versucht, die Situation zu erläutern und das Video vom Telefon der Frau zu löschen, weil er seiner Aussage nach nicht in eine Aufnahme eingewilligt habe.
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Vorwurf der Video-Manipulation
Später seien die Polizei gerufen worden, und laut Darstellung des Inhabers forderten die Beamten das Paar auf, die Aufnahmen zu löschen, was die Spanier vor Verlassen des Geschäfts auch getan hätten.
Der Betreiber behauptete jedoch, die Touristen hätten das Video anschließend aus dem Papierkorb des Telefons wiederhergestellt, mit KI-Technologie bearbeitet und es zusammen mit einer negativen Google-Rezension veröffentlicht, um ihm eine körperliche Attacke zu unterstellen.
Online-Reaktion und Sorgen des Betreibers
Er habe sich daraufhin entschlossen, seine Sicht der Dinge am 9. Februar auf der offiziellen Facebook-Seite des Geschäfts zu schildern und Internetnutzer gebeten, die aus seiner Sicht falsche Bewertung als irreführend zu melden.
Der Inhaber sagte, ähnliche Probleme mit ausländischen Touristen seien in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgetreten, sie belasteten ihn psychisch spürbar, während viele thailändische Nutzer online Unterstützung zusagten und dazu aufriefen, den Konflikt notfalls über rechtliche Wege zu klären.
🎥 Wahrheit oder digitale Täuschung – wem kann man noch glauben?
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