Touristen-Eklat löst Welle der Empörung aus

Touristen-Eklat löst Welle der Empörung aus
Khaoded

CHIANG RAI, THAILAND – Ein ausländischer Tourist sorgt in Chiang Rai mit einer Serie von Ausfällen für massiven Unmut und nährt Forderungen nach seiner Abschiebung. Seit seiner Ankunft soll der Mann unter dem Namen Andrew mehrfach die öffentliche Ordnung gestört und dem Image der Provinz geschadet haben.

Eskalation in Apotheke und auf der Wache

Der jüngste Vorfall spielte sich in einer Apotheke an der Prasopsuk Road im Unterbezirk Rop Wiang im Bezirk Mueang Chiang Rai ab. Andrew kaufte dort Medikamente bei einem männlichen Apotheker und dessen Freundin.

Kurz darauf warf er dem Paar laut Berichten vor, gefälschte Arznei verkauft zu haben. Der Streit eskalierte so weit, dass der Apotheker und seine Partnerin Andrew zur Chiang Rai City Police Station brachten, um den Konflikt offiziell klären zu lassen.

In der Polizeistation soll Andrew jedoch weiter aggressiv aufgetreten sein. Er beleidigte das Paar verbal und entblößte sich, was zusätzlichen Tumult innerhalb der Dienststelle ausgelöst haben soll.

Videos in sozialen Netzwerken verstärken Druck

Nach ersten Medienberichten wurden die Vorfälle in sozialen Netzwerken breit diskutiert. Viele Nutzer verurteilten Andrews Verhalten scharf und forderten, die Einwanderungsbehörde solle ihn aus dem Land weisen.

Mehrere Bewohner und Geschäftsleute veröffentlichten zusätzliche Videoaufnahmen früherer Zwischenfälle. Ein Clip zeigt Andrew lautstark vor einem Hostel in Chiang Rai, wo er Gäste störte und trotz mehrfacher Bitten des Personals nicht aufhörte. Dabei habe er sich selbst als Mafia-Figur dargestellt.

Beleidigungen und Gesten gegenüber Hostel-Personal

In einem weiteren dokumentierten Vorfall soll Andrew Mitarbeiter eines Hostels mit Geldscheinen provoziert haben. Er habe gesagt: „You are only 5 baht, I am 1,000 baht“ und dazu Bargeld vorgezeigt.

Die Äußerung wird lokal als herablassend und beleidigend gegenüber Thais gewertet. Das Hostel-Personal verzichtete demnach bewusst auf eine Konfrontation, um das Stadtimage nicht zusätzlich zu belasten, da Chiang Rai stark vom Tourismus abhängt.

Drohungen, Anzügliches und Alkohol

Weitere Aufnahmen zeigen Andrew, oft alkoholisiert, vor einem Laden sitzend, obwohl der Besitzer ihn mehrfach zum Gehen aufforderte. Laut Berichten drohte er, seine Genitalien zu entblößen, und sagte: „I will sit here, I will masturbate here and let it all spread“.

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Anschließend verlangte er demnach Zigaretten und erklärte, er habe keinen Ort, an den er gehen könne. Bewohner berichten, dass seine Störungen sowohl in betrunkenem als auch in nüchternem Zustand aufgetreten seien.

Aufenthaltstitel und mögliche Konsequenzen

Andrew ist am 12. Januar 2026 ins Land eingereist und darf sich nach Angaben der Behörden bis zum 12. März 2026 aufhalten. Ein offizieller Abschiebungsbescheid lag laut dem Portal Kaoded zunächst nicht vor.

Gleichzeitig heißt es, die Vorgänge stünden unter enger Beobachtung von Polizei und Immigration. Angesichts des öffentlichen Drucks wächst die Erwartung, dass die Behörden die dokumentierten Vorfälle prüfen und über weitere Schritte entscheiden, um Sicherheit und Reputation der Provinz zu schützen.

🗣 Wenn ein Einzelner den Ruf einer Stadt beschädigt

Ein Mann – und plötzlich reden Tausende über Unsicherheit, Respektlosigkeit und Imageschäden.
Was darf ein Gast in einem fremden Land – und wo endet jede Toleranz? Sollten Touristen bei wiederholten Ausfällen schneller ausgewiesen werden? Oder braucht es zuerst Hilfsangebote, psychologische Abklärung und klare Eskalationsstufen?
Und was ist gefährlicher für den Tourismus: hartes Durchgreifen – oder öffentliches Wegsehen?
Schreib, was du denkst. Denn dieser Fall geht längst über eine einzelne Person hinaus.

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Quelle: Khaoded

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