Transfrau bei Angriff am Strand verletzt

Transfrau bei Angriff am Strand verletzt
The Pattaya News

PATTAYA, THAILAND – In der Nacht zum 21. Januar ist am Strand von Pattaya nahe Soi 13/1 eine 22-jährige Transfrau bei einem gewaltsamen Zwischenfall schwer an der Hand verletzt worden.

Angriff in den frühen Morgenstunden

Der Vorfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.50 Uhr morgens direkt am belebten Stadtstrand. Die Stadtpolizei Pattaya wurde über eine Auseinandersetzung mit Verletzten informiert und alarmierte umgehend Helfer der Rettungsstiftung Sawang Boriboon Thammasathan Pattaya.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, trafen sie auf eine Gruppe von Transfrauen, die unter Schock standen. Die Verletzte wurde als Sila (22) aus der Provinz Khon Kaen identifiziert.

Verletzung durch zerbrochene Flasche

Sila erlitt eine Schnittverletzung an der rechten Hand, die durch eine zerbrochene Glasflasche verursacht wurde. Rettungshelfer leisteten vor Ort sofort Erste Hilfe und brachten die junge Frau anschließend in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo sie medizinisch versorgt wurde.

Streit um Dienstleistungsgebühr eskaliert

Nach Silas Aussage gegenüber der Polizei stand sie mit Freundinnen am Strand, als sich ihnen ein muskulöser Mann unbekannter Staatsangehörigkeit näherte. Er habe gefragt, was sie dort machten. Sila erklärte, sie seien bei der Arbeit und würden Begleitservices anbieten.

Das Gespräch sei dann zu einer möglichen gemeinsamen Zeitgestaltung übergegangen, der Mann habe nach den Preisen für „Entertainment“-Dienstleistungen gefragt. Laut Sila kam es jedoch zu keiner Einigung über die geforderte Gebühr, woraufhin der Mann frustriert weggegangen sei.

Rückkehr mit improvisierten Waffen

Wenige Augenblicke später sei der Mann jedoch zurückgekehrt – diesmal mit einem rund zwei Meter langen Holzstock. Der Mann habe versucht, Sila und ihre Begleiterinnen zu verfolgen und anzugreifen.

Im weiteren Verlauf habe der Verdächtige eine Glasflasche ergriffen, sie zerschlagen und damit nach Sila geschlagen. Der Schlag traf ihre Hand und verursachte die Verletzung. Nach dem Angriff floh der Mann vom Tatort.

Verdächtiger flüchtig – Polizei wertet Kameras aus

Die Polizei hat auf Grundlage der Aussagen des Opfers und weiterer Zeugen eine Täterbeschreibung über Funk weitergegeben und sucht aktiv nach dem Unbekannten. Bis zum Redaktionsschluss lag keine Festnahme vor.

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ZUM ANGEBOT

Die Ermittler wollen nun Überwachungskameras in der Umgebung auswerten, um die Fluchtwege des Mannes nachzuvollziehen und seine Identität zu klären. Nach seiner Festnahme sollen weitere strafrechtliche Schritte eingeleitet werden.

Sicherheitslage am Nachtstrand im Fokus

Der Vorfall lenkt erneut den Blick auf die nächtliche Sicherheitslage am Strand von Pattaya, einem beliebten Treffpunkt für Touristinnen, Touristen und Sexarbeiterinnen. Besonders für Personen, die nachts am Strand arbeiten, bestehen verschiedene Risiken. Zu diesen gehören erstens die Gefahr plötzlicher Gewaltkonflikte bei Preisverhandlungen, zweitens die erschwerte Täteridentifizierung bei flüchtigen Touristen und drittens die Abhängigkeit von Videoüberwachung zur Aufklärung solcher Taten.

Die Polizei betonte, man werde die Ermittlungen fortsetzen, um den Verdächtigen zu fassen und rechtlich zu belangen.

Hintergrund zu Gewalt im Sexgewerbe

Vorfälle wie dieser werfen ein Licht auf die Vulnerabilität von Sexarbeiterinnen in touristischen Gebieten. Während Pattaya für sein vielfältiges Nachtleben bekannt ist, sind Personen, die in diesem Bereich tätig sind, oft besonderen Gefahren ausgesetzt. Konflikte über Bezahlung oder abgelehnte Dienstleistungen können in manchen Fällen zu aggressiven Reaktionen führen.

Experten für Arbeitssicherheit im Sexgewerbe weisen darauf hin, dass bessere Schutzmaßnahmen und eine verstärkte Polizeipräsenz in den Nachtstunden dazu beitragen könnten, solche Zwischenfälle zu verhindern. Zudem wird die Bedeutung von Aufklärungsarbeit über die Rechte von Sexarbeiterinnen betont.

Präventionsansätze und Community-Unterstützung

Lokale Organisationen, die sich für die Sicherheit von Sexarbeiterinnen einsetzen, fordern seit langem verbesserte Schutzmechanismen. Dazu zählen unter anderem Notfall-Hotlines, Selbstverteidigungskurse und bessere Zusammenarbeit zwischen den Betroffenen und den Sicherheitsbehörden.

Der aktuelle Fall unterstreicht die Notwendigkeit solcher Maßnahmen. Während die Polizei ihre Ermittlungen fortsetzt, hoffen viele in der Community auf eine schnelle Aufklärung und darauf, dass der Vorfall zu einem verstärkten Bewusstsein für die Sicherheitsbedürfnisse vulnerabler Gruppen führt.

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Quelle: The Pattaya News

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