Tropensturm Nongfa bedroht Millionen
Dämme kurz vor dem Überlauf
Wassermassen in drei Flussbecken
Evakuierungen laufen
Naturkatastrophe in Thailand! Tropensturm Nongfa und die Monsunfront haben das Königreich in ein Hochwasser-Inferno gestürzt. Vizepremierminister Prasert Jantararuangtong warnte am Mittwoch vor der dramatischen Wassersituation in mehreren Regionen, nachdem sintflutartige Regenfälle die Pasak-, Yom- und Nan-Flussbecken unter Wasser gesetzt haben. In manchen Gebieten fielen über 200 Millimeter Regen – das entspricht etwa einem Fünftel der Jahresniederschlagsmenge Deutschlands in nur wenigen Stunden!
Die Wassermassen bedrohen Millionen von Menschen, während die Behörden fieberhaft an Notfallmaßnahmen arbeiten. Prasert, der als Vorsitzender des Nationalen Wasserressourcen-Komitees fungiert, hat bereits temporäre Wassermanagement-Zentren in den hochwassergefährdeten Gebieten Zentralthailands eingerichtet. Die Lage spitzt sich stündlich zu, da drei große Dämme gefährlich hohe Wasserstände erreicht haben. Besonders brisant: Der Mae Mok-Damm hat bereits seine Speicherkapazität überschritten und steht bei 104 Prozent – eine lebensgefährliche Situation für Tausende Menschen flussabwärts.
Phetchabun unter Wasser
Evakuierungen in vollem Gang
Das Pasak-Flussbecken erlebt eine beispiellose Katastrophe. Die Provinz Phetchabun wurde von anhaltenden Starkregen heimgesucht, die zu verheerenden Sturzfluten in Wohngebieten und auf landwirtschaftlichen Flächen geführt haben. Mehrere Bezirke sind betroffen, darunter Lom Kao, Nam Nao, Lom Sak, Mueang Phetchabun und Nong Phai. Die Behörden haben bereits mit der Evakuierung gefährdeter Bewohner begonnen und helfen ihnen dabei, ihre Habseligkeiten in höher gelegene Gebiete zu bringen.
Obwohl die Wasserstände langsam zurückgehen, fließen die Wassermassen nun in den Pa Sak Jolasid-Damm. Experten prognostizieren, dass der Wasserspiegel des Damms in den nächsten sieben Tagen die Speicherkapazität erreichen wird – das entspricht einem Anstieg von fast 100 Millionen Kubikmetern! Diese gewaltigen Wassermassen setzen die gesamte Infrastruktur unter enormen Druck und zwingen die Behörden zu präventiven Maßnahmen, um größere Katastrophen zu verhindern.
Sirikit-Damm am Limit
Kontrollierte Flutung geplant
Die Situation im Nan-Flussbecken ist besonders dramatisch. Schwere Regenfälle südlich des Sirikit-Damms haben den Nan-Fluss, insbesondere in der Stadt Phitsanulok, rapide ansteigen lassen. Der Wasserspiegel liegt nur noch weniger als einen Meter unter den Uferkanten – ein Zeichen für die unmittelbare Gefahr einer Überschwemmung der Stadt. Der Sirikit-Damm hat die Wasserabgabe reduziert, um den Abfluss zu verlangsamen und die Auswirkungen auf die flussabwärts gelegenen Gebiete zu mildern.
Doch mit einem Wasserspiegel von bereits 86 Prozent der Kapazität steht der Damm kurz vor dem kritischen Punkt. Zwischen dem 5. und 7. September werden kontrollierte Ablässe von bis zu 40 Millionen Kubikmetern pro Tag beginnen müssen, um die Sicherheit des Damms zu gewährleisten und Platz für künftige Wasserzuflüsse zu schaffen. Obwohl der Damm strukturell sicher bleibt, bedeuten diese massiven Wassermengen eine ernste Bedrohung für alle flussabwärts liegenden Gemeinden. Die Behörden arbeiten rund um die Uhr daran, die Bevölkerung zu warnen und Schutzmaßnahmen zu koordinieren.
Mae Mok-Damm bricht alle Rekorde
Überlauf durch Notablass
Im Yom-Flussbecken hat sich die Lage bereits dramatisch zugespitzt. Der Mae Mok-Damm hat seine Speicherkapazität mit 104 Prozent überschritten – ein Zustand, der normalerweise vermieden werden muss, um Dammbrüche zu verhindern. Der Überlauf wird durch das Überlaufwehr gemanagt, was zu steigenden Wasserständen im gesamten Becken führt. Glücklicherweise verfügt der Mae Mok-Fluss über ausreichende Kapazität, um das zusätzliche Volumen zu bewältigen, und bisher wurden keine unmittelbaren Auswirkungen auf die umliegenden Gebiete gemeldet. Dennoch bleibt die Situation höchst angespannt, da weitere Regenfälle die ohnehin kritische Lage verschärfen könnten.
Vizepremierminister Prasert hat alle regionalen Hochwasser-Reaktionszentren angewiesen, die Situation engmaschig zu überwachen und zusammenzuarbeiten, um hochwasserbedingte Probleme zu verhindern und zu lösen. Sofortige Hilfs- und Rettungsmaßnahmen werden koordiniert, um die betroffenen Gemeinden zu unterstützen. Die Behörden warnen vor weiteren sintflutartigen Regenfällen und appellieren an die Bevölkerung, die Warnungen ernst zu nehmen und sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten.



