Tropensturm „Wipha“ fordert Todesopfer:
Chinese auf Phuket von Baum erschlagen
PHUKET – Ein chinesisches Ehepaar wurde am Sonntag auf der thailändischen Urlaubsinsel Phuket von einem umstürzenden Baum getroffen, als der Tropensturm „Wipha“ mit starken Winden und heftigen Regenfällen über die Region fegte. Der Mann erlag noch im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, seine Frau wurde lebensgefährlich verletzt. Die Behörden warnen vor weiteren Gefahren, während der Sturm auf Nordvietnam zusteuert.
Tragödie am Strand:
Baum kracht auf ruhendes Paar
Laut Polizeiangaben hielten sich die beiden Touristen auf der kleinen Insel Hey Islet auf, als plötzlich ein morscher Baum den starken Böen nicht mehr standhielt und auf sie stürzte. Rettungskräfte eilten sofort herbei, doch für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Seine Frau wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Chaos auf Phuket:
Stromausfälle, beschädigte Autos und Boot in Not
Der Sturm hinterließ eine Spur der Verwüstung:
• Mehrere Stromausfälle legten Teile der Insel lahm
• Zahlreiche Autos wurden durch herabstürzende Äste beschädigt
• Ein Longtail-Boot mit fünf Passagieren trieb nach Motorschaden bei Mai Thon Island hilflos im stürmischen Meer – die Marine konnte alle Insassen retten
Die Hafenbehörde hatte bereits am Samstag eine Warnung für alle Schiffe herausgegeben und dringend davon abgeraten, bis Dienstag aufs Meer hinauszufahren.
Thailand in Alarmbereitschaft:
57 Provinzen vor Überflutungen gewarnt
Während „Wipha“ Richtung Golf von Tonkin und Nordvietnam zieht, bereitet sich Thailand auf weitere Folgen vor:
✔ In Chiang Mai stehen die Behörden bereit, Wasser aus den Mae-Ngad- und Mae-Kwang-Staudämmen abzulassen, um Platz für neue Regenmassen zu schaffen.
✔ 54 Notunterkünfte wurden eingerichtet, die bis zu 5.000 Menschen und 10.500 Fahrzeuge aufnehmen können.
✔ In Chiang Rai wurden Hindernisse in den Flüssen Kok, Ping und Mae Sai entfernt, um Überschwemmungen zu verhindern.
Das Katastrophenschutzministerium hat die Bevölkerung in 57 Provinzen gewarnt, insbesondere in der Nähe von Flüssen und Bergen, wo Sturzfluten und Erdrutsche drohen.
Sturmfolgen noch bis Donnerstag spürbar
Die Behörden rechnen damit, dass die Auswirkungen des Sturms noch bis Donnerstag anhalten werden. Die Rettungskräfte in Phuket sind in höchster Alarmbereitschaft, während die Aufräumarbeiten bereits begonnen haben.
Trauer um den getöteten Touristen
Die chinesische Botschaft wurde über den tragischen Vorfall informiert. Die thailändischen Behörden versichern, alle notwendigen Schritte einzuleiten, um die Familie zu unterstützen.



