Thailand akzeptiert Trumps Friedens-Vermittlung – aber nur unter Bedingungen
Thailands Premierminister Anutin Charnvirakul hat auf das überraschende Angebot von US-Präsident Donald Trump reagiert, der als Vermittler im Grenzkonflikt mit Kambodscha auftreten will. Doch Anutin macht klare Vorgaben: Bevor es Gespräche gibt, muss Kambodscha Truppen abziehen und Thailands Souveränität respektieren!
Trump will historischen Friedensvertrag besiegeln
Hintergrund sind Berichte von Politico, wonach Trump den anstehenden ASEAN-Gipfel in Kuala Lumpur (26.-28. Oktober) nutzen will, um ein Friedensabkommen zwischen den verfeindeten Nachbarn zu unterzeichnen. Angeblich soll seine Teilnahme sogar davon abhängen, dass er die Zeremonie leiten kann.
Das Weiße Haus dementierte zwar diese Verbindung, bestätigte aber Trumps Interesse an einer Vermittlerrolle. Besonders pikant: Medien berichten, Trump habe verlangt, chinesische Offizielle vom Gipfel auszuschließen, um seine eigene Rolle zu betonen. Auch dies wurde offiziell bestritten.
Thailands Vier-Punkte-Plan für Frieden
Anutin zeigte sich grundsätzlich offen für Verhandlungen – aber nur unter strikten Bedingungen:
✔ Rückzug militärischer Kräfte aus umstrittenen Gebieten
✔ Entfernung von Eindringlingen aus thailändischem Hoheitsgebiet
✔ Räumung gefährlicher Materialien entlang der Grenze
✔ Respektierung der thailändischen Souveränität
„Wenn Trump Kambodscha dazu bringen kann, diese Bedingungen zu erfüllen, würde das thailändische Interessen schützen“, so der Premierminister. Er betonte, dass Thailand und Kambodscha eigentlich Nachbarn seien – die Vermittlung durch eine externe Macht also eigentlich nicht nötig sein sollte.
Nobelpreis als Motivationsfaktor?
Medien spekulieren über Trumps Beweggründe: Angeblich hat Kambodscha ihn für den Friedensnobelpreis nominiert, um die politischen Beziehungen zu stärken. Trump selbst hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass er mehrere internationale Konflikte gelöst habe – eine Anspielung auf die Nobelpreis-Kriterien.
Anutin dazu trocken: „Meine Priorität ist Thailands Vorteil.“ Ihm sei egal, ob Trump den Preis gewinne – Hauptsache, Thailand gehe gestärkt aus den Verhandlungen hervor.
Malaysia als Schlüsselspieler
Letztlich liege die Entscheidung über den Gipfel-Verlauf bei Malaysia, dem aktuellen ASEAN-Vorsitzenden, so das thailändische Außenministerium. Die diplomatischen Fäden laufen also in Kuala Lumpur zusammen.
Thailand-Kambodscha-Friedensgespräche
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