Tragischer Gleitflugunfall in Phuket:
Thailändischer Fluglehrer stirbt nach Absturz mit russischem Schüler
Phuket – Ein erfahrener thailändischer Fluglehrer ist am Sonntag seinen schweren Verletzungen erlegen, nachdem sein Ultraleichtflugzeug am Vortag in Phuket abgestürzt war. Sein russischer Schüler überlebte den Unfall mit leichten Verletzungen.
Absturz am Straßenrand
Zeuge hielt Knall für Transformatorexplosion
Der Unfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr an der Mueang Mai-Paklok-Straße in der Nähe des Phuket Airparks. Der 40-jährige Fluglehrer Surasak Chana, Manager und Chefausbilder der Flugschule, befand sich mit seinem 36-jährigen russischen Schüler Sergei Razukov an Bord, als die Maschine abstürzte.
Ein Anwohner, der nur 200 Meter entfernt wohnt, berichtete, er habe einen lauten Knall gehört. „Zuerst dachte ich, es sei eine Transformerexplosion – bis ich die Trümmer des Gleiters sah“, sagte er. Rettungskräfte fanden Surasak mit schweren Kopfverletzungen und einem gebrochenen Knöchel vor, während der russische Schüler nur leicht verletzt wurde.

Tod im Krankenhaus
Flugschule verspricht Aufklärung
Surasak erlag am Sonntagmorgen im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der Phuket Airpark bestätigte den tragischen Vorfall auf Facebook und kündigte an, die Öffentlichkeit über die Ursachen des Absturzes auf dem Laufenden zu halten. Erste Vermutungen deuten auf ein technisches Versagen des Motors hin, doch die offizielle Untersuchung läuft noch.
Wiederholte Flugunfälle in Thailand
Dies ist nicht der erste tödliche Unfall in der thailändischen Luftfahrtbranche:
• Im Januar 2025 stürzte ein thailändischer Parasailing-Mitarbeiter in Phuket aus 15 Stockwerken Höhe, während er einen Touristen sicherte.
• Im Dezember 2024 kam ein chinesischer Wettkämpfer bei einem Gleitschirmwettbewerb in Phetchabun ums Leben, nachdem sich sein Schirm verhedderte.
• Im Juni 2023 ertrank ein Pilot in Bueng Kan, nachdem er unerklärlicherweise aus seinem Ultraleichtflugzeug in den Mekong stürzte.

Fragen nach den Sicherheitsstandards
Der erneute tödliche Unfall wirft Fragen nach den Sicherheitsstandards für Freizeitflüge in Thailand auf. Während Segelfliegen und Parasailing beliebte Touristenaktivitäten sind, fordern Experten strengere Kontrollen, um solche Tragödien zu vermeiden.
Für die Familie und Kollegen von Surasak bleibt nur die Trauer. „Er war nicht nur ein großartiger Pilot, sondern auch ein engagierter Lehrer“, hieß es in einer Stellungnahme der Flugschule.



