US-Schwein vs. Thai-Bauer: Wer gewinnt den Marktkrieg?

Thailands Schweinebauern äußern Bedenken über die geplanten Importe von US-Schweinefleisch. Potenzielle Auswirkungen auf lokale Landwirtschaft und Preise stehen im Mittelpunkt der Diskussionen. Experten warnen vor wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen.

a couple of pigs that are laying down
Photo by Kenneth Schipper on Unsplash
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Thailands Schweinebauern schlagen Alarm! Die Aussicht auf US-Schweinimporte als Handelszugeständnis sorgt für große Sorgen. Sittiphan Thanakiatpinyo, Präsident der Swine Raisers Association of Thailand, warnt eindringlich: Der Eintritt von billigem US-Schweinefleisch würde die heimische Produktion ins Wanken bringen. Mit dem bevorstehenden 36%-Importzoll auf thailändische Waren, der ab dem 1. August in Kraft tritt, sind Verhandlungen mit den USA unvermeidlich. Thai-Pig-Bauern pochen darauf, dass man die Schweineindustrie nicht als Verhandlungsmasse nutzen darf.

Die Kostenunterschiede zwischen den USA und Thailand sind gewaltig. Günstige US-Importe könnten Thailands Markt zum Kollabieren bringen und viele Landwirte in den Ruin treiben. Für viele Thailänder sind Schweine nicht nur Tiere, sondern auch ein Teil der nationalen Sicherheit. Der Druck wächst: Die Regierung muss Alternativen finden, um die heimische Wirtschaft zu schützen. Stakeholder und Experten rufen zur Umorientierung in Handelsverhandlungen auf.

Schweinegrippe-Alarm: Gefahr durch US-Importe?

Gefahr durch Seuchen! Besonders besorgniserregend ist die Möglichkeit von Schweinegrippe-Ausbrüchen. Bis heute blieb Thailand von dieser Krankheit verschont. Doch mit den Importen könnte diese Bedrohung Realität werden. Die international anerkannten Veterinärstandards des Landes sind in Gefahr. Die Sicherheit auf dem Spiel: Es darf nicht zur Verwässerung des bestehenden hohen Gesundheitsniveaus kommen.

Ein weiterer kritischer Punkt: Beta-Agonisten, die in den USA erlaubt, aber in Thailand strikt verboten sind. Hoher Konsum dieser Stoffe gefährdet die Gesundheit der Bevölkerung: Herzrasen, Bluthochdruck und mehr! Auch als Tierfutter sind diese Substanzen problematisch. Die Märkte könnten durchlässig werden und die Risiken steigen. Besonders in Organen lagern sich diese gefährlichen Verbindungen an, was ernsthafte Bedenken hervorruft.

Handelsverhandlungen: Schweinefleisch als Druckmittel?

Ein hartes Geschäft: Thailändische Schweinefleischprodukte als Druckmittel in Handelsverhandlungen einzusetzen, ist ein riskantes Spiel. Hohe Kosten und geringe Gewinnmargen: Schweinefleisch ist nicht geeignet für taktische Deals. Sittiphan fordert: Die Regierung soll den Fokus auf wettbewerbsfähige Industrieprodukte legen und die Landwirtschaft unangetastet lassen.

Stabilität und Sicherheit sind gefragt: Die Regierung muss unverzüglich neue Strategien entwickeln, um die Wirtschaft von Grund auf zu schützen. Ein starkes Industriestandbein kann Thailand helfen, die Hürden im internationalen Handel zu überwinden. Lebensmittelsicherheit steht an vorderster Stelle, um die langfristige Stabilität des Landes zu gewährleisten. Das ist die Botschaft der Schweinebauern an die Regierung: Kein Schweinefleisch in Handelsdeals!

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