Verdacht auf Schmiergeld beim U-Boot-Deal mit China

⚓️💥💸 Skandal um thailändisches U-Boot-Projekt: Verdacht auf Korruption bei Austausch des deutschen Motors gegen ein chinesisches Modell. Wer steckt hinter „Bor“ – und wie viel kostet der Deal wirklich die Steuerzahler?

Verdacht auf Schmiergeld beim U-Boot-Deal mit China
China Daily
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U-Boot-Skandal! 
Geheimmann Bor“ und Millionen-Deal mit China

Ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft zwischen Thailand und China gerät ins Wanken. Hinter verschlossenen Türen soll es Korruption geben – und ein mysteriöser Mann namens „Bor“ spielt eine Schlüsselrolle. Warum besteht die Marine auf einem ungetesteten chinesischen Motor, da deutsche Technik nicht verfügbar ist?

Verdächtiger Motoren-Tausch: 
Von Deutschland zu China

Eigentlich sollte das Yuan-Klasse S26T-U-Boot mit einem deutschen MTU396-Motor ausgestattet werden – bewährt, sicher, international zertifiziert. Doch plötzlich bestellte die thailändische Marine stattdessen einen chinesischen CHD620-Motor, der bis heute von keiner Marine der Welt zugelassen ist.

Rangsiman Rome, Abgeordneter der oppositionellen Move Forward Party, wirft schwere Vorwürfe auf: „Hier läuft etwas falsch. Warum wechselt man zu einem ungetesteten Motor, wenn es bessere Optionen gibt?“ Seine Vermutung: Korruption und Schmiergeldzahlungen halten das Projekt am Leben – obwohl es seit Jahren Verzögerungen gibt.

Wer ist „Bor“? 
Der geheimnisvolle Strippenzieher

Im Zentrum des Skandals steht ein ominöser Zivilist, der nur als „Bor“ bekannt ist. Insider berichten, er habe enge Verbindungen zu chinesischen Rüstungsfirmen und thailändischen Entscheidungsträgern. „Es gibt Leute, die von diesem Deal profitieren – und die Marine scheint mitzuspielen“, so ein anonyme Quelle aus dem Verteidigungsministerium.

Das U-Boot-Projekt wurde noch unter dem ehemaligen Marinechef Luechai Ruddit unterzeichnet – kurz vor dessen Pensionierung. Kritiker fragten damals schon, warum man sich für ein chinesisches Modell entschied, obwohl Deutschland und Südkorea erprobte und günstigere Alternativen anboten.

13,5 Milliarden Baht 
und kein U-Boot in Sicht

Bisher hat Thailand bereits die Hälfte der 13,5 Milliarden Baht (rund 340 Millionen Euro) überwiesen. Doch die chinesische Seite zögert die Lieferung immer weiter hinaus – angeblich wegen „technischer Probleme“ mit dem Motor.

„Wenn der CHD620 nicht einmal in China selbst verwendet wird, warum sollten wir ihn akzeptieren?“, fragt ein Marine-Insider. Die Befürchtung: Thailand könnte am Ende ein U-Boot erhalten, das nicht einsatzfähig ist – während dubiose Mittelsmänner Millionen absahnen.

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Wird der Deal noch platzen?

Die Regierung gerät unter Druck. Oppositionspolitiker fordern eine lückenlose Aufklärung – und wollen wissen, wer wirklich hinter „Bor“ steckt. Sollte sich der Verdacht auf Bestechung bestätigen, könnte das einer der größten Rüstungsskandale Thailands werden.

Die thailändische Marine steht am Scheideweg. Entweder sie beharrt auf dem umstrittenen China-Deal – oder sie gibt zu, dass Milliarden Steuergelder falsch investiert wurden. Die Öffentlichkeit verlangt Antworten.

Anm. d.Red.: Der deutsche Motor ist aufgrund von Sanktionen auf Militärtechnik nicht verfügbar.

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