KANCHANABURI, THAILAND – Bei einer stundenlangen Verfolgungsjagd der Polizei hat sich ein überladener Pickup mit 44 Migranten aus Myanmar auf der Fernstraße 323 bei Kanchanaburi überschlagen und mehr als 20 Menschen verletzt. Der Fahrer floh nach dem Unfall zu Fuß vom Unfallort, während Rettungskräfte die teils schwer verletzten Insassen versorgten und die Behörden von einem weiteren gravierenden Fall von Schleusung entlang der Route Richtung Malaysia sprechen.
Verfolgungsjagd auf Highway 323
Nach Angaben der Central Investigation Bureau (CIB) und der Highway Police Division bemerkten Beamte in Sai Yok einen weißen Mitsubishi Triton ohne gültiges hinteres Kennzeichen und mit einem gefälschten vorderen Nummernschild.
Als der Fahrer das Polizeiauto erkannte, beschleunigte er stark, fuhr laut Ermittlern rücksichtslos und zeitweise sogar im Gegenverkehr, um der Kontrolle zu entgehen.
Überschlag bei Wang Dong
Die Verfolgung zog sich nach Behördenangaben über mehr als 50 Kilometer, bis der Pickup nahe den Kilometersteinen 81 bis 82 im Unterbezirk Wang Dong der Stadt Kanchanaburi außer Kontrolle geriet und sich überschlug.
Rettungsteams und Polizei trafen kurz darauf an der Unfallstelle ein, fanden ein Trümmerfeld entlang der Fernstraße 323 vor und stellten fest, dass der Fahrer in dem Chaos bereits geflohen war.
Überfüllter Pickup mit 44 Migranten
Im Inneren des umgestürzten Fahrzeugs entdeckten die Beamten nach eigenen Angaben insgesamt 44 Migranten aus Myanmar, die dicht gedrängt im Laderaum transportiert wurden und keine gültigen Papiere vorweisen konnten.
21 Personen wurden verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht, während der Pickup als Beweismittel sichergestellt und der Unfallort weiträumig abgesperrt wurde.
Route Richtung Malaysia und hohe Schleusergebühren
Bei den anschließenden Vernehmungen gaben die Migranten laut Polizei an, sie seien aus Yangon über einen natürlichen Grenzübergang im Distrikt Sangkhla Buri illegal eingereist und hätten als Ziel Malaysia genannt.
Jede Person habe demnach 130.000 Baht an Schleuser gezahlt, mit der Aussicht, diese Summe später durch Arbeit abzuleisten, erklärten die Ermittler unter Verweis auf die Geständnisse.
Ermittlungen gegen alle Beteiligten
Die Behörden stellten fest, dass keiner der Insassen einen Reisepass oder sonstige Identifikationsdokumente vorlegen konnte, und leiteten umgehend Ermittlungen wegen Verstößen gegen Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen ein.
Alle festgesetzten Personen wurden in das Polizeirevier Lat Ya überstellt, wo sie sich nach Angaben der Ermittler in einer ersten Vernehmung zu der illegalen Einreise und den vereinbarten Zahlungen an mutmaßliche Menschenhändler bekannt haben sollen.
Gefährliche Flucht – wer trägt die Schuld?
50 Kilometer Verfolgungsjagd, ein überladener Pickup, 21 Verletzte – am Ende flieht der Fahrer und lässt alle zurück.
Findest du, dass solche riskanten Fluchten härter bestraft werden sollten?
Trifft die Hauptschuld die Schleuser – oder auch die Fahrer?
Und wie kann man solche lebensgefährlichen Transporte stoppen?
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