Thailands buddhistische Gemeinde erschüttert:
Skandal um Mönche und „Sika Golf“ weitet sich aus
BANGKOK – Ein skandalöser Fall erschüttert Thailands buddhistische Orden: Hochrangige Mönche stehen im Zentrum von Vorwürfen über verbotene Liebesbeziehungen und finanzielle Unregelmäßigkeiten. Die Hauptfigur der Affäre ist eine Frau namens „Sika Golf“, deren Kontakte zu mehreren Geistlichen jetzt detailliert aufgedeckt wurden.
Neue Beweise belasten prominenten Mönch schwer
Besonders im Fokus steht Phra Theppawornamethi, stellvertretender Abt des Wat Prayurawongsawat und Regional-Abt von Region 15. Trotz seiner öffentlichen Dementis häufen sich die Beweise für eine intime Beziehung:
Besonders pikant sind die aufgetauchten Liebesbotschaften und Video-Call-Screenshots, die private Kontakte zwischen dem Mönch Sika Golf zeigen sollen. Ein weiteres Beweisstück ist das Foto eines teuren Rosenstraußes, den Phra Theppawornamethi angeblich Sika Golf zu ihrem Geburtstag geschickt hat.
Die Anschuldigungen gehen jedoch noch weiter: Es sollen auch explizit verschickte Bilder des Mönchs existieren, die seine Position als buddhistischer Geistlicher in Frage stellen. Zudem wurden Schuhe, die Sika Golf ihm gekauft haben soll, als Beweismittel angeführt.
Gegenüber dem Sangha-Rat bestritt der Mönch jegliches Fehlverhalten und beteuerte, nicht aus dem Orden austreten zu wollen. Doch das Nationale Büro für Buddhismus hat ihn bereits suspendiert – sowohl als Abt-Stellvertreter als auch als Regionalbischof.
Schwerwiegende Verstöße:
Droht der Ausschluss auf Lebenszeit?
Nach den buddhistischen Ordensregeln gelten bereits verbotene Liebesbeziehungen als schweres Vergehen. Sollte sich bestätigen, dass es zu körperlichen Kontakten kam, droht Parajika – die höchste Sanktion, die einen lebenslangen Ausschluss aus dem Mönchsstand zur Folge hätte.
Netzwerk weitet sich aus:
Neun Mönche bereits ausgetreten
Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass weitere Geistliche in den Skandal verwickelt sein könnten. Bisher haben bereits neun Mönche freiwillig das Ordensleben aufgegeben, darunter sogar ein ehemaliger Provinzbischof von Phichit.
Die zentrale Figur des Skandals, Sika Golf, wurde verhaftet, zeigt sich jedoch nicht kooperativ. Bei den Ermittlungen stießen die Behörden zudem auf Hinweise, dass sie Gelder für Online-Glücksspiel verwendet haben könnte.
Neue Polizei-Einheit soll Vertrauen in den Buddhismus wiederherstellen
Angesichts der anhaltenden Skandale hat die thailändische Polizei nun ein „Zentrum zur Wahrung des Buddhismus“ eingerichtet. Die Behörde soll künftig Beschwerden entgegennehmen und streng gegen Fehlverhalten von Mönchen vorgehen. Kritiker hatten zuvor dem Nationalen Büro für Buddhismus vorgeworfen, zu lasch mit solchen Verstößen umzugehen.
Während die Ermittlungen weiterlaufen, steht nicht nur die Zukunft der beschuldigten Mönche auf dem Spiel – sondern auch das Vertrauen der Gläubigen in eine der wichtigsten Institutionen Thailands.



