Chinesischer Hacker mit 10 Millionen Baht Beute geschnappt
Ein spektakulärer Polizeieinsatz in Bangkok hat einen internationalen Kreditkarten-Betrugsring gesprengt. Der chinesische Rädelsführer soll tausende Opfer in fünf Ländern ausgespäht haben – die Beute: Gold, Cryptowährung und Luxus-Handys im Wert von über 10 Millionen Baht!
Razzia in Bang Chan:
Die perfide Masche
Mit einem Durchsuchungsbeschluss des Minburi-Strafgerichts stürmte ein Sonderkommando der Einwanderungspolizei am 8. August eine Villa in der Soi Phraya Suren 9. Dort schnappten sie den 35-jährigen Chinesen Yupeng – den mutmaßlichen Kopf eines Cyberkriminellen-Netzwerks.
„Er nutzte gestohlene Kreditkartendaten von über 5.000 Opfern in China, Taiwan, Singapur, Malaysia und Thailand“, erklärt Polizeioberst Thanathat Rattanasevi. Die Masche: Mit den geklauten Daten kaufte die Bande Goldbarren und High-End-Handys online, verkaufte sie weiter und wusch die Erlöse via Kryptowährung (USDT) rein.
Die Beute: Ein Luxus-Lager voller Beweise
Bei der Durchsuchung fanden Beamte:
✔ 20 Baht Goldbarren (ca. 300 Gramm)
✔ 70 nagelneue Smartphones
✔ 400.000 Baht Bargeld
✔ 9 Millionen Baht in Kryptowährung
✔ Ein Luxusauto
„Alles zusammen über 10 Millionen Baht wert“, so der Ermittler. Besonders perfide: Yupeng gab zu, alle Handys nach dem Verkauf komplett zu bereinigen, um Spuren zu verwischen. Zehn Monate lang lief das Geschäft – bis die Fahnder ihm das Handwerk legten.

Telegram als Kommandozentrale
Geständnis des Festgenommenen: „Wir nutzten Telegram, um Anweisungen zu geben.“ Die Bande arbeitete wie ein Schweizer Uhrwerk:
• Hacker stehlen Kreditkartendaten
• Läufer kaufen damit Gold/Handys
• Yupeng organisiert den Weiterverkauf
• Geldwäscher tauschen Bargeld in Crypto
„Ein klassisches Schneeballsystem mit digitalem Update“, kommentiert Cybercrime-Experte Dr. Sakchai Pattarapong. „Aber die Crypto-Spur führt direkt zu den Tätern.“
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Was kommt jetzt?
Yupeng muss sich wegen unerlaubten Besitzes und Missbrauchs von elektronischen Karten verantworten. Doch die Ermittlungen gehen weiter: „Wir arbeiten mit internationalen Partnern und Banken zusammen, um das ganze Netzwerk zu zerschlagen“, kündigt Polizeichef Rattanasevi an.
Für die 5.000 Betroffenen gibt es eine gute Nachricht: „Ein Teil des beschlagnahmten Vermögens könnte an die Opfer zurückfließen“, so ein Sprecher der thailändischen Zentralbank. Doch eines ist klar: Dieser Fall zeigt, wie Cyberkriminelle Landesgrenzen missachten – und warum internationale Zusammenarbeit immer wichtiger wird.

