Videodokumentierte Schlägerei löst Empörungswelle in Thailand aus
Bangkok – Eine thailändische Trans-Frau namens Choosak hat mit einer wüsten Beschimpfungsorgie in der Airport Rail Link eine landesweite Debatte ausgelöst. Ein viral gegangenes Video zeigt, wie sie die Muslimin Madia nach einer zufälligen Berührung ihrer Tasche mit einem Schuh bedroht und mit religiösen Beleidigungen attackiert. Der Vorfall vom 29. August offenbart erschütternde gesellschaftliche Gräben.
„Ich kann die Strafe zahlen“:
Täterin protzt mit vermeintlicher Immunität
Die Aufnahmen zeigen eine außer Kontrolle geratene Choosak, die Madia wiederholt „schlechte Manieren“ vorwirft und sie auffordert, Anzeige zu erstatten: „Ich habe genug Geld, um jede Strafe für Körperverletzung zu zahlen.“ Madia hingegen bleibt bemerkenswert gefasst, entschuldigt sich mehrfach und versucht, die Situation zu deeskalieren. Der Konflikt war entbrannt, als Madias Tasche versehentlich die auf einem Sitzplatz abgestellte Tasche von Choosak berührte.
Konsequenzen:
Jobverlust und Shitstorm
Die öffentliche Empörung war unmittelbar und heftig. Thailändische Netzer solidarisierten sich massiv mit Madia und verurteilten Choosaks Verhalten. Besonders die religiösen Beleidigungen gegen die muslimische Gemeinschaft lösten Wut aus. Choosaks Arbeitsuniform führte zur sofortigen Identifizierung: Sie arbeitete in einem Einkaufszentrum an der Banthat Thong Road. Noch am selben Tag wurde sie fristlos entlassen.
Opfer zeigt Größe:
„Ich will nur eine Entschuldigung“
Trotz der massiven Provokation zeigte Madia am 30. August bei der Polizei in Hua Mark keine Anzeigebereitschaft. Statt strafrechtlicher Verfolgung verlangte sie lediglich eine öffentliche Entschuldigung an sich und die muslimische Gemeinschaft. „Sie tut mir leid. Morgen kann sie nicht mehr zur Arbeit gehen. Ich bin keine perfekte Person, aber ich lasse meine Emotionen nicht überhandnehmen“, erklärte die Muslimin mit bewundernswerter Gelassenheit.
Täterin blockt ab
Weitere Vorwürfe kommen ans Licht
Eine von der Polizei vermittelte Aussprache scheiterte, da Choosak nicht erschien und anschließend jeden Kontakt blockierte. Inzwischen meldeten sich weitere Opfer: Ein Motorradtaxi-Fahrer berichtete, Choosak habe eine Fahrt nach dessen Ankunft storniert, um stattdessen die preiswertere Bahn zu nutzen. Ein Thai-Boxer und ein Sicherheitsmann warfen ihr separate Vorfälle mit unangemessenem Verhalten vor.
Gesellschaftliche Debatte:
Toleranz versus Diskriminierung
Der Vorfall hat eine breite Diskussion über soziale Etikette und Toleranz in öffentlichen Räumen entfacht. Aktivisten fordern einen gesellschaftlichen Dialog über Respekt und Diskriminierung, insbesondere gegenüber Minderheiten. Die Hoffnung: eine inklusivere Gesellschaft, in der solche Vorfälle der Vergangenheit angehören.



