PHUKET – Die Neujahrsfeiern auf der Trauminsel endeten für vier Menschen tödlich. Die vorläufige Bilanz der „Sieben gefährlichen Tage“ zeigt ein erschreckendes Bild: Raserei, Alkohol und fehlende Helme kosten Leben.
So viele Menschen starben in den Feiertagen
Vom 30. Dezember bis zum 2. Januar registrierte das Unfallpräventionszentrum auf Phuket 39 Verkehrsunfälle. Bei diesen kamen vier Menschen ums Leben.
Zwei der Todesopfer starben im Bezirk Mueang Phuket, zwei weitere in Thalang. Der Bezirk Kathu, zu dem auch der Partytempel Patong gehört, blieb ohne tödliche Unfälle.
Der 1. Januar war mit drei Toten und 16 Unfällen der schlimmste Tag. Insgesamt wurden 43 Menschen verletzt.
Motorräder sind das größte Risiko
Die Zahlen sind alarmierend: In 38 von 39 Unfällen waren Motorräder beteiligt. Das entspricht einem Anteil von über 92 Prozent.
Nur ein einziger registrierter Unfall betraf ein Auto. Die meisten Kollisionen ereigneten sich auf Schnellstraßen, gefolgt von innerstädtischen Straßen.
Diese Statistik unterstreicht die extreme Gefahr für die vielen Moped-Touristen und Einheimischen auf zwei Rädern.
Hauptursachen: Rasen und Alkohol
Die Behörden machten zwei Hauptursachen aus: Überhöhte Geschwindigkeit war für 72 Prozent aller Unfälle verantwortlich.
Alkohol am Steuer verursachte weitere 26 Prozent der Crashs. Zudem wurde das Nicht-Tragen eines Helms als wesentlicher Risikofaktor genannt.
„Die Kombination aus Geschwindigkeit, Alkohol und Leichtsinn ist tödlich“, so ein Sicherheitsbeamter.
Die gefährlichsten Stunden der Nacht
Die Unfallstatistik zeigt einen klaren zeitlichen Schwerpunkt. Die meisten Unfälle passierten in den frühen Morgenstunden zwischen 0:01 und 3:00 Uhr.
Die zweithäufigste Unfallzeit war der morgendliche Berufsverkehr zwischen 6:01 und 9:00 Uhr. Beide Zeitfenster sind bekannt für Müdigkeit und Restalkohol.
Die am häufigsten verletzte Altersgruppe waren 25- bis 34-Jährige. Alle vier Todesopfer waren thailändische Staatsangehörige.
Polizei warnt und kontrolliert weiterhin scharf
Die Behörden riefen alle Fahrzeugführer eindringlich auf, sich strikt an die Verkehrsregeln zu halten. „Geschwindigkeitsbegrenzungen, Helmplicht und das Alkoholverbot sind keine Vorschläge“, heißt es in der Mitteilung.
Die intensive Überwachung mit Checkpoints und Kontrollen dauert noch bis Mitternacht des 5. Januar an. Die „Sieben gefährlichen Tage“ sind noch nicht vorbei.
2025 forderte der Verkehr auf Phuket insgesamt 114 Todesopfer und 27.502 Verletzte. Die aktuelle Bilanz droht, diese düstere Statistik fortzuschreiben.
Was Urlauber jetzt wissen müssen
Für Touristen auf der Insel ist höchste Vorsicht geboten. Mietroller sollten nur von erfahrenen und nüchternen Fahrern geführt werden.
Ein gültiger Führerschein und eine Kaskoversicherung sind unabdingbar. Immer einen Helm tragen – selbst für Kurzstrecken.
Die thailändischen Verkehrsregeln sind hart, aber ihre Einhaltung kann Leben retten. Der Traumurlaub darf nicht auf der Straße enden.
🗣 Warum wiederholt sich dieses Muster jedes Jahr?
Vier Tote, fast nur Motorräder, fast immer Tempo und Alkohol.
Trotz Kampagnen, Kontrollen und Warnungen ändern sich die Zahlen kaum.
Liegt das Problem bei der Durchsetzung der Regeln – oder bei der Akzeptanz in der Bevölkerung?
Und was muss passieren, damit Phuket nicht jedes Jahr dieselbe Bilanz zieht?



