BANGKOK – Die Vorfreude auf den Urlaub kann schnell in einem teuren Albtraum enden. Denn eine neue Welle von Betrügern hat es auf Reisende abgesehen. Sie locken mit gefälschten Visa-Terminen und angeblichen Express-Services – und sacken das Geld ein.
Offizielle Warnung vor gefährlichen Machenschaften
Der offizielle Visa-Dienstleister VFS Global hat jetzt eine dringende Warnung herausgegeben. In Thailand häufen sich Berichte über betrügerische Praktiken.
Simon Peachey, Chief Operating Officer des Unternehmens, warnt: „Die steigende Nachfrage nach Visa-Terminen führt zu mehr Betrugsversuchen.“
Gauner geben vor, Visa-Termine verkaufen zu können oder bieten gegen Vorauszahlung schnellere Bearbeitung an. Beides ist reine Abzocke!
So tricksen die Betrüger
Die Methoden der Kriminellen sind vielfältig. Sie versenden gefälschte Terminbestätigungen, die täuschend echt aussehen. Oder sie geben vor, direkte Kontakte zu Botschaften oder zu VFS Global zu haben.
Eine besonders dreiste Masche: Sie fordern Zahlungen auf private Bankkonten für angebliche „Priority“- oder „Express“-Dienste. VFS Global bietet solche Dienste ausdrücklich nicht an.
„Alle Visa-Entscheidungen liegen ausschließlich bei den jeweiligen Regierungen. Weder wir noch Dritte können das Ergebnis beeinflussen“, stellt Peachey klar.
Das müssen Reisende unbedingt beachten
Einen offiziellen Visum-Termin bucht man kostenlos und ausschließlich über die offizielle Website von VFS Global oder das Portal der jeweiligen Botschaft.
Seien Sie extrem misstrauisch bei Anrufen, E-Mails oder Social-Media-Nachrichten von unbekannten Absendern, die Visa-Dienste anbieten.
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Eine Zahlungsaufforderung an ein Privatkonto ist immer ein sicheres Alarmsignal für Betrug. Echte Gebühren werden immer über offizielle Kanäle abgewickelt.
So können Sie Betrug melden
VFS Global überwacht aktiv verdächtige Aktivitäten und gefälschte Websites. Opfer oder Zeugen von Betrugsversuchen können Vorfallsdetails über einen offiziellen Meldekanal an das Unternehmen übermitteln.
In bestätigten Fällen rät VFS, den Vorfall auch bei der thailändischen Polizei anzuzeigen. Nur so können die Täter verfolgt werden.
Trotz weniger Fälle im Vergleich zu großen Märkten wie Indien: Vorsicht ist in Thailand dringend geboten!
Planen Sie frühzeitig – und nur über offizielle Wege
Der beste Schutz ist eine gute Vorbereitung. Viele Länder erlauben die Visum-Beantragung bereits bis zu 180 Tage vor der geplanten Abreise.
Nutzen Sie diese Zeit, falls Sie ein Visum für Ihre thailändische Begleitung beantragen möchten, und buchen Sie Termine nur über vfsglobal.com oder die Website der jeweiligen Botschaft. VFS betreibt 38 Zentren in Bangkok, Chiang Mai und Phuket.
Alle persönlichen Daten werden ausschließlich für die Visum-Bearbeitung genutzt und nach Abschluss des Verfahrens gelöscht.
Hintergrund: Auch USA verschärfen die Regeln
Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der internationale Reisebestimmungen strenger werden. Die USA haben diesen Monat die Verarbeitung von Einwanderungsvisa für Thailand und 74 weitere Länder vorübergehend ausgesetzt.
Dies unterstreicht, wie wichtig korrekte und rechtzeitige Anträge sind. Verlassen Sie sich niemals auf windige Vermittler – sie kosten Sie nur Geld und vielleicht Ihre Reise.
Eine einfache Regel zum Schluss
Merken Sie sich für eine sorgenfreie Reiseplanung eine goldene Regel: Ein echter Visa-Termin kostet niemals Geld im Voraus und wird nie über Social Media verkauft.
Gehen Sie auf Nummer sicher, informieren Sie sich auf den offiziellen Seiten und schützen Sie so Ihren Traumurlaub vor dreisten Betrügern.
🗣 Wenn Hoffnung zur Währung der Betrüger wird
Reisen beginnt heute oft nicht am Flughafen, sondern im Browser. Und genau dort schlagen sie zu.
Wer Angst hat, keinen Termin zu bekommen, zahlt schneller. Wer träumt, fragt weniger.
Sind diese Maschen nur Begleiterscheinung des Reisebooms – oder ein Zeichen, dass digitale Kriminalität den Tourismus längst systematisch ausnutzt?
Und ganz ehrlich: Würdest du merken, wenn du gerade betrogen wirst?


