Visapause trifft Thailand – Regierung fordert Antworten

Visapause trifft Thailand – Regierung fordert Antworten
Ministry of Foreign Affairs of Thailand
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BANGKOK – Ein diplomatischer Eklat erschüttert die Beziehungen. Die USA haben überraschend die Einwanderer-Visa für Thailänder gestoppt. Außenminister Sihasak Phuangketkeow ließ den US-Diplomaten einbestellen – und ließ seinem Ärger freien Lauf.

Thailand auf umstrittener US-Sperrliste

Das US-Außenministerium hat eine Liste mit 75 Ländern veröffentlicht, für die die Bearbeitung von Einwanderer-Visas vorerst ausgesetzt wird. Thailand ist darauf.

Betroffen sind Anträge auf dauerhafte Aufenthalte oder Staatsbürgerschaft. Touristen-, Studenten- und Geschäftsvisa sind NICHT betroffen. Dennoch: Der symbolische Schlag sitzt tief.

„Warum wird Thailand, ein langjähriger Verbündeter, in einen Topf mit allen geworfen?“, wetterte Minister Sihasak. Er forderte eine sofortige Klarstellung.

Sihasak konfrontiert US-Diplomaten persönlich

Der Außenminister bestellte den geschäftsführenden US-Botschafter in Thailand ein. In dem Gespräch herrschte dicke Luft.

Der US-Diplomat hatte wenig Konkretes zu bieten. Er gab zu, noch keine detaillierten Anweisungen aus Washington erhalten zu haben.

Die Begründung der USA: Viele Antragsteller aus bestimmten Ländern würden zu sehr von US-Sozialhilfen abhängig und belasteten die Staatskasse.

Thailand fühlt sich ungerecht behandelt

Sihasak ließ in der Konfrontation kein gutes Haar an der US-Entscheidung. Eine Pauschalierung von 75 Ländern sei unfair und undifferenziert.

„Die meisten Thailänder in den USA arbeiten legal, oft in Restaurants und kleinen Betrieben. Sie tragen zur Wirtschaft bei“, argumentierte der Minister.

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Er wies auch auf thailändische Firmen hin, die in den USA investieren und Zehntausende Jobs für Amerikaner schaffen.

Passt das zur angekündigten Partnerschaft?

Der Minister zeigte sich verwirrt über die US-Politik. Erst kürzlich betonte ein US-Staatssekretär in Bangkok die Stärkung der Partnerschaft.

Jetzt dieser Schritt. „Spiegelt diese Visapolitik wirklich die engen wirtschaftlichen Beziehungen wider?“, fragte Sihasak provokant.

Die Entscheidung berühre die nationale Würde Thailands. Die thailändische Öffentlichkeit erwarte klare Antworten.

Was die US-Maßnahme wirklich bedeutet

Experten deuten den Schritt als innenpolitisches Manöver der USA. Es geht um Einsparungen und die Beruhigung der eigenen Wähler.

Für thailändische Bürger, die langfristig in die USA ziehen wollen, bedeutet es jedoch Unsicherheit und lange Wartezeiten.

Die thailändische Regierung wird den Druck aufrechterhalten. Man will verhindern, als Problemfall abgestempelt zu werden.

Nebenentwicklung: Thailand mahnt USA zu Venezuela-Maßhalten

In einer weiteren Stellungnahme zeigte Thailand diplomatisches Geschick. Das Außenministerium rief die USA und Venezuela zu Besonnenheit auf.

Die Botschaft ist klar: Thailand mischt sich nicht ein, aber es beobachtet die Weltpolitik genau. Nach dem Visa-Schock will man Stärke demonstrieren.

Der Eklat zeigt: Selbst enge Verbündete sind vor überraschenden Maßnahmen Washingtons nicht sicher.

🗣 Wenn Visa plötzlich politisch werden

Eine Pausierung der Green Card-Bearbeitung für 75 Staaten, darunter Thailand, hat die Regierung hier auf den Plan gerufen. Die USA sagen, es gehe um eine Überprüfung des Systems und um Sorge vor Belastung öffentlicher Leistungen – nicht um einen dauerhaften Bann.

Ist dieser Schritt eine legitime Maßnahme zur Reform eines überlasteten Immigrationssystems – oder ein politisches Signal mit Nebenwirkungen für bilaterale Beziehungen?
Schreib deine Sicht: Verständnis für striktere Kontrollen – oder Beweis für politische Schikane?

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Quelle: The Thaiger

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