Visum-Verlängerung: Wer blickt durch?

Visum-Verlängerung: Wer blickt durch?
KI-generierte Illustration, erstellt von Google Gemini

Sehr geehrte Redaktion, liebe Mitleser,

ich wende mich heute mit einer gewissen Unruhe an Sie und die erfahrenen Expats in Ihrer Leserschaft, da ich kurz vor meiner jährlichen Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung für Rentner stehe und im Internet auf eine Vielzahl widersprüchlicher Informationen stoße.

Es wäre für mich und sicherlich viele andere Neulinge in Thailand eine große Hilfe, wenn hier einmal Klarheit geschaffen werden könnte, was bei der „Extension of Stay based on Retirement“ tatsächlich gefordert wird.

Speziell beim Thema der finanziellen Nachweise herrscht bei mir große Verwirrung, denn ich lese immer wieder von strengen Fristen bezüglich des Bankguthabens von 800.000 Baht. Ist es tatsächlich so, dass dieser Betrag zwingend volle zwei Monate vor dem Antragstermin auf dem Konto ruhen muss, ohne dass er auch nur für einen Tag unter diese Grenze fällt? Ich habe Sorge, dass eine kleine Schwankung hier bereits zur Ablehnung führen könnte.

Noch viel dringender ist für mich jedoch die Frage, wie es sich nach der erfolgreichen Verlängerung verhält, da man hierzu die unterschiedlichsten Meinungen hört. Stimmt die Information, dass das Geld auch nach Erhalt des Stempels für weitere drei Monate unangetastet auf dem Konto bleiben muss?

Ich frage mich, wie streng dies bei der nächsten Verlängerung im Folgejahr kontrolliert wird und ob die Beamten wirklich Seite für Seite im Bankbuch nachrechnen, ob das Guthaben in diesem Zeitraum jemals unter die 800.000 Baht gefallen ist.

Man liest sogar, dass man den Betrag erst danach auf 400.000 Baht reduzieren darf, aber niemals ganz abheben sollte. Sind diese Regeln landesweit einheitlich oder hängt das vom jeweiligen Beamten ab?

Ein weiterer Punkt, der mir Kopfzerbrechen bereitet, ist der Ablauf am Tag der Antragstellung selbst, insbesondere was die Aktualität der Bankdokumente angeht. Muss das Bankbuch zwingend am selben Tag aktualisiert werden, an dem ich bei der Immigration vorspreche, oder reicht auch eine Aktualisierung vom Vortag?

Dies scheint mir logistisch schwierig, wenn man schon früh morgens einen Termin hat und die Bankfilialen in den Einkaufszentren erst später öffnen. Auch beim offiziellen Bankbrief bin ich unsicher, ob ein Dokument, das vielleicht zwei oder drei Tage alt ist, noch akzeptiert wird, oder ob ich Gefahr laufe, weggeschickt zu werden, wenn das Datum nicht brandaktuell ist. Haben andere Leser hier Erfahrungen gemacht, dass bestimmte Büros wie Jomtien oder Bangkok hier unterschiedliche Maßstäbe ansetzen?

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Zudem frage ich mich, wie penibel die Vorbereitung der restlichen Unterlagen sein muss, um nicht negativ aufzufallen. Wird wirklich erwartet, dass ich jede einzelne Seite meines Passes kopiere, inklusive aller leeren Seiten oder nur die mit Stempeln?

Und wie verhält es sich mit der TM30-Wohnsitzmeldung? Ich habe meinen Wohnort seit der letzten Meldung nicht gewechselt, muss ich dennoch erneut einen aktuellen Beleg vorlegen oder ist das System mittlerweile so vernetzt, dass die alte Meldung noch gültig ist?

Ich möchte ungern wegen eines fehlenden Zettels eine Strafgebühr zahlen müssen. Auch frage ich mich, ob es ungeschriebene Gesetze bezüglich der Kleidung gibt, da ich oft sehe, dass Ausländer in sehr legerer Urlaubskleidung erscheinen, ich aber gehört habe, dass lange Hosen und ein Hemd den Prozess beschleunigen könnten.

Abschließend würde mich interessieren, ob man sich auf die Aussagen in Foren verlassen kann, die besagen, dass jedes Immigration-Büro seine eigenen Regeln macht. Ist es wirklich so, dass das, was in Chiang Mai gilt, in Hua Hin ganz anders gehandhabt wird?

Ich wäre sehr dankbar, wenn erfahrene Langzeit-Expats ihre aktuellen Erlebnisse teilen könnten, damit ich weiß, worauf ich mich wirklich einstellen muss und welche Fallstricke ich unbedingt vermeiden sollte.

Mit fragenden Grüßen,

Ein verunsicherter Neuling

Anmerkung der Redaktion:

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7 Kommentare zu „Visum-Verlängerung: Wer blickt durch?

  1. Wo ist das Problem? Geh hin und frag. Die haben mir geduldig alles erklärt. 3 Mo vor, 2 Mo nachher. Aktualisierung des Bankbuchs am gleichen Tag plus 1 Einzahlung von 1.000 B. Dann Kopien machen. Bank Letter vom Vortag war ok.
    Aber jede Immi kann eigene Vorschriften haben. Also – Direktkontakt aufnehmen. Wenn Du es nicht machst, musst Du eventuell noch mal hin mit den aktualisierten Unterlagen. Ist also gehoppt wie gesprungen.

    1. ….3 Mo vor, 2 Mo nachher….
      da hast du dich wohl etwas verschrieben?
      bei erstantrag ist es genau umgekehrt und beim folgeantrag sind es jeweils 3 monate
      ansonsten kann ich nur zustimmen: direkt zur immigration gehen und genau nachfragen und es dann auch genau so machen – dann gibt es keinerlei probleme – bzw. sollte es nicht geben🤔 wichtig ist auch noch auf dem antragsformular deine telefonnummer zu schreiben. es ist zwar kein feld dafür vorhanden aber die beamten wollen die nummer haben. ich mache das immer erst wenn ich dazu am schalter aufgefordert werde, denn in dem „merkzettel“ den man erhält wenn man nachfragt, steht darüber nichts
      und richtig, jede immigration kocht ihr eigenes süppchen, und leider gibt es auch in jeder immigration zu viele köche die es etwas anders machen. 🤔
      wichtig daher: immer nett und freundlich und mit guten und richtigen argumenten kann man auch einen immigrationbeamten überzeugen

  2. Empfehlungen über den Ablauf eines – Extension of Stay based on Retirement – wären kontraproduktiv resp. nicht hilfreich, so gesehen jede/r Provinzfürst/in auf den jeweiligen Immigrationen ihr / sein eigenes Süppchen kocht. Solange jede/r Beamte / Beamtin mit derartig großzügigen Ermessensspielräume ausgestattet, die einschl. Gesetzte und Vorschriften nach seinem Gutdünken auszulegen – sind hier keine Änderungen zu erwarten. Es ist zwar möglich seine eigenen Erfahrungswerte hier zu Posten – die sämtlich aber wie schon angedeutet explizit nicht deckungsgleich sein müssen.

    Selbst bei der Verlängerung eines popeligen – NON-O – Family – welches ich (verheiratet mit einer Thai) sporadisch seit nunmehr über 10 Jahren auf der Immi in Korat praktiziere, sind die Abläufe bedingt auch durch den Personalwechsel, nicht immer analog.

  3. Also die 800.000.- muessen mindestens 6 Monate vor dem Visaantrag dort auf der Bank sein.Fuers Visa braucht man ja am Tag des Antrages die Bankbestaetigung mit 6 Monatigem auszug!Kostet 200 Baht und ist ein Muss! Das Geld sollte auch 3 Monate nach dem Visabezug noch auf der Bank sein!Frueher wurde das kontroliert!Heute???Eher nicht! Brauche nie laenger als eine halbe Stunde fuers Visa,hier in Uttaradit

  4. über das Guthaben wurde ja schon berichtet. Offen ist die Frage betreffend Kopien vom Pass…
    Jede Seite mit Stempel muss kopiert und unterschrieben sein.
    Zum TM30… Wenn du eine Notifation of Stay hast, einfach kopieren. In Chiang Rai ist das ok.

  5. ….Also die 800.000.- muessen mindestens 6 Monate vor dem Visaantrag….
    falsch ! ! !
    da kannst doch sicherlich richtig lesen? und das gelesene auch verstehen?
    bei erstantarg 2 maonte vorher und 3 monate nachher
    bei folgentrag 3 montae vorher und 3 monate nachher

  6. Leute, Ihr seid Rentner und hattet ein ganzes Arbeitsleben Zeit um ca. 22.000 € zu sparen und sie hier dauerhaft zu deponieren. Der Zinsverlust bei diesem Betrag ist vernachlässigbar. Für’s Trading ist der Betrag zu niedrig. Also, einmal einzahlen und drauflassen. Dann gibt es keine Ermessensspielräume mehr. Ok, dann kommen noch die formalen Anforderungen die leider ebenfalls von Immi zu Immi variieren können. Das ist dann mit eine bißchen Laufarbeit verbunden. Kopien ziehen, Bankbrief gegebenenfalls ändern, eine Unterschrift hier und da. Und fertig. Ja, es ist nervig. Aber machbar.

Kommentare sind geschlossen.