BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Regierung überprüft die visumfreie Einreise und will den Aufenthalt für Bürger aus 93 Ländern grundsätzlich von 60 auf 30 Tage verkürzen. Ziel ist es laut Behörden, Missbrauch zu begrenzen und gleichzeitig die Attraktivität des Landes als Reiseziel zu erhalten.
Was sich ändern soll – und wen es trifft
In den zuständigen Gremien ist eine Verkürzung der visumfreien Aufenthaltsdauer von 60 auf 30 Tage bereits grundsätzlich vereinbart worden.
Betroffen wären Reisende aus 93 Ländern und Territorien, darunter wichtige Märkte wie die USA, das Vereinigte Königreich, Staaten der EU und Australien.
Warum die 60 Tage überhaupt eingeführt wurden
Die 60-Tage-Regel war im Juli 2024 unter dem damaligen Premier Srettha Thavisin eingeführt worden und verdoppelte die frühere Grenze von 30 Tagen.
Damit wollte Thailand nach der Pandemie Tourismus, kurze Geschäftsreisen sowie Meetings und Veranstaltungen erleichtern, ohne dass vorab ein Visum beantragt werden muss.
Missbrauch: Illegaler Job, Scheinfirmen, Kriminalität
Anfang Februar 2026 nahm das thailändische Kabinett einen Bericht des Außenministeriums zur Kenntnis, der Probleme mit angeblichen „Touristen“ beschreibt.
Genannt wurden unter anderem illegale Arbeit, unerlaubte Geschäfte sowie die Nutzung Thailands als Transitpunkt für Straftaten in Nachbarländern, mit Folgen für lokale Wirtschaft, Sicherheit und das internationale Ansehen.
Außenminister sieht 60 Tage als zu lang
Außenminister Sihasak Phuangketkeow erklärte öffentlich, die 60 Tage seien „für die meisten Touristen zu lang“.
Er verwies darauf, dass der durchschnittliche Aufenthalt eher um 15 Tage liege, und bestätigte eine Überprüfung durch ein neues Visa-Politik-Komitee mit Außenministerium, Tourismus- und Sportministerium sowie der Immigration Bureau.
Tourismusministerium stützt die Kürzung
Auch das Ministerium für Tourismus und Sport unterstützt die Reduzierung und argumentiert, echte Urlauber bräuchten die vollen 60 Tage in der Regel nicht.
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Zugleich soll die bekannte Option bleiben, den Aufenthalt bei einer Einwanderungsbehörde gegen Gebühr um 30 Tage zu verlängern, sodass weiterhin bis zu 60 Tage möglich wären.
Zeitplan unklar – Vorerst weiter 60 Tage am Schalter
Stand Mitte März 2026 gibt es zwar eine grundsätzliche Zustimmung in den zuständigen Komitees, aber noch keine endgültige Entscheidung und kein Startdatum.
Reisende aus den 93 berechtigten Ländern erhalten daher weiterhin 60-Tage-Stempel bei der Einreise, Behörden empfehlen aber, vor Reiseplanung offizielle Updates zu prüfen.
Neue Regierung, schnelle Entscheidung möglich
Mit der offiziellen Wiederwahl von Premierminister Anutin Charnvirakul am 20. März dürfte die Visa-Frage zu den ersten Themen gehören, die sein neu entstehendes Kabinett aufgreift.
Die Prüfung ist Teil einer breiteren Linie, die Visa-Regeln nach der Pandemie so nachzuschärfen, dass Einnahmen durch Tourismus gesichert werden, ohne Sicherheitslücken offen zu lassen.
Deine Meinung
Ist die Rückkehr zu 30 Tagen eine sinnvolle Maßnahme gegen Missbrauch, oder schadet sie dem Tourismus und langen Aufenthalten von Gästen aus Europa?
Welche Erfahrungen gibt es mit der aktuellen 60-Tage-Regel und den Verlängerungen bei der Immigration – gerne in den Kommentaren teilen.



Wenn die thailändische Regierung glaubt damit Ausländerkriminalität besser in den Griff zu kriegen und auf Minderheiten von Langzeittouristen wie z.B. Überwinterer größtenteils verzichten zu können, dann sollen die das ruhig machen. Werden ja sehen was passiert, wenn die intern. Touristenzahlen mit den 2 Wochen Aufenthalten direkt oder indirekt dank des Netatrumpischen Irak Krieges massiv einbrechen werden. Dann wären sie vielleicht froh wenn sie die verschreckten Langzeittouristen noch hätten. Vielleicht wäre es ja auch mal eine Idee gewesen, die Datenbanken der Immigration mit den internationalen Suchmeldungen wie z.B. den Red Notice von Interpol abzugleichen um diese verdächtige Ausländer proaktiv aus dem Land zu schaffen.
Aber wer bin ich schon um über den hohen Tellerrand hinauszublicken?
Ja, die Rückkehr zu der 30 Tage visafreien Einreiseregelung nach Thailand ist absolut richtig und überfällig. Und ich sehe bezüglich bestimmter Nationalitäten noch Nachbesserungsbedarf! Seien wir doch mal ehrlich: Mit der Verlängerung ist der Massentourismus geradezu explodiert! Es kamen viel zu Viele und dazu auch noch die Falschen! Hoffen wir nur, dass sich das nun bald wieder ändert…!!! 🙏🙏🙏
Um mal von hinten nach vorne zu beantworten. Wer „falsch“ oder „richtig“ sei, ist schon mal ein sehr subjektives Merkmal. Rein hypothetisch, wer falsch oder richtig in diesem Land als Ausländer lebt oder urlaubt würde ich unter Garantie völlig anders beurteilen. Daneben mag es ja so sein, dass einem das Gefühl sagt die 60+30 visumfreie Einreise hätte den Massentourismus „geradezu explodieren“ lassen. Vorsichtig ausgedrückt, dieses Gefühl trügt und zwar komplett! Vor Corona 2019, also noch zu 30+30 visumfrei, waren es knapp 40 Mio ausländische Einreisen. Nach Corona 2024 waren es gute 35 Millionen und das obwohl ab Juli 2024 60+30 visumfrei. Im Jahr 2025 waren es dagegen nur noch knapp 33 Mio. In den ersten Monaten dieses Jahres, noch ohne Auswirkungen des Netatrumpischen Iran Krieges sind die internationalen Einreisen nochmals um 7% zurückgegangen. Ergo, die Behauptung die 60+30 Lösung hätte den intern. Tourismus explodieren lassen ist absurd!
Ähnlich könnte das Gefühl zu „bestimmten Nationalitäten“ trügen. Würde man die auffällig gewordenen Personenzahlen nach Nationen mit der Anzahl der Ankünfte ins Verhältnis stellen, dann würde man vermutlich bei egal welcher Nation in irgendeinem niedrigsten, kaum zu unterscheidenden Promillebereich landen. Beispiel: 2025 sind rund fünfmal so viele Chinesen wie Deutsche in Thailand eingereist. Inder waren es gut 2 ½-mal so viele. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer legen wollen, dass es bei diesen Vergleichen markante Unterschiede an Overstayern, sonstigen illegalen Tätigkeiten und/oder Schwerkriminellen gibt. Nur weil was medial anders wahrgenommen wird, muss das noch lange kein objektiver Maßstab sein, sondern deutet m.E. allein auf massive rassistische Vorurteile hin. Man mag das wahrgenommene Verhalten anderer Nationen mögen oder auch nicht. Nur das wird denen mit uns ggf. ganz genauso ergehen. Und vermutlich sind auch dort genügend darunter die diesbezüglich einen „Nachbesserungsbedarf“ sehen damit die „Falschen“ ferngehalten werden
Na ja, manch Einer fühlt sich halt im Massentourismus von Pattaya, Phuket, Koh Samui und Co wohl. ICH gehöre jedenfalls NICHT dazu… 😡
Ob es schadet wird sich zeigen, es hilft auf allen Fällen dem Tourismus in Vietnam, Kambodscha und Laos! In Zeiten erhöhter Preise für Flugtickets und unsicherer Reiserouten macht es sicher Sinn die Langzeit Reisenden die nur über den Winter kommen wollen zu vergraulen! Aber dann sollte wenigstens Rechtssicherheit herrschen, nicht das man so wie jetzt gleich unter Generalverdacht gestellt wird!
Wenn ich den Aufwand für den An- oder Abflug berücksichtigte…. Mit Anreise zum Flughafen für das Erscheinen 3 Stunden vor Abflug, die 2 Stunden zum umsteigen, der Weg von Bangkok zur Unterkunft….
Sind über 24 Stunden pro Richtung. Glaubt wirklich jemand, ich treibe den Aufwand für 14 Tage Thailand Luft?
Vielleicht für eine Beerdigung um rechtzeitig im Wat zu erscheinen, aber zum Vergnügen? Nein Danke, für den Stress bin ich zu alt.
Wenn das so weitergeht und irgendwelche alten Männer sich weiterhin bekriegen in der Welt.. dann kommt eh bald keiner mehr. Von daher ist egal ob 30 oder 60 Tage Visafrei…
Man kann doch ganz einfach visafrei in Südostasien überwintern! Es muss ja nicht NUR Thailand sein…
Absolut richtig! Nur der spießige DACH-ler kann sich ein Länderhopping nicht vorstellen. Man bleibt ja auch immer bei derselben Biersorte in derselben Kneipe, trägt immer dieselben Spießerklamotten (kurze Hose, Sandalen, Tennissocken und Kammerpott auf der Birne, damit nicht auch noch die letzten Gehirnzellen austrocknen), futtert selbst in Asien immer dieselben kulinarischen „Spezialitäten“(Currywurst, Jägerschnitzel, Schweinshaxe ….), geht immer in dasselbe Hotel, labert immer denselben Stuss …… Also, weshalb sollte man dann nicht immer an denselben Ort reisen, sondern bei den Urlaubsorten flexibel sein? :-)
Auf den Punkt gebracht… 🎯
Warum nicht andere Länder… Ich habe hier Familie, Hausbuch, usw..
Von 60 Tagen Aufenthalt bin ich vielleicht an 6 Tagen ein paar Stunden in Pattaya. Was soll ich da?
Naja , in den Jahren von 1960 bis 1970 hätte das wohl als spießig gegolten.
Gleichermaßen gilt das auch noch 2026…
Es ist immer wieder erstaunlich, welche Daten die Immigration erhebt und offenbar für Entscheidungen, bei denen die Daten von Belang sein könnten, dann nicht berücksichtigt werden. Wofür wollen die so viele Informationen bei Einreise haben und sie speichern, auf das die früheren Papierkarten irgendwann verschimmeln und die Dateien irgendwann wegen fehlerhafter Festplatten und fehlender Backups auch weg sind, wenn diese Daten für nix genutzt werden?!
Es wird mal wieder nach der Rasenmäher-Methode vorgegangen. War diese Methode jemals für irgendetwas gut? Warum werden die vorhandenen Daten der Menschen, die mit Visa-on-Arrival einreisten, nicht genutzt? Wer aus welchem Staat in welcher Altersklasse ist wegen was unangenehm aufgefallen? Und wenn es sich dann zeigt, dass die Bewohner von Lummerland überdurchschnittlich häufig unangenehm aufgefallen sind, weil Ordnungswidrigkeiten oder Straftaten begangen wurden und welche davon (für eventuelle Gewichtung), dann kann eine aufenthaltsrechtliche Entscheidung auf der Basis dieser Daten erfolgen, die dann lautet: alle Lummerländer nur noch 30 oder gar 15 Tage. Und wenn dagegen die Bewohner der Insel Titiwu besonders unauffällig sind, dann sollte diese eben auch 60 Tage bleiben dürfen. Und wie wird wohl entschieden: 1. Gehirn abschalten, 2. Augen schließen, 3. alles über einen Kamm scheren; egal ob aus Lummerland oder von Titiwu. Eben Thailand (*Augen rollend)! ;-)
Auch ich habe schon mehr als einmal darüber nachgedacht, mir ein anderes Urlaubsland zu suchen. In Vietnam war ich schon einmal (Saigon, Vung Tau, Mekong-Delta) und werde zumindest teilweise wieder hinfliegen. Und je unangenehmer die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen in Thailand, desto wahrscheinlicher, dass ich zukünftig eben zwei Hausnummern weiterfliege.
Ziel der Verkürzung des Visas von 60 Tage auf 30 Tage ist es laut Behörden, Missbrauch zu begrenzen und gleichzeitig die Attraktivität des Landes als Reiseziel zu erhalten.
Nun ja die Attraktivität von Thailand ist doch eher im freien Fall. Man kommt sich als normaler Tourist einfach nur noch veralbert vor. Das sind doch gefühlte willkürliche Schikanen und Böswilligkeit gegen deutsche Urlauber. Wieso in aller Welt wird man kriminell wenn man mehr als 30 Tage Urlaub macht? Es geht ganz klar gegen deutsche Rentner, die einfach nur entspannt in Thailand überwintern wollen. Aber Buddha sei Dank gibt es freundlichere Nachbarländer von Thailand. Die Verkürzung des Touristen-Visa auf 30 Tage ist keine Werbung für Thailand. Ganz im Gegenteil. Es wird dem Image von Thailand sehr schaden.
Es geht ums Geld. Dann kann man schon nach den ersten 30 Tage schon mal eine Verlängerungsgebühr abkassieren.
Oder sehe ich das verkehrt?