Vorfall am Pattaya Beach: Streit um Bezahlung endet ohne Anzeige

Zwei Transgender-Frauen verfolgten am frühen Morgen einen indischen Touristen an der Beach Road in Pattaya und forderten Bezahlung für eine angebliche Begleitung. Ein Stadtbeamter vermittelte, der Tourist zahlte jeweils 1.000 Baht.

Vorfall am Pattaya Beach: Streit um Bezahlung endet ohne Anzeige
The Pattaya News
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PATTAYA, THAILAND – Gegen 5 Uhr morgens kam es nahe Soi 13/4 an der Pattaya Beach Road zu einem öffentlichen Streitvorfall, als zwei Transgender-Frauen einen indischen Touristen wegen angeblich ausstehender Bezahlung zur Rede stellten. Ein Stadtbeamter schlichtete die Situation, bevor es zu einer formalen Beschwerde kam.

Vorfall in den frühen Morgenstunden

Der Zwischenfall ereignete sich laut Augenzeugen gegen 5.06 Uhr nahe Soi 13/4 an der Beach Road. Zwei Frauen liefen einem ausländischen Besucher nach und riefen ihn lautstark an, was Passanten aufmerksam werden ließ.

Zeugen berichteten, die beiden hätten dem Mann vorgeworfen, nach angeblichen sexuellen Dienstleistungen nicht zahlen zu wollen. Beide Frauen waren unbekleidet, was das öffentliche Aufsehen verstärkte.

Einschüchterungsversuch und Forderung

Nach Aussagen von Anwesenden forderten die beiden Frauen den Touristen lautstark zur Zahlung auf und verhinderten, dass er die Situation verlassen konnte. Mehrere Schaulustige filmten Teile des Vorfalls.

Die Situation zog rasch Zuschauer an. Einige befürchteten, der Konflikt könne eskalieren, weshalb sie die Szene dokumentierten.

Stadtbeamter Anuchart Kotmad greift ein

Der Pattaya-Stadtbeamte Anuchart Kotmad (59) bemerkte die Situation und stellte sich zwischen die Beteiligten. Er schilderte später, der Tourist habe angegeben, er sei belästigt worden, während die Frauen eine ausstehende Bezahlung für Begleitung geltend machten, die zuvor in einem nahen Hotel stattgefunden haben soll.

Um die Lage zu deeskalieren, beschaffte Kotmad bei nahegelegenen Händlern Handtücher, mit denen er die Frauen bedeckte, bevor das Gespräch weiterging.

Einigung ohne Polizeibeteiligung

Mit Unterstützung weiterer Anwesender einigten sich alle Beteiligten auf eine Zahlung von 1.000 Baht pro Person durch den Touristen. Danach trennten sie sich, ohne dass die Situation weiter eskalierte.

Weder der Tourist noch die beiden Frauen stellten im Anschluss eine Polizeibeschwerde. Der Vorfall endete damit ohne formale rechtliche Schritte.

Rechtliche Fragen bleiben offen

Unklar blieb, ob die Behörden nachträglich Verfahren wegen öffentlicher Erregung oder im Zusammenhang mit Prostitution prüfen. Beides ist in Thailand gesetzlich verboten, wird aber im Alltag unterschiedlich konsequent verfolgt.

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ZUM ANGEBOT

Der Vorfall liegt in einem rechtlich unklaren Bereich: Eine Zahlung, die ohne Polizeibeteiligung ausgehandelt wurde, schließt spätere Ermittlungen nicht grundsätzlich aus.

Reaktionen und Auswirkungen auf das Stadtbild

Lokale Stimmen warnten, dass Vorfälle dieser Art in einer der meistbesuchten Touristenzonen Pattayas dem Ruf der Stadt als sicheres Reiseziel schaden können. Szenen, die in sozialen Medien verbreitet werden, erhöhen den Druck auf Behörden und Gewerbetreibende entlang der Beach Road.

Stadtbeamte und Polizei stehen regelmäßig vor der Herausforderung, das Gleichgewicht zwischen Strafverfolgung und dem Schutz des touristischen Umfelds zu wahren, das für Pattayas Wirtschaft zentral ist.

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Quelle: Thje Pattaya News

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