CHIANG MAI, THAILAND â WeitlĂ€ufige WaldbrĂ€nde im Norden des Landes haben in mehreren Provinzen die LuftqualitĂ€t massiv verschlechtert und belasten die Bevölkerung mit PM2,5-Werten deutlich ĂŒber dem Sicherheitsgrenzwert von 37,5 Mikrogramm.
Feuerfronten im Norden
In der Provinz Chiang Mai sind zwischen 1. Januar und 16. Februar insgesamt 180 Brandherde registriert worden, besonders konzentriert in acht sĂŒdlichen Bezirken mit dichter Wald- und Berglandschaft.
Echtzeitaufnahmen einer Drohne zeigten etwa im Gebiet Ban Sahakorn im Bezirk Mae On eine durchgehende Feuerlinie, die sich ĂŒber rund 4,8 Hektar erstreckte und das AusmaĂ der zerstörten FlĂ€che verdeutlichte.
Schwierige Löschbedingungen in Bergregionen
Im Bezirk Mae Tha in der Provinz Lamphun wurden BrĂ€nde in hochgelegenen Bergzonen festgestellt, was den Zugang fĂŒr die Feuerwehr erheblich erschwerte und konventionelle Löscharbeiten nur eingeschrĂ€nkt möglich machte.
Als VorsichtsmaĂnahme legten EinsatzkrĂ€fte dort Schneisen als Brandschutzlinien an, um ein Ăbergreifen der Flammen auf angrenzende Waldgebiete und Siedlungen zu verhindern.
Hohe Rauchbelastung und mutmaĂliche Brandstiftung
In der Provinz Mae Hong Son wurden in den Bezirken Muang und Pai nach offiziellen Angaben rund 16 Hektar Wald zerstört, was die ohnehin angespannte Feinstaubsituation zusÀtzlich verschÀrfte.
Behördenvertreter machten Dorfbewohner verantwortlich, die demnach Feuer absichtlich gelegt haben sollen, um die Jagd zu erleichtern oder besser an Waldprodukte zu gelangen, was in der Region seit langem ein sensibles Thema ist.
EinsatzkrĂ€fte und landesweite Ăberwachung
Mehrere hundert Feuerwehrleute und Freiwillige sind mit schwerem GerÀt, Hubschraubern und Drohnen im Einsatz, wobei hohe Temperaturen und Trockenheit die BrÀnde immer wieder anfachen und die Lage dynamisch halten.
Um in der Trockenzeit schneller reagieren zu können, ordnete das Ministerium fĂŒr Naturressourcen und Umwelt die Einrichtung von Brandwachen-Zentren im ganzen Land an, die potenzielle Brandherde per Satellitenbildern und Drohnen systematisch ĂŒberwachen und frĂŒhzeitig Alarm schlagen sollen.
đ«ïž Jedes Jahr dieselbe Krise
Steigende Smogwerte, zerstörte WÀlder und gefÀhrdete Gesundheit: Die Feuer scheinen zur traurigen Routine zu werden. Besonders brisant ist der Verdacht auf menschliche Ursachen.
Braucht es endlich hĂ€rtere Strafen und Kontrollen â oder liegen die Probleme tiefer?
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„Warum Behörden jetzt besonders wachsam sind…“
Wachsamkeit ist gut, so können Behörden die PM2,5 Partikel wÀhrend des Feuers besser beobachten, indessen sich die Löschmannschaften abrackern.