BANGKOK, THAILAND – Ein einflussreicher Senator warnt vor einer drohenden Finanzkrise im staatlichen Gesundheitssystem, weil Krankenhäuser seit Ende vergangenen Jahres auf Milliardenbeträgen an Erstattungen warten. Insbesondere Kliniken mit vielen Patientinnen und Patienten sowie Häuser in ländlichen Regionen sehen ihre Versorgung gefährdet.
Wachsende Schulden unter dem 30-Baht-Programm
Der Senator Veerapun Suvannamai, Mitglied des Senatsausschusses für öffentliche Gesundheit, erklärte, dass Krankenhäuser im ganzen Land seit Ende des vergangenen Jahres keine vollständigen Rückzahlungen für Behandlungen im Rahmen des Programms „30-Baht-Behandlung überall“ erhalten hätten.
Unter dem punktbasierten Erstattungssystem der National Health Security Office (NHSO) fließt vielerorts weniger Geld zurück, als die tatsächliche Behandlung kostet, sodass Häuser zunehmend ihre eigenen Instandhaltungs- und Rücklagenfonds anzapfen müssen.
Milliardenlöcher und Belastungsschub
Einige Einrichtungen, darunter Krankenhäuser in der Provinz Khon Kaen, verzeichneten laut Veerapun bereits Defizite in Milliardenhöhe, weil die laufenden Kosten die gedeckelten Erstattungen deutlich überstiegen.
Die angespannte Lage habe sich zum Jahresende erheblich verschärft, als die Nachfrage nach stationären und ambulanten Leistungen sprunghaft anstieg und damit den Kostendruck weiter erhöhte.
Vorgriffe auf Budget 2026 und politische Blockade
Um kurzfristig Luft zu verschaffen, erlaubte die NHSO den Häusern, bereits auf Mittel aus dem Budget 2026 in Höhe von rund 7–8 Milliarden Baht zurückzugreifen, die später aus zentralen Töpfen ausgeglichen werden sollten.
Nach der Auflösung des Parlaments kam die Genehmigung dieser zentralen Mittel jedoch ins Stocken, sodass ein Teil des Budgets für 2026 schon verausgabt ist, ohne dass der geplante Ausgleich erfolgt ist.
Warnung vor Versorgungslücken und Personaleinschnitten
„Das bedeutet, dass ein Teil des Budgets 2026 bereits im vergangenen Jahr ausgegeben wurde und die Krankenhäuser in diesem Jahr noch stärker unter finanziellen Belastungen leiden werden“, sagte Veerapun und sprach von einer „Zeitbombe“ für das System.
Besonders gefährdet seien Häuser mit hohem Patientenaufkommen und Kliniken in ländlichen Provinzen, deren Wartungs- und Reservefonds begrenzt seien und damit kaum zusätzliche Schocks abfedern könnten.
Mögliche Folgen für Medikamente und Arbeitszeiten
Als unmittelbare Konsequenz drohten laut Veerapun gekürzte Medikamentenquoten, etwa indem Patientinnen und Patienten nur noch Rezepte für einen Monat statt wie bisher für drei Monate erhielten.
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Zudem könnten Klinikleitungen aus Kostengründen zuerst Überstundenvergütungen streichen, was faktisch dazu führen würde, dass Ärztinnen und Ärzte unbezahlte Mehrarbeit leisten oder Leistungen einschränken müssten.
Dringender Appell an Entscheidungsträger
Veerapun betonte, dass ein Ausfall von Gesundheitsdiensten aufgrund unbezahlter Arbeit das Vertrauen der Bevölkerung in die allgemeine Krankenversicherung unmittelbar untergraben und die gesundheitliche Versorgung vieler Menschen verschlechtern würde.
Er forderte die Verantwortlichen auf nationaler Ebene zu raschem Handeln auf, um die Finanzierung zu stabilisieren und sicherzustellen, dass die Krankenhäuser ihre Leistungen im Rahmen des universellen Gesundheitssystems ohne Unterbrechung weiter anbieten können.



Wundert mich nicht wenn ich taeglich im Bezirkskrankenhaus hunderte „Kranke“ rumsitzen sehe die mit grossen Plastiktueten voller Medikamente – von denen wahrscheinlich 80% ueber kurz oder lang im Muell landen – nach Hause gehen. Ich habe den Eindruck das viele sich morgens dort einfinden um mal eine zeitlang die angenehm kuehle Luft der ACs zu geniessen. KRANK sehen die wenigsten von denen aus.