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Wer zahlt am meisten? Pattayas Tourismus im Ausgaben-Vergleich

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The Pattaya News

Wer gibt in Pattaya am meisten aus?
Touristen im Fokus: Einheimische diskutieren nach der Pandemie über Ausgabeverhalten

Wie die Pattaya Mail berichtet, wird in der beliebten Küstenstadt derzeit heftig darüber diskutiert, welche Touristengruppe den größten wirtschaftlichen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leistet. Die Pandemie hat die Karten neu gemischt – und Geschäftsinhaber, Hoteliers und Taxifahrer haben alle ihre eigene Sicht auf die Frage: Wer zahlt am meisten?

Chinesische Gruppenreisende: Viele Köpfe, viele Baht

Chinesische Touristen sind nach wie vor eine Hauptstütze des Massenmarktes in Pattaya. Obwohl ihre Zahlen seit Songkran 2025 eingebrochen sind – laut lokalen Schätzungen um fast 50 Prozent –, bleibt ihr Einfluss spürbar. Besonders bei Tagesausflügen, in Souvenirshops oder beim Abendessen in großen Gruppen sorgen sie für stabile Umsätze.

Wie die Pattaya Mail berichtet, arbeite die Tourismusbehörde TAT daran, Chinesen mit neuen Serviceangeboten zurückzugewinnen. Geplant sind u.a. Charterflüge, VIP-Immigration-Spuren und strengere Sicherheitsstandards. Viele Geschäftsleute setzen ihre Hoffnungen auf diese Rückkehr – doch gleichzeitig beobachten sie auch neue Trends.

Indische Gäste: Eine unterschätzte Wirtschaftskraft

Indische Touristen sind leiser – aber finanziell oft wirkungsvoller. Wie die Pattaya Mail unter Berufung auf Zahlen der TAT meldet, liegt Indien inzwischen auf Platz 3 der wichtigsten Herkunftsländer. Bereits 1,18 Millionen Inder reisten in der ersten Jahreshälfte nach Thailand – bis Dezember werden 2,5 Millionen erwartet.

Was überrascht: Der durchschnittliche Aufenthalt eines indischen Gastes kann bis zu 70.000 Baht kosten – oft im Rahmen von Familienreisen, Hochzeiten oder Konferenzen. Diese Reisenden buchen gerne mehrere Zimmer, mieten Vans, feiern aufwendig und investieren in maßgeschneiderte Erlebnisse. Einige Hoteliers berichten, dass indische Gruppen mehr konsumieren als chinesische, obwohl sie seltener auftreten.

Westliche Touristen: Qualität statt Masse

Auch die westlichen Besucher – meist aus Europa, Nordamerika oder Australien – spielen weiterhin eine Schlüsselrolle. Gerade Rentner und Langzeiturlauber gelten als zahlungskräftig. Sie zahlen höhere Preise für Komfort, guten Service und – nicht zu vergessen – für Unterhaltung im Nachtleben.

Ein Barbesitzer wird in der Pattaya Mail zitiert mit den Worten: „Rentner aus Europa geben hier pro Nacht ohne Weiteres 10.000 Baht aus – und sie beschweren sich nicht.“ Gleichzeitig spüren viele in der Branche eine gewisse Zurückhaltung, bedingt durch den starken Baht, die Inflation in Europa und gestiegene Flugkosten.

Nichtsdestotrotz melden einige Hotels ausländische Buchungen auf Vor-Corona-Niveau – insbesondere aus Deutschland, der Schweiz und Italien. Diese Gäste verbringen oft längere Zeit in Pattaya, suchen Ruhe, soziale Bindung und Lebensqualität im Alter – und zahlen dafür bereitwillig.

Tagesausgaben vs. Gesamtwirkung: Was zählt mehr?

Die wirtschaftliche Wirkung einzelner Touristengruppen lässt sich nicht allein am täglichen Ausgabeverhalten messen. Westliche Touristen geben mehr pro Kopf aus – aber sie reisen seltener und meist individuell. Chinesische Besucher erscheinen häufiger in Gruppen und bringen Masse, auch wenn der Einzelne weniger konsumiert. Indische Gäste dagegen kommen oft in kleinen Gruppen, investieren jedoch gezielt und großzügig.

Wie die Pattaya Mail betont, wird diese Debatte von Stadtverwaltung und Wirtschaft genau beobachtet. Ziel ist es, Marketingstrategien anzupassen und Angebote stärker an die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zu orientieren. Pattaya will weg vom reinen Party-Image – hin zu einer differenzierten Tourismuspolitik, in der Luxus, Familienurlaub, Veranstaltungen und auch Seniorenreisen Platz haben.

Ein Mosaik der Märkte: Pattayas Zukunft ist multikulturell

Die Frage, wer „am meisten zahlt“, lässt sich letztlich nicht eindeutig beantworten – zu unterschiedlich sind die Reisestrukturen, Interessen und Konsumgewohnheiten. Was sich jedoch sagen lässt: Pattaya profitiert von allen. Die große Herausforderung besteht nun darin, die Stärken aller Gruppen klug zu kombinieren, um die lokale Wirtschaft dauerhaft zu stabilisieren.

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Denn Pattayas Tourismus ist nicht monolithisch, sondern ein dynamisches Gefüge: chinesische Masse, indische Events, westliche Langzeitgäste. Wer heute nur auf eine Zielgruppe setzt, verliert morgen vielleicht alle.


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Welche Beobachtungen haben Sie gemacht? Wer gibt Ihrer Meinung nach in Pattaya am meisten aus – und wo? Diskutieren Sie mit uns im Kommentarbereich oder in unserem Forum.

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