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Weißer Tempel verdoppelt Eintritt für Ausländer

Weißer Tempel verdoppelt Eintritt für Ausländer
KhaoSod English

CHIANG RAI – Ab dem 1. Januar 2026 wird der Besuch des weltberühmten Weißen Tempels in Chiang Rai für ausländische Touristen deutlich teurer. Die Eintrittsgebühr verdoppelt sich von 100 auf satte 200 Baht (umgerechnet etwa 5 Euro)!

Preisschock für internationale Besucher

Der Wat Rong Khun, wie der Weiße Tempel offiziell heißt, zieht die Preisschraube kräftig an. Für 200 Baht erhalten ausländische Besucher zwar weiterhin Zugang zum Haupttempel und zur Höhle der Kunst.

Doch die Verdopplung der Gebühr sorgt bereits für hitzige Diskussionen. Tempelvertreter betonen: „Die Erhöhung ist notwendig für Instandhaltung und Verbesserungen.“

Thailändische Staatsbürger dürfen den Tempel weiterhin kostenlos besuchen – eine gängige Praxis bei kulturellen Stätten.

So rechtfertigt der Tempel die Erhöhung

Die wachsenden Besucherzahlen erfordern laut Tempelverwaltung mehr Investitionen. Das ikonische Bauwerk muss instand gehalten und der einzigartige weiße Anstrich bewahrt werden.

Mit den zusätzlichen Einnahmen sollen die Gasträume verbessert und den stetig steigenden Touristenscharen gerecht werden.

„Wir wollen das charakteristische Erscheinungsbild bewahren“, erklärt ein Tempelsprecher die Entscheidung.

Diese Besucher sind von der Erhöhung ausgenommen

Kinder unter 120 Zentimeter Körpergröße müssen auch weiterhin keinen Eintritt zahlen. Ebenso bleiben Besucher ab 70 Jahren von der Gebühr befreit.

Für thailändische Staatsbürger gilt weiterhin der kostenlose Eintritt. Dies soll die Wertschätzung für das nationale Kulturerbe fördern.

Die Instandhaltungskosten werden damit primär von internationalen Touristen getragen.

Eine künstlerische Meisterleistung

Der Weiße Tempel ist kein klassisches religiöses Bauwerk, sondern ein zeitgenössisches Kunstwerk. Künstler Chalermchai Kositpipat entwarf das Meisterwerk 1997.

Die verzierte weiße Struktur mit Spiegelfragmenten verbindet traditionelle thai Kunst mit modernen Konzepten.

Trotz seiner religiösen Thematik leben derzeit keine Mönche in dem Gebäude.

Touristen-Magnet mit großer Anziehungskraft

Chinesische Touristen stellen die größte Gruppe internationaler Besucher. Der Tempel ist zu einem wahrhaften Wahrzeichen von Chiang Rai geworden.

Die Höhle der Kunst im Inneren zeigt Skulpturen, die das buddhistische Kosmos darstellen – von Höllenreichen bis zum Nirwana.

Mit der Preiserhöhung will der Tempel seine Zukunft als eines der wichtigsten Touristenziele Nordthailands sichern.

Was macht den Weißen Tempel so besonders?

Die strahlend weiße Farbe symbolisiert die Reinheit Buddhas. Jedes Detail wurde sorgfältig geplant, um spirituelle Botschaften zu vermitteln. Die glitzernden Spiegelmosaike repräsentieren die Weisheit Buddhas, die über das ganze Universum strahlt.

Besucher überqueren zunächst eine Brücke über einen See voller ausgestreckter Hände – ein Symbol für weltliche Begierden und Leiden. Der Weg führt durch verschiedene Ebenen der buddhistischen Kosmologie.

Im Hauptgebäude erwarten Besucher einzigartige Wandmalereien, die traditionelle buddhistische Motive mit überraschenden modernen Elementen kombinieren.

Die Vision des Künstlers Chalermchai Kositpipat

Chalermchai Kositpipat investierte sein gesamtes Privatvermögen in den Bau des Tempels. Sein Ziel: Ein Denkmal zu schaffen, das Generationen überdauert und die thailändische Kunst auf ein neues Level hebt.

Der Künstler lehnte staatliche Förderung ab, um seine kreative Freiheit zu bewahren. Er arbeitet bis heute persönlich am Tempel und überwacht jeden Aspekt der Gestaltung.

Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen – Chalermchai plant insgesamt neun Gebäude für den Tempelkomplex. Die Fertigstellung wird voraussichtlich noch Jahrzehnte dauern.

Besucherströme setzen dem Tempel zu

Jährlich pilgern über 800.000 Besucher zum Weißen Tempel. Diese Massen hinterlassen unweigerlich Spuren an der empfindlichen weißen Oberfläche.

Die konstante Restaurierung erfordert spezialisierte Handwerker und hochwertige Materialien. Der weiße Putz muss regelmäßig erneuert werden, um sein strahlendes Erscheinungsbild zu behalten.

Auch die Infrastruktur rund um den Tempel – Parkplätze, Toiletten und Besucherwege – benötigt kontinuierliche Wartung und Erweiterung.

Vergleich mit anderen thailändischen Tempeln

Der Grand Palace in Bangkok verlangt bereits 500 Baht Eintritt von ausländischen Besuchern. Der Wat Phra That Doi Suthep in Chiang Mai kostet 50 Baht für Ausländer.

Im regionalen Vergleich liegt der Weiße Tempel mit seinen neuen 200 Baht im mittleren Preissegment. Viele Besucher empfinden die Gebühr als gerechtfertigt angesichts der einzigartigen Kunstwerke.

Andere beliebte Sehenswürdigkeiten in Nordthailand haben in den letzten Jahren ebenfalls ihre Preise angehoben – ein Trend, der sich fortsetzt.

Beste Besuchszeiten für den Weißen Tempel

Die Morgenstunden zwischen 8:00 und 9:00 Uhr bieten die ruhigste Atmosphäre. Zu dieser Zeit ist das Licht ideal für Fotos und die Touristenbusse sind noch nicht eingetroffen.

Am späten Nachmittag ab 15:00 Uhr nimmt der Besucherandrang wieder ab. Das goldene Abendlicht taucht den Tempel in eine besonders mystische Stimmung.

An Wochenenden und thailändischen Feiertagen sollte mit deutlich mehr Besuchern gerechnet werden. Wochentage sind generell entspannter für einen Besuch.

Verhaltensregeln im Tempel

Besucher müssen angemessene Kleidung tragen: Schultern und Knie müssen bedeckt sein. Tank-Tops, kurze Hosen und zerrissene Jeans sind nicht gestattet.

Im Haupttempel herrscht absolutes Fotografierverbot. Diese Regel wird streng durchgesetzt, um die Heiligkeit des Raumes zu wahren.

Lautes Sprechen, Essen und Trinken sind auf dem gesamten Tempelgelände untersagt. Besucher werden gebeten, respektvoll und leise zu sein.

Anreise und praktische Tipps

Der Weiße Tempel liegt etwa 13 Kilometer südlich von Chiang Rai Stadt. Mit dem Taxi oder Grab dauert die Fahrt etwa 20 Minuten und kostet rund 200-300 Baht.

Lokale Busse fahren regelmäßig vom Busbahnhof Chiang Rai für nur 20 Baht pro Person. Organisierte Touren aus der Stadt kosten zwischen 400 und 800 Baht inklusive weiterer Sehenswürdigkeiten.

Vor Ort gibt es kostenlose Parkplätze für Privatfahrzeuge. Ein kleines Café und Souvenirshops befinden sich direkt am Eingang.

Weitere Attraktionen in der Umgebung

Nur wenige Kilometer entfernt befindet sich der Schwarze Tempel (Baan Dam Museum) – das dunkle Gegenstück zum Weißen Tempel mit faszinierenden Kunstwerken.

Der Blaue Tempel (Wat Rong Suea Ten) beeindruckt mit seiner intensiven azurblauen Farbgebung und aufwendigen Schnitzereien. Der Eintritt ist hier noch kostenlos.

Chiang Rai bietet auch den berühmten Nachtmarkt, heiße Quellen und Ausflüge ins Goldene Dreieck – ideale Kombinationen für einen mehrtägigen Aufenthalt.

Wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Der Weiße Tempel ist der Hauptmagnet für Touristen in Chiang Rai. Hotels, Restaurants und Transportdienste profitieren massiv von den Besucherströmen.

Schätzungen zufolge generiert der Tempel indirekt mehrere Hundert Millionen Baht jährlich für die lokale Wirtschaft. Tausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Touristenstrom ab.

Die Preiserhöhung könnte kurzfristig zu weniger Besuchern führen, langfristig aber durch bessere Erhaltung die Attraktivität steigern.

Kritische Stimmen zur Preisgestaltung

Reiseblogger und Budget-Traveller kritisieren die Zwei-Klassen-Preisgestaltung. Sie argumentieren, dass ausländische Besucher unverhältnismäßig belastet werden.

Befürworter verweisen darauf, dass thailändische Steuerzahler indirekt zur Infrastruktur beitragen und daher bevorzugt behandelt werden sollten.

Die Debatte spiegelt eine größere Diskussion über Tourismus-Ethik in Südostasien wider. Viele Länder praktizieren ähnliche Preismodelle.

🎟️ Fairer Preis oder Touristenabzocke?

Der White Temple verdoppelt den Eintritt für Ausländer – zur Finanzierung von Pflege und Ausbau. Thais bleiben weiterhin kostenlos.

Gerechte Lösung oder zu viel? Die Antwort hängt davon ab, ob man die kulturelle Bedeutung für Thailand oder die internationale Zugänglichkeit höher gewichtet.

Eines steht fest: Der Weiße Tempel bleibt auch mit 200 Baht Eintritt ein absolutes Muss für jeden Chiang Rai-Besucher. Die einzigartige Kunstfertigkeit und spirituelle Atmosphäre rechtfertigen den Preis für die meisten Reisenden.

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Quelle: KhaoSod English

24 Kommentare zu „Weißer Tempel verdoppelt Eintritt für Ausländer

  1. ich besuche schon seit jahren keine „attraktionen“ mehr die ein doppeltes preissystem haben. aber so lange genug nicht thais bereit sind zu zahlen werden die betreiber auch niemals aufwachen. sollten sich dann aber auch nicht wundern/beschweren daß viel weniger bzw. irgend wann keiner mehr kommt.

    1. Zumindest in Österreich wird nach dem gleichen System vorgegangen, z.B.: Salzburger Dom, Eintritt für alle Besucher ist 5,- Euro, ausgenommen Senioren, Jugendliche bis 18, Inhaber von diversen Ausweisen oder Mitgliedern von Salzburger Vereinen usw. haben Ermäßigung bis 0,- aber jeder ausländischer Gast muss bezahlen! Ich verstehe nicht warum immer wieder auf dem thailändischen System herumgehackt wird, wenn es weltweit oft dasselbe gibt! Wer es sich nicht leisten will oder kann der muss halt zu Hause bleiben! Mir macht es Freude, wenn ich für meine Begleitung nur die Hälfte oder weniger zahlen muss! 😀🙏

      1. Unterscheidung nach Alter (Schüler, Jugendliche, Senioren), Behinderungsgrad, arbeitslos oder nicht — das ist in Ordnung; aber keine Unterscheidung nach Staatsangehörigkeit. Gemäß deutschem Grundgesetz ist die Diskriminierung aufgrund der Herkunft oder Nationalität, verboten. Deshalb wäre ein 2-Preis-System aufgrund der Staatsangehörigkeit in Deutschland undenkbar.
        Und das Argument mit den Steuerzahlern in Thailand: Es gibt auch Ausländer in Thailand, die dort ständig wohnen. Warum müssen diese dann auch an solchen Attraktionen den erhöhten Preis zahlen, obwohl sie in Thailand Steuern zahlen?

  2. Es ist deren Tempel, von Thais gebaut, in Thailändischem Besitz.
    Sie können, -und tun es auch-, damit tun und lassen,
    was sie wollen.
    Und wenn Gerechtigkeits-, und Gleichmacher-Fanatiker nicht hingehen,
    dann gehen die Einnahmen halt zurück.
    Oder auch nicht. Alles regelt sich regelt sich von selbst
    nach dem Aktions-Reaktions-Verhalten…….

  3. Ist mir egal.Von mir aus kann der Eintritt 500 Bath kosten.Einen Tempel gesehen alle Tempel gesehen.Es wird wohl immer noch genug beknackte geben die diese Preise bezahlen aber eigendlich ist es schade das man in diesem Land nur noch abgezockt wird.

    1. Es gibt einen wichtigen Unterschied im Weißen Tempel im Vergleich zu den anderen Tempeln in Thailand. In ihm wohnen keine Mönche. Er ist kein klassisches religiöses Bauwerk, sondern ein zeitgenössisches Kunstwerk und wurde im Jahr 1997 entworfen. Insofern unterscheidet sich der Weiße Tempel sehr wohl von den herkömmlichen Tempeln.

  4. Ich erinnere mich an die Aussage von dem jetzigen Prime Minister: es soll für Ausländer keine anderen Preise als für die Thais geben. Sollte es jemand widerfahren sollte er sich persönlich an Anutin wenden!
    Das scheint in Vergessenheit geraten zu sein!!!
    Ich zahle seit geraumer Zeit in diesem Land Steuern und das sicher mit höheren Beträgen als die meisten Thais. Warum also sollte ich es akzeptieren für den Besuch einiger Einrichtungen ein höheres Eintrittsgeld zu zahlen als Thais????! Wenn es sich um Kurzzeit Touristen handelt ist es sicher vertretbar, aber nicht für Ausländer die hier dauerhaft im Land leben und ihrer Steuerpflicht nachkommen!
    Das ist eine klar Diskriminierende Vorgehensweise und Abzocke die einem immer häufiger in Thailand widerfährt!!

  5. Wer Thailand kennt, weiß, daß es ein beliebtes Hobby ist, Expats und Touris abzuzocken. Das auch mit Staatlicher Hilfe. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Wer das nicht mag, sollte nicht mehr nach Thailand reisen. Vielleicht wacht man dann in der Regierung mal. Thailand war mal gut, aber es werden viele Expats das Land verlassen und woanders hingehen. Alternativ bietet sich Viet nam oder Malaysia an.

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