MAE HONG SON – Dichter Winternebel hat in Nordthailand zu einer schrecklichen Tragödie geführt. Ein Pick-up stürzte in eine tiefe Schlucht. Zwei Insassen kamen ums Leben, zwei wurden schwer verletzt. Die Polizei warnt jetzt alle Autofahrer vor der lebensgefährlichen Wetterlage.
Frühmorgendliche Fahrt endet im Abgrund
Gegen 6:30 Uhr am Morgen des 7. Januar 2026 klingelte das Telefon bei der Polizei in Pang Mapha. Ein Pick-up mit Anwohnern aus dem Dorf Ban Pang Bon war von der Straße abgekommen.
Das Fahrzeug war auf dem Weg zu nahegelegenen Feldern, als es in einer steilen Kurve die Kontrolle verlor. Es durchbrach die Leitplanke und stürzte den Abhang hinunter.
Die Bergung war schwierig. Das Fahrzeug lag zertrümmert in der Tiefe. Für zwei Menschen kam jede Hilfe zu spät.
Opfer und Verletzte – Eine Gemeinschaft trauert
Die Toten wurden als Somjai Chotiwechanukul (67) und Jalorng Kongnathi identifiziert. Beide stammten aus der gleichen Gemeinde in Pang Mapha.
Der männliche Fahrer und eine weitere weibliche Insassin wurden mit Verletzungen ins Pang Mapha Hospital gebracht. Ihr Zustand war zunächst unklar.
Das ganze Dorf steht unter Schock. Ein Nachbar sagte: „Das ist eine schreckliche Tragödie für unsere kleine Gemeinschaft.“

Polizeichef warnt mit drastischen Worten
Polizeigeneral Songkrit Ontakhrai, der Provinzchef von Mae Hong Son, richtete eine deutliche Warnung an alle Autofahrer.
„Die Sichtweite beträgt mancherorts weniger als 200 Meter. Das ist lebensgefährlich“, so der General. Besonders zwischen frühmorgens und vormittags sei die Gefahr am größten.
Die tiefen Temperaturen und der dichte, hartnäckige Nebel verwandeln die kurvigen Bergstraßen in tödliche Fallen. Jedes Jahr fordert das Wetter Opfer.
So gefährlich sind Thailands Bergstraßen im Winter
Die Provinz Mae Hong Son ist für ihre atemberaubende, aber gefährliche Bergstraße mit über 1.000 Kurven berüchtigt. Im Winter kommt die extreme Wetterlage hinzu.
Nebel kann sich blitzschnell bilden und die Sicht auf null reduzieren. Kombiniert mit steilen Abhängen und engen Passagen wird jede Fahrt zum Risiko.
Die Polizei rät dringend: Geschwindigkeit reduzieren, Abblendlicht einschalten, großzügig Abstand halten. Bei extrem schlechter Sicht: Anhalten und warten.
Das müssen Reisende jetzt wissen
Touristen, die Nordthailand im Winter bereisen, sollten die Wetterwarnungen ernst nehmen. Mietwagenfahrer sind besonders gefährdet, da sie die Straßen nicht kennen.
Planen Sie mehr Zeit für Fahrten ein und starten Sie nicht im Dunkeln oder bei Nebel. Informieren Sie sich vorab über die Straßenbedingungen.
Dieser tragische Unfall ist eine traurige Erinnerung daran, dass die Natur in den Bergen Thailands unberechenbar und gefährlich sein kann. Vorsicht kann Leben retten.
🗣 Wenn man die Straße nicht mehr sieht
Dichter Nebel, steile Kurven, ein kurzer Moment der Orientierungslosigkeit – und ein ganzes Leben endet.
Der Norden erlebt jedes Jahr diese Gefahr, doch sie wird oft unterschätzt.
Wie viele Warnungen braucht es, bis langsamer Fahren zur Selbstverständlichkeit wird?
Ist das Schicksal – oder vermeidbare Tragödie?




Die Überschrift des Artikels ist eigentlich nicht ganz richtig! Das nicht anpassen der Geschwindigkeit hat den Unfall ausgelöst. Der Nebel ist nur der Grund wieso man die Geschwindigkeit anpassen sollte.
Danke für deinen Hinweis! Die Überschrift fasst das Risiko durch den Nebel zusammen und macht das Geschehen auf den Punkt sichtbar. Genau darum geht es in einer Schlagzeile – Details stehen aber im Artikel.
In aller Regel sind Vergleiche mit Deutschland ziemlich sinnlos. Anders in diesem Fall. Ist auch in Deutschland, respektive eigentlich ganz Europa gängige Praxis, dass alljährlich bei Nebel in diesen hineingerast wird. Und dann scheppert es eben dementsprechend oft mit nicht selten katastrophalen Ergebnissen.
Ja das unkontrollierte Schneiden jeder Kurve, ist in dieser Gegend Pflicht