Wise Thailand: Baht-Transfer und PromptPay kommen im Mai

Ab dem 19. Mai operiert Wise in Thailand unter einer eigenen, von der Bank of Thailand lizenzierten Niederlassung. Expats können dann Baht direkt ins Ausland schicken und PromptPay nutzen – doch einige bisherige Funktionen fallen gleichzeitig weg.

Wise Thailand: Baht-Transfer und PromptPay kommen im Mai
Wise
Google Werbung

BANGKOK, THAILAND – Ab dem 19. Mai überträgt Wise seine Thailand-Dienste auf eine lokal lizenzierte Niederlassung – und schaltet damit zwei Funktionen frei, die Expats bisher fehlten: direkte Baht-Überweisungen ins Ausland und die Anbindung an PromptPay.

Baht direkt überweisen – ohne Umweg

Wer in Thailand seinen Lebensunterhalt verdient, konnte Baht bisher nicht direkt über Wise ins Ausland schicken. Das ändert sich im Mai. Wise-Kunden transferieren dann THB aus einem lokalen Bankkonto oder aus ihrem Wise-Guthaben heraus – zum Mid-Market-Kurs, mit ausgewiesenen Gebühren.

Dennoch schränkt die neue Regulierung andere Wege ein. Überweisungen zwischen zwei ausländischen Konten – etwa von den USA nach Singapur über Wise Thailand – laufen dann nicht mehr. Auch Fremdwährungen wie USD oder GBP lassen sich nicht mehr direkt vom Wise-Konto ins Ausland senden; das Geld muss zuerst in Baht getauscht werden.

PromptPay öffnet den Alltag

Wise bindet PromptPay vollständig ein. Kunden senden Geld an jede PromptPay-ID – Handynummer oder Ausweisnummer – und empfangen Zahlungen per QR-Code oder E-Wallet-ID. Scan-and-Pay für PromptPay-QR und ThaiQR-Codes kommt dazu.

Denn gerade in kleineren Geschäften und bei Markthändlern scheiterten ausländische Karten bisher regelmäßig. Mit der QR-Funktion entfällt dieser Engpass – Wise-Nutzer zahlen dann dort, wo internationale Karten schlicht nicht akzeptiert werden.

Physische Karte, aber kein Thai-ATM

Wise liefert künftig sowohl digitale als auch physische Karten an Adressen in Thailand. Online zahlen, im Laden einkaufen, im Ausland Geld abheben – das alles deckt die Karte ab.

Gleichzeitig fällt eine Funktion weg: Bargeld an thailändischen Geldautomaten zieht man mit der Wise-Karte nicht mehr ab. Das Unternehmen verweist stattdessen auf PromptPay. Wer regelmäßig Bares braucht, muss sich daran gewöhnen.

Fremdwährungen? Nur noch auf Durchreise

Eingehende Überweisungen in Fremdwährungen konvertiert Wise künftig automatisch in Baht – zum jeweils gültigen Mid-Market-Kurs, Gebühren inklusive. Wer USD oder EUR auf dem Wise-Konto parken wollte, verliert diese Option.

Mehr als 40 Währungen bleiben zum Halten und Tauschen verfügbar, solange der Ursprung in Thailand liegt. Das System bleibt flexibel – aber nur in eine Richtung.

Wer profitiert – und wer zahlt drauf?

Im April schickt Wise Verifikationsanfragen an alle Kunden in Thailand; die Änderungen greifen dann ab dem 19. Mai. Wer nicht mehr in Thailand lebt, soll seine Adresse im Konto aktualisieren.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Werbeanzeige

Ob die neue Struktur wirklich einfacher ist oder ob die Wegfallposten – kein ATM-Zugang, keine Fremdwährungskonten, keine Drittland-Transfers – für viele Nutzer schwerer wiegen als die neuen Funktionen: Das entscheiden die Betroffenen spätestens, wenn die erste Überweisung unter den neuen Regeln läuft.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Kommentar zu „Wise Thailand: Baht-Transfer und PromptPay kommen im Mai

  1. Also wird das Geld auf dem Wise Konto als in Thailand eingeführtes Geld behandelt, und somit ist es zu versteuern.
    Die Thailänder versuchen nun wirklich alles, da der Plan das Welteinkommen in Thailand zu besteuern in die Hose ging.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert