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Xi, Putin und Kim vereint gegen den Westen

Xi, Putin und Kim vereint gegen den Westen
REUTERS

Xi, Putin und Kim: Symbolische Allianz gegen den Westen

Die Bilder aus Peking wirken wie ein Kapitel, das man sich zuvor kaum vorstellen konnte. Xi Jinping, Wladimir Putin und Kim Jong Un stehen gemeinsam im Zentrum einer gigantischen Militärparade. Auf dem roten Teppich und dem Gruppenfoto rücken die drei an die vorderste Stelle. Die Szenerie ist sorgfältig inszeniert. Die Gesichter sind ernst. Die Botschaft ist klar: Hier formiert sich eine symbolische Allianz in der Rivalität zum Westen. Für Beobachter wirkt das Trio wie das personifizierte Gegenmodell zu demokratisch regierten Staaten, vor allem zu den Vereinigten Staaten.

Diese Nähe ist nicht nur Fototauglichkeit. Sie sendet ein Signal an die Weltöffentlichkeit. Die drei zeigen Handlungsfähigkeit und Geschlossenheit. Das ist Machtpolitik mit Stilmitteln der Propaganda. Man kann das historisch einordnen, ohne in Panik zu verfallen. Aber es bleibt ein dramatisches Bild. Es stellt die Frage, wie Demokratien darauf antworten. Es ist ein Moment, der die geopolitische Debatte spürbar verändert und neue Unsicherheiten schafft.

Finanzielle und militärische Unterstützung Russlands durch Verbündete

Laut dem vorliegenden Bericht stehen China und Nordkorea als größte Unterstützer Russlands im Ukraine-Krieg da. Nordkorea liefert demnach Soldaten und Waffen, China gibt sich offiziell neutral, bietet aber politischen und wirtschaftlichen Rückhalt. Besonders relevant ist der weitergegebene Hinweis auf Öl- und Gasimporte aus Russland. Diese Käufe tragen nach Ansicht vieler Beobachter indirekt zur Kriegsfinanzierung bei. Zudem fallen Lieferungen sogenannter Dual-Use-Güter auf, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind.

Das Zusammenspiel von direkter militärischer Hilfe und ökonomischer Absicherung verändert das Kräfteverhältnis. Es schwächt die Wirkung von Sanktionen und kompliziert internationale Gegenmaßnahmen. Für die internationale Diplomatie sind solche Verflechtungen kaum zu übersehen. Die Unterstützung Russlands hat damit nicht nur taktische Folgen auf dem Schlachtfeld. Sie verändert die strategischen Rahmenbedingungen für Sicherheitspolitik weltweit.

Militärparade als Inszenierung autoritärer Macht

Die Parade wirkt in vielen Momenten wie theatralische Darstellung staatsnaher Macht. Tausende Soldaten, Hunderte Panzer und Kampfjets ziehen vor dem Staatsoberhaupt vorbei. Xi fährt in einer offenen Limousine, grüßt monoton und bedankt sich bei den Truppen. Die Choreografie erinnert an historische Vorbilder. Zugleich zeigt China modernste Atomwaffen neben Symbolen wie Tauben und Luftballons. Dieser Kontrast wirkt kalkuliert. Er soll Stärke signalisieren und zugleich ein Bild von Legitimität und Friedensorientierung vermitteln.

Bei aller Inszenierung bleibt die Botschaft klar: Autoritäre Herrscher präsentieren sich als verlässliche Machtfaktoren. Die Parade richtet sich gleichermaßen an das Inland und die internationale Gemeinschaft. Für das heimische Publikum ist sie Propaganda und Bestätigung. Für ausländische Beobachter ist sie Machtdemonstration und Warnzeichen. Die ästhetische Perfektion der Veranstaltung lenkt nicht von der politischen Absicht ab. Sie verstärkt sie.

Zwischen Frieden und Konfrontation: Folgen für Demokratien

Xi spricht vom Frieden. Doch Worte stehen neben Taten. Die Präsenz von Putin und Kim an seiner Seite und das Treffen mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian werfen Fragen auf. Wenn Staatschefs, die in der internationalen Kritik stehen, gemeinsam auftreten, dann ist das mehr als symbolisch. Es ist eine Einladung, die Weltordnung infrage zu stellen. Demokratien müssen das ernst nehmen. Sie stehen vor strategischen Entscheidungen: Dialog, Abschreckung oder eine Kombination aus beidem.

Meine persönliche Einschätzung ist nüchtern. Demokratien brauchen klaren Willen und kluge Politik. Pragmatische Diplomatie, robuste Verteidigungsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz sind nötig. Zugleich sollte man nicht in eine Welt der ständigen Konfrontation abgleiten. Eine politische Antwort muss sowohl Prinzipien wahren als auch realpolitische Risiken managen. Dieses Bild aus Peking fordert zum Nachdenken heraus: Wollen wir Antworten, die spalten, oder solche, die langfristig Stabilität schaffen? Das ist die Frage, die uns diese Parade hinterlässt.

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