USA/Iran – Donald Trump hat nach eigenen Angaben eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran vereinbart. Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus soll wieder freigegeben werden. Gespräche beginnen am 10. April in Islamabad – die Lage bleibt dennoch angespannt.
Waffenruhe in letzter Minute
Am 8. April erklärte Trump, die USA hätten mit dem Iran eine zweiwöchige Waffenruhe vereinbart – nur zwei Stunden vor Ablauf einer selbst gesetzten Frist. Noch Stunden zuvor hatte er gewarnt, andernfalls werde „die gesamte Zivilisation“ zusammenbrechen.
Auf seiner Plattform Truth Social nannte Trump die Einigung eine „zweiseitige Waffenruhe“ und erklärte, die USA hätten „alle militärischen Ziele erreicht und übertroffen“. Gleichzeitig sprach er von großen Fortschritten auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden mit dem Iran.
Straße von Hormus als zentrale Bedingung
Kernpunkt der Vereinbarung ist die Wiederöffnung der Straße von Hormus – einer Meerenge, über die rund ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird. Trump machte die Freigabe dieser Route zur Grundvoraussetzung jeder Einigung.
Irans Außenminister Abbas Araghchi bestätigte, Teheran werde Vergeltungsangriffe einstellen und die sichere Durchfahrt durch die Meerenge wieder gewährleisten. Zuvor hatten die USA die iranische Insel Kharg angegriffen, einen wichtigen Energie-Exportstandort.
Gespräche ab 10. April in Islamabad
Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran sollen am Freitag, dem 10. April, in der pakistanischen Hauptstadt beginnen. Pakistans Premierminister vermittelte die Waffenruhe.
Das iranische Staatsfernsehen deutete die Ereignisse erwartungsgemäß anders: Trump habe iranische Bedingungen akzeptiert, was einem „beschämenden Rückzug“ gleichkomme. Trump selbst sieht das naturgemäß anders.
Israel stimmt zu – aber Raketen fliegen weiter
Auch Israel soll der Feuerpause zugestimmt haben und Luftangriffe auf den Iran vorerst aussetzen – so zwei namentlich nicht genannte Mitarbeiter des Weißen Hauses. Die Pause soll beginnen, sobald der Iran die Straße von Hormus freigibt.
Noch während Trump seine Ankündigung veröffentlichte, meldete die israelische Armee Raketen aus dem Iran. Dass iranische Angriffe in der Zwischenzeit weitergehen könnten, hatte Israel bereits erwartet.
Mehr als 5.000 Tote in sechs Wochen
Der Krieg dauert inzwischen sechs Wochen. Regierungen und Menschenrechtsgruppen melden mehr als 5.000 Todesopfer in fast zehn Ländern, darunter über 1.600 Zivilisten allein im Iran.
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Unter welchen Bedingungen aus der Waffenruhe ein dauerhaftes Abkommen werden kann, bleibt offen. Die Gespräche in Islamabad werden zeigen, ob beide Seiten überhaupt eine gemeinsame Grundlage finden.



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