Zwischen Handwerk und Tradition: Wenn Schmuck im Tempel gesegnet wird

Siam Gems Club lässt handgefertigte Malas und Armbänder im thailändischen Tempel segnen – ein Ritual für Achtsamkeit, Glück und positive Energie.

Zwischen Handwerk und Tradition: Wenn Schmuck im Tempel gesegnet wird
WB

Wer in Thailand lebt, kennt sie: die kleinen und großen Rituale, die den Alltag begleiten. Ein kurzer Stopp am Tempel auf dem Weg zur Arbeit, eine Opfergabe aus Blumen oder Räucherstäbchen – oder eben die Segnung von Dingen, die einen neuen Lebensabschnitt markieren.

Für das Team von Siam Gems Club, das vielen Lesern vielleicht noch aus einem früheren Bericht im Wochenblitz bekannt ist, wurde genau dieses Ritual kürzlich zu einem ganz besonderen Moment.

Vor einigen Wochen brachten sie eine Auswahl ihrer handgefertigten Schmuckstücke – sogenannte Malas, Mala-Armbänder und Geburtstags-Armbänder – in einen lokalen Tempel, um sie segnen zu lassen.

Ein besinnlicher Moment vor dem eigentlichen Weg

Die Schmuckstücke wurden jedes einzeln von Hand gefertigt – Stein für Stein – von Lianne, der Designerin des Schmuckbereiches der kleinen, familiengeführten Marke.

Im Tempel wurden die Stücke auf mehrere traditionelle Tabletts gelegt, sorgfältig getrennt nach ihren Kollektionen. Ein buddhistischer Mönch führte anschließend die Segnung durch.

In Thailand sind solche Segnungen nichts   Außergewöhnliches. Häuser, Autos, neue Geschäfte oder persönliche Gegenstände – vieles wird zum Tempel gebracht, um einen guten Start zu begleiten.

Das Ritual der Segnung ist eher unspektakulär, es geht vielmer um Achtsamkeit, um einen bewussten Anfang und um die Absicht, den richtigen Weg zu gehen.

Für Siam Gems Club war es daher ein besonderes Anliegen, genau diese Tradition auch auf ihre Malas, Mala-Armbänder und Geburtstags-Armbänder zu übertragen – und diese zusätzliche, in Thailand so selbstverständlich gelebte Form von positiver Energie an die späteren Träger weiterzugeben.

Malas werden traditionell für Meditation und Mantras verwendet oder als persönlicher Begleiter, Schutzsymbol oder Glücksbringer getragen. Viele Menschen wählen ihre Stücke ganz bewusst nach den Edelsteinen aus – je nachdem, welche Eigenschaften oder Wirkungen sie sich in ihrem Leben wünschen oder stärken möchten.

Auch die Geburtstags-Armbänder folgen diesem Gedanken: Ihre Zusammenstellung basiert auf klassischen, mit den Wochentagen verbundenen Edelsteinen und gilt bereits für sich als kraftvoll und symbolisch aufgeladen.

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Ihnen durch die Segnung im Tempel noch einen zusätzlichen Impuls mitzugeben, war für das Team von Siam Gems Club daher ein konsequenter und zugleich sehr persönlicher Schritt.

Tempel als Teil des täglichen Lebens

Für Außenstehende wirken Tempel oft wie Orte der Stille und Abgeschiedenheit. In Thailand jedoch sind sie weit mehr als das.

Sie sind Treffpunkt, Rückzugsort und sozialer Mittelpunkt zugleich.

Neben Gebet und Meditation finden hier regelmäßig Märkte, Feste und Veranstaltungen statt. Familien kommen zusammen, Kinder spielen, Essensstände säumen die Wege – Spiritualität und Alltag existieren nebeneinander, ganz selbstverständlich.

Ein zentrales Konzept dabei ist „Tam Boon“ – das Verdienen von Verdiensten durch gute Taten. Dazu gehört es, Mönchen Essen zu bringen, zu spenden oder eben Segnungen für wichtige Momente im Leben zu erbitten.

Die Segnung von Gegenständen fügt sich genau in dieses Verständnis ein: als Teil eines Kreislaufs von Geben, Dankbarkeit und positiver Intention.

Zwischen deutscher Herkunft und thailändischem Leben

Auch wenn die Gründerinnen von Siam Gems Club ursprünglich aus Deutschland stammen, ist Thailand seit vielen Jahren ihr Lebensmittelpunkt.

Mit der Zeit sind nicht nur geschäftliche Verbindungen entstanden – insbesondere durch den direkten Zugang zum Edelsteinhandel in Thailand –, sondern auch eine tiefe Wertschätzung für die Kultur und ihre Traditionen.

Die Entscheidung, die handgefertigten Schmuckstücke segnen zu lassen, entstand daher ganz natürlich.

„Es fühlt sich einfach richtig an, diese Stücke auf diese Weise beginnen zu lassen“, beschreibt das Team diesen Schritt.

Handarbeit statt Massenproduktion

Ein wichtiger Teil der Philosophie von Siam Gems Club ist die bewusste Abkehr von industrieller Massenproduktion.

Jede Mala und jedes Armband werden in Handarbeit gefertigt. Die Edelsteine werden einzeln bewusst ausgewählt, aufeinander abgestimmt und schließlich zu einem Gesamtstück zusammengefügt.

Dadurch gleicht kein Schmuckstück exakt dem anderen.

Diese Individualität ist gewollt – ebenso wie die Tatsache, dass die Kollektionen nie unbegrenzt verfügbar sind.

Ein besinnlicher Anfang mit Bedeutung

Die Segnung verändert den Gegenstand nicht im materiellen Sinne. Und doch markiert sie einen Moment.

Einen Anfang.

Bevor die Schmuckstücke ihren Weg zu ihren späteren Trägern finden, bekommen sie eine Art Übergang – eingebettet in eine Tradition, die in Thailand seit Generationen gelebt wird.

Für Siam Gems Club soll dies kein einmaliges Ereignis bleiben. Auch zukünftige Kollektionen sollen diesen Weg gehen.

Wenn ein Schmuckstück mehr wird

Ob jemand ein Mala-Armband aus spirituellen Gründen trägt, als Begleiter im Alltag oder einfach wegen seiner natürlichen Schönheit – die Bedeutung entsteht letztlich immer erst beim Träger selbst.

Vielleicht ist es genau diese Kombination aus Handarbeit, Naturmaterialien und einem kleinen kulturellen Ritual, die den Unterschied macht.

Oder, wie es das Team formuliert:

Manchmal sucht man sich ein Schmuckstück aus.
Und manchmal findet es seinen Weg ganz von selbst zu einem.

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