PHUKET, THAILAND – Eine französische Familie sitzt nach ihren Flitterwochen mit zwei Kindern in Thailand fest, weil ihr Rückflug wegen der angespannten Lage im Nahen Osten ausfiel und neue Tickets plötzlich ein Vermögen kosten.
Rückflug geplatzt – und plötzlich fünfstellige Summen
Die Familie d’Ouveillane wollte am 5. März nach Frankreich zurückkehren, doch die Verbindung wurde gestrichen und ein Ersatzflug lag nach ihren Angaben bei 11.000 Euro für vier Personen.
Mutter Patricia schilderte die Lage als intransparent und sagte, sie wisse nur, dass die Preise innerhalb kurzer Zeit massiv angezogen hätten.
Preise bis 60.000 Euro – was Betroffene beobachten
Nach Angaben der Familie tauchten in der Suche zeitweise sogar Angebote bis zu 60.000 Euro auf, je nach Route und kurzfristiger Verfügbarkeit.
Solche Extrempreise entstehen häufig, wenn nur noch wenige Plätze auf Umleitungsrouten verfügbar sind und Airlines die knappe Kapazität kurzfristig nach oben bepreisen.
Airline bietet Erstattung oder Umbuchung
Von der Fluggesellschaft erhielt die Familie laut Bericht die Wahl zwischen Rückerstattung der bereits bezahlten Tickets oder einer Umbuchung zu geänderten Konditionen.
Vater Sébastien kündigte an, man werde zunächst bleiben und am geplanten Abreisetag am Flughafen prüfen, welche Optionen sich tatsächlich ergeben.
Warum der Nahost-Luftraum auch Asien-Reisende trifft
Viele Flüge zwischen Europa und Asien verlaufen über Lufträume im Nahen Osten, und wenn Routen gesperrt oder als unsicher eingestuft werden, müssen Maschinen großräumig ausweichen.
Solche Umwege verlängern Flugzeiten und treiben den Kerosinverbrauch hoch, was die Kosten der Airlines erhöht und am Ende oft auch die Ticketpreise nach oben zieht.
Wer zahlt am Ende – und warum Regeln oft nicht helfen
Das Luftfahrtportal Simple Flying weist darauf hin, dass längere Flugzeiten und höhere Betriebskosten bei Umroutungen wirtschaftlich erheblich sind und die Branche Mehrkosten häufig weitergibt.
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Wer außerhalb Europas festhängt, kann sich zudem nicht auf einheitliche EU-Entschädigungsregeln stützen, weil Ansprüche in Ländern wie Thailand meist von den Beförderungsbedingungen der Airline abhängen und Abkommen wie die Montreal Convention bei kriegsbedingten Ausfällen keine festen Entschädigungssummen vorsehen.
Deine Meinung
Sollten Airlines bei kriegs- oder sicherheitsbedingten Ausfällen verpflichtet sein, bezahlbare Ersatzbeförderung anzubieten, statt nur Erstattung oder teure Umbuchung?
Welche Erfahrungen wurden in Südostasien schon gemacht, wenn ein Rückflug kurzfristig ausfiel und plötzlich nur noch extrem teure Tickets verfügbar waren?



Ich zweifle nicht, dass die Fluggesellschaft diesen Betrag verlangt; aber die Fluggesellschaft sollte gezwungen werden, die Berechnungsgrundlagen zu veröffentlichen. Mit erhöhten Treibstoffkosten durch etwaige großräumige Umleitungen lässt er sich wohl nicht wirklich und reel begründen.
Ich bin Anfang Januar mit Emirates von MUC über DXB nach BKK geflogen und Anfang Februar den gleichen Weg zurück. Hin- und Rückflug zusammen kosteten 800 € (= 400 € pro Richtung); möge der Umweg die Strecke verdoppeln, dann dürfte evtl. der Rückflug das doppelte kosten – also 800 € für den Rückflug … mal 4 Personen wären 3200 € und keine 11000 €. Für was ist der Rest? Außer für die Gewinnmaximierung durch Ausnutzung einer Notlage.
Aber wie heißt es so schön: „Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode“ – auch die staatliche Thai Air beteiligt sich an der Gewinnmaximierung, obwohl sie durch die Sperrung des Luftraumes kaum betroffen ist. Sie fliegt nonstop z.B. BKK – FRA, hat nach eigenen Angaben kaum Umweg (der Flug dauert gerade mal weniger als 30 Minuten länger) und berechnet doch das dreifache des sonst üblichen Flugpreises für die einfache Strecke. Allerdings ist inzwischen auch die Rede davon, dass die Thai Air den Flugpreis nach oben angepasst hat – allerdings noch weit davon entfernt sein soll, für 4 Personen 11000 € zu verlangen..
Wir haben gerade auf der Thai Airways nach freien Flügen gesucht und am 26.03. freie Flüge gefunden. One Way, Bangkok nach Frankfurt am Main. 65.000 Baht pro Person. Also ca 7000 Euro. Die Familie in dem Artikel wollte aber nach Frankreich fliegen.
Es gibt immer irgendwelche Kriegsgewinnler. Airlines die Richtung Europa fliegen und nicht auf das Kriegsgebiet angewiesen sind gehören ganz bestimmt dazu. Das berühmte Nachfrage-Angebot-Prinzip. Und da brauchen die gar keinen „Kriegsgewinnlerzuschlag“ manuell einzurechnen, das tun die üblichen Algorithmen ganz selbständig.
Das muss man sich mal vorstellen, das ganze Dilemma und vermutlich zigtausende Tote, Verstümmelte und Verletzte und das alle nur zur Ablenkung weil ein paar Seiten aus den Epstein Akten nachträglich veröffentlicht werden mussten in denen der Methusalem in Washington schwer belastet wird. Halleluja!
Angebot & Nachfrage regeln den Preis. Wer das nicht versteht hat halt Pech und kann nur dumm daherreden.