14 Tage tot – dann steht er vor der TĂŒr

🚹🏠 Zwei Wochen nach einer Beerdigung geschieht etwas, das niemand fĂŒr möglich hĂ€lt. Ein Mann taucht wieder auf – offiziell lĂ€ngst tot. Was dann ans Licht kommt, stĂŒrzt gleich mehrere Familien in ein GefĂŒhlschaos
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14 Tage tot – dann steht er vor der TĂŒr
SiamNews

CHIANG RAI, THAILAND – Ein Mann aus dem Bezirk Mae Fah Luang ist lebend nach Hause zurĂŒckgekehrt – zwei Wochen, nachdem seine Familie ihn bereits beerdigt hatte. Ein Verwechslungsfall bei der Identifizierung einer Leiche hat zwei Familien in der Provinz Chiang Rai schwer belastet und wirft Fragen zu behördlichen AblĂ€ufen auf.

Verwechslung nach Beerdigung aufgefallen

Der Fall kam ans Licht, als der Mann, der offiziell als verstorben galt, nach rund 14 Tagen plötzlich wieder vor seinem Haus in Mae Fah Luang stand. Seine Angehörigen hatten noch kurz zuvor Abschiedsrituale fĂŒr ihn vollzogen, weil sie ĂŒberzeugt waren, seinen Körper beerdigt zu haben.

Die eigentliche Leiche war bereits am 9. Januar beigesetzt worden. Erst als der vermeintlich Tote zurĂŒckkehrte, wurde klar, dass es sich um einen schweren Irrtum bei der Identifizierung des Toten gehandelt hatte.

Falscher Ausweis fĂŒhrte zu Fehlbestattung

Auslöser der Verwechslung war die nationale IdentitÀtskarte des Mannes aus Mae Fah Luang, die an einer Leiche gefunden worden war. Der Tote stammte tatsÀchlich aus dem Bezirk Mae Suai, wurde aber aufgrund des Ausweises fÀlschlich den Angehörigen in Mae Fah Luang zugeordnet.

Da die Familie in Mae Fah Luang den Körper entgegennahm und ohne Zweifel an der offiziellen Dokumentation die Beerdigung organisierte, blieb der Fehler zunÀchst unentdeckt.

Exhumierung und zweite Beerdigung

Nach der RĂŒckkehr des lebenden Mannes einigten sich beide Familien darauf, die Leiche zu exhumieren und der richtigen Familie zu ĂŒbergeben. Am 23. Januar wurde die Thap Yang Public Rescue Association von Bewohnern in Mae Fah Luang um Hilfe gebeten.

Rettungshelfer fuhren zu der etwas abgelegenen BegrĂ€bnisstĂ€tte und öffneten das Grab. Die sterblichen Überreste wurden in frische TĂŒcher gewickelt, in einen neuen Sarg gelegt und anschließend in den Bezirk Mae Suai transportiert, wo die eigentliche Familie den Körper ĂŒbernahm und noch am selben Tag erneut beisetzte.

Rettungsorganisation spricht von einmaligem Fall

Der Leiter der Thap Yang Public Rescue Association erklĂ€rte, einen solchen Vorgang noch nie erlebt zu haben, zeigte jedoch VerstĂ€ndnis fĂŒr die Entstehung des Fehlers. „Die Behörden mĂŒssen sich auf offizielle Dokumente verlassen, wenn das Gesicht einer Leiche so stark beschĂ€digt ist, dass eine visuelle Identifizierung nicht möglich ist“, sagte er.

Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Verstorbene und der lebende Mann befreundet waren und zuvor gemeinsam in Chiang Mai gearbeitet hatten.

Unklare Todesursache und laufende Ermittlungen

Der Verstorbene soll entweder Opfer eines Übergriffs geworden sein oder in einen schweren Unfall verwickelt gewesen sein. Die Verletzungen im Gesichtsbereich waren so massiv, dass eine Identifizierung ohne Papiere nicht möglich war. Die genaue Todesursache wird von den zustĂ€ndigen Behörden weiter untersucht.

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ZUM ANGEBOT

Laut dem Portal SiamNews haben die Behörden bislang keine disziplinarischen Maßnahmen angekĂŒndigt. Der Fall macht jedoch deutlich, welche Risiken entstehen können, wenn sich die Identifizierung ausschließlich auf Ausweisdokumente stĂŒtzt.

Beide Familien sollen den Vorfall einvernehmlich geklĂ€rt haben und verzichten auf weitere öffentliche Stellungnahmen. Die Polizei fĂŒhrt eine laufende Ermittlung zum Tod des Mannes durch, und eine ÜberprĂŒfung der Identifizierungsverfahren steht im Raum, um Ă€hnliche FĂ€lle kĂŒnftig zu vermeiden.

Zentrale Punkte des Vorfalls

‱ Ein Mann aus Mae Fah Luang galt als tot und war bereits beerdigt, kehrte jedoch nach rund 14 Tagen lebend zurĂŒck.
‱ Die Fehlidentifikation beruhte auf seiner ID-Karte, die an einem anderen Toten gefunden worden war.
‱ RettungskrĂ€fte exhumierten die Leiche und ĂŒberfĂŒhrten sie zur richtigen Familie nach Mae Suai, wo eine zweite Beerdigung stattfand.

⚰ FĂŒr tot erklĂ€rt – wie konnte das passieren?

Ein Mann wird fĂŒr tot gehalten, begraben – und kehrt zwei Wochen spĂ€ter lebend nach Hause zurĂŒck. Zwei Familien stehen plötzlich vor einem Albtraum aus Irrtum, Trauer und Exhumierung.
Wie kann so ein Fehler ĂŒberhaupt passieren? Und reicht es, sich nur auf Ausweise zu verlassen?
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Quelle: SiamNews