Thai-Managerin: Vorwürfe der Kindesausbeutung

Eine 39-jährige Thai-Managerin muss sich in Tokio vor Gericht wegen Vorwürfen der Kindesausbeutung verantworten. Eine 12-Jährige war laut Anklageschrift in die Situation verwickelt.

Thai-Managerin: Vorwürfe der Kindesausbeutung
Bangkok Post

TOKIO, JAPAN – Vor dem Tokioter Bezirksgericht steht eine 39-jährige Thai-Frau namens Phakhaphon Punsiripanya wegen des Vorwurfs der Kindesausbeutung. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und erklärt, sie habe das Alter des betroffenen Kindes nicht gekannt.

Anklage und erste Gerichtsverhandlung

Phakhaphon Punsiripanya war als Managerin eines Massage-Parlours in Tokio tätig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, an der Ausbeutung eines Kindes beteiligt gewesen zu sein. Im ersten Verhandlungstermin erklärte die Angeklagte, die Vorwürfe seien nicht korrekt dargestellt.

Die Verteidigung argumentiert, die Angeklagte habe das Alter des Kindes nicht gekannt und habe es nie persönlich getroffen. Damit wird sowohl Wissen als auch unmittelbare Beteiligung in Abrede gestellt.

Vorwurf: Unzureichende Altersüberprüfung bei Einstellung

Laut Anklageschrift war Phakhaphon Punsiripanya seit Februar 2024 für Rekrutierung und Einstellungen im Salon zuständig. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, im Juni 2025 ein Kind eingestellt zu haben, ohne dessen Alter ausreichend zu überprüfen.

Laut Anklage habe die Mutter des Kindes Kontakt aufgenommen und angegeben, erneut im Salon arbeiten zu wollen – gemeinsam mit ihrem Kind. Die Angeklagte soll diese Einstellung ohne angemessene Altersverifikation genehmigt haben.

Mitangeklagter Salonbetreiber und gemeinsame Tatplanung

Der Salonbetreiber Masayuki Hosono (52) ist ebenfalls angeklagt. Die Anklage lautet, dass Punsiripanya und Hosono koordiniert zusammengearbeitet haben sollen. Im Zentrum des Verfahrens steht die Frage der gemeinsamen Verantwortung bei Rekrutierung und Einsatz.

Beide Angeklagten müssen sich wegen der behaupteten gemeinsamen Tatplanung verantworten. Das Gericht prüft, wer welche Rolle beim Zustandekommen der vorgeworfenen Verhältnisse spielte.

Ermittlungsergebnisse und Zeitverlauf

Das Kind reiste im Juni 2025 zusammen mit seiner Mutter nach Japan. Der Fall kam ans Licht, als sich das Kind im September an die japanische Einwanderungsbehörde (Immigration Services Agency) wandte und Hilfe suchte.

Anschließend wurde das Kind in Schutz genommen. Im Dezember desselben Jahres kehrte es nach Thailand zurück. Die Mutter wurde im selben Monat in Thailand festgenommen, unter anderem unter dem Verdacht des Menschenhandels.

Rechtlicher Status und Verfahrensfortgang

Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft wird ihre Beweise vorlegen, und das Gericht wird die Verantwortung der Angeklagten bewerten. Der Fall ist von erheblicher Bedeutung für die Frage, welche Pflichten Salonbetreiber und Manager bei der Überprüfung des Alters von Angestellten haben.

Die Verhandlungen in Tokio werden voraussichtlich mehrere Wochen andauern. Das Ergebnis könnte wichtige Präzedenzfälle für den Schutz von Kindern in Arbeitsverhältnissen in Japan und anderen Ländern schaffen.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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