BANGKOK, THAILAND – Das Department of Provincial Administration hat landesweit Standesämter angewiesen, die Prüfungen bei Eheschließungen deutlich zu verschärfen, um Scheinehen aufzudecken und zu stoppen. Generaldirektor Narucha Kosacivilize begründet die Maßnahmen damit, dass technologiegestützte Kriminalität und transnationale Netzwerke zunehmend Registrierungssysteme und Regierungsdokumente missbrauchen. Die Regeln betreffen vor allem ausländische Staatsangehörige, ethnische Minderheiten und Menschen ohne Personenstandsstatus und sollen den Missbrauch offizieller Dokumente verhindern.
Anweisung vom 22. Mai an alle Standesämter
Am 22. Mai verteilte das Department of Provincial Administration ein Schreiben an alle Provinzgouverneure mit klaren Vorgaben für Bezirksstandesämter, Bangkoker Bezirksämter und lokale Standesämter. Die Ämter wurden angewiesen, die neuen Prüfregeln strikt zu befolgen.
Im Fokus stehen Anträge auf Eheschließung, bekannt als Kor Ror 1, sowie die Qualifikation beider Antragsteller. Alle Schritte der Registrierung sollen künftig genauer kontrolliert werden.
Wer besonders unter die Lupe kommt
Die Maßnahmen richten sich gezielt gegen drei Gruppen: allgemeine ausländische Staatsangehörige, Minderheiten und ethnische Gruppen sowie Personen ohne Personenstandsstatus. Standesämter sollen bei diesen Anträgen besonders wachsam sein.
Als Beispiele nennt das Department Kategorien und Codes wie „Kategorie 6 (Personen)“, „Gruppen 50 bis 72“, „Kategorie 7 (Personen)“ sowie Personen mit den Codegruppen „0-89“ und „0-00“. Die genaue rechtliche Auslegung dieser Codes bleibt im Schreiben unkommentiert.
Neue Formulare und Echtheitsprüfungen
Ein neues dreisprachiges Prüfprotokoll namens Por Kor 14 wird eingeführt; das Formular liegt in Thai, Englisch und Chinesisch vor und weist auf strafrechtliche Folgen falscher Angaben hin. Es soll standardisierte Kontrollen erleichtern.
Außerdem sollen Standesämter die Ehehistorie in Echtzeit über die Eheregistrierungsdatenbank prüfen. Ledigkeitsbescheinigungen von Ausländern müssen übersetzt und vom Außenministerium beglaubigt werden.
Einzelinterviews und Ablehnung bei Verdacht
Wenn Standesbeamte begründeten Verdacht auf eine Scheinehe haben, sind sie angewiesen, Antragsteller getrennt zu befragen, damit Antworten nicht abgesprochen werden können. Diese Einzelinterviews dienen der Aufklärung der wahren Verhältnisse.
Bestehen Zweifel, können Beamte die Registrierung sofort verweigern. Jede Ablehnung muss rechtlich begründet werden; abgelehnte Antragsteller behalten das Recht auf Einspruch oder den Rechtsweg.
Nulltoleranz gegenüber Korruption
Das Department of Provincial Administration fordert von seinen Beamten ehrliches und transparentes Arbeiten und verbietet das Fordern oder Annehmen von Vorteilen neben den gesetzlichen Gebühren. Wird Korruption oder Beihilfe zu Straftaten festgestellt, sind Disziplinarmaßnahmen vorgesehen und das Department muss sofort informiert werden.
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Die Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Integrität der Registrierungssysteme gewahrt bleibt und das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Behörden nicht untergraben wird.
