Sie suchte Hilfe im Internet – und verlor alles! Eine Frau fällt auf falsche Top-Juristen herein, überweist fast 16 Millionen Baht und muss sogar ihr Haus verkaufen. Wie skrupellos gingen die Betrüger vor?
Hilfe gesucht – Falle zugeschnappt
Es begann harmlos – und endete im finanziellen Albtraum. Ende 2025 stellte eine Frau eine Anfrage in der Facebook-Gruppe „Free Legal Advice from Volunteer Lawyers“. Sie brauchte juristischen Rat in einem Grundstücksfall. Doch statt echter Hilfe meldeten sich Betrüger.
Ein Mann und eine Frau, angeblich ein renommiertes Anwalts-Ehepaar, nahmen Kontakt auf. Sie präsentierten sich als Experten für Landrecht, gaben sich seriös, freundlich – und extrem überzeugend. Die Frau ahnte nicht, dass sie gerade in eine perfekt geplante Falle tappte.
Treffen, Vertrauen, Täuschung
Um glaubwürdig zu wirken, arrangierten die falschen Anwälte persönliche Treffen in Chiang Mai und Mae Hong Son. Über zwei Monate bauten sie gezielt Vertrauen auf. Gespräche, Versprechungen, professionelle Auftritte – alles wirkte echt.
„Sie haben sich wie Profis verhalten“, soll die Geschädigte später ausgesagt haben. Genau das war der Plan. Denn als das Vertrauen erst da war, folgte der nächste Schritt: Geldforderungen – angeblich für Gebühren, Gutachten und juristische Schritte.
97 Überweisungen – fast 16 Millionen Baht
Was dann passierte, ist kaum zu glauben: Die Frau überwies 97-mal Geld. Insgesamt 15,95 Millionen Baht – umgerechnet mehrere hunderttausend Euro. Für Leistungen, die es nie gab.
Am Ende blieb ihr nichts. Um die angeblichen Rechnungen zu bezahlen, musste sie ihr Haus und weitere Vermögenswerte verkaufen. Vom versprochenen juristischen Erfolg: keine Spur. Stattdessen Schulden, Verzweiflung – und der bittere Verdacht, betrogen worden zu sein.
Razzia! Polizei schlägt zu
Die Ermittler der Polizei von Mae Sariang schlugen schließlich zu – gemeinsam mit der regionalen Kriminalpolizei. Bei Razzien in Phetchabun wurden vier von fünf Verdächtigen festgenommen. Die fünfte Person, die jüngste und einzige Frau der Gruppe, saß bereits wegen Betrugs in einem Gefängnis in Phitsanulok.
Sichergestellt wurden sieben Handys, Bankbücher, ATM-Karten, ein Laptop, zwei Autos, ein Traktor – und zwölf Goldschmuckstücke. Alles mögliche Beute aus dem Betrug.
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Alte Masche, bekannte Täter
Zwei Hauptverdächtige, Satawat und Kulthida, sind für die Polizei keine Unbekannten. Bereits seit 2022 sollen sie in ähnliche Betrugsfälle verwickelt gewesen sein. Immer dieselbe Masche: Sie gaben sich als Immobilienmakler oder Anwälte aus – und zogen ihre Opfer ab.
Drei weitere Beteiligte gaben zu, ihre Bankkonten zur Verfügung gestellt zu haben. Die Namen auf den Konten stammten teils von Verwandten und Nachbarn – offenbar um die Geldströme zu verschleiern.
Schaden noch viel größer?
Satawat behauptete gegenüber der Polizei, er habe zwar eine Beziehung zu Kulthida gehabt, aber nichts von dem Betrug gewusst. Woher das Geld kam? Angeblich keine Ahnung.
Die Ermittler glauben ihm nicht. Der geschätzte Gesamtschaden aller Opfer liegt laut Polizei bei rund 30 Millionen Baht. Und die Ermittlungen laufen weiter – weitere Geschädigte könnten sich noch melden.



Die Dummheit wurde mit 16 Mio. Baht
bestraft…
Vorab Vielen Dank für die bevorstehende Zensur!