Stundenlanger Regen legt ganze Stadtteile lahm
Für Stunden prasselte sintflutartiger Regen auf Pattaya nieder – mit verheerenden Folgen. Ganze Stadtteile stehen unter Wasser, der Verkehr ist lahmgelegt, und frustrierte Anwohner schütteln den Kopf über die immer wiederkehrenden Überschwemmungen.

Gegen 21:00 Uhr am 7. September öffneten sich die Schleusen des Himmels. Stundenlang goss es wie aus Eimern auf die Touristenmetropole herab. Die Folge: Überflutungen von 10 bis 50 Zentimetern in besonders anfälligen Gebieten.
Besonders betroffen waren die Soi Khao Talo, Soi Khao Noi und die Zugstraße zum Wat Tham Tempel. Kleinwagen und Motorräder versuchten sich vorsichtig durch die Fluten zu kämpfen – oft vergeblich. „Mein Motor hat einfach aufgegeben“, berichtete ein verzweifelter Fahrer. „Jetzt steht eine teure Reparatur an.“

Tropensturm Peipah:
Keine direkte Gefahr, aber Auswirkungen
Das Thailändische Meteorologische Department gab unterdessen Entwarnung: Der neu entstandene Tropensturm Peipah (benannt nach der Macao Sonderverwaltungszone) stellt keine direkte Bedrohung für Thailand dar. Doch indirekt macht sich das Unwetter bemerkbar: Für Japan-Reisende werden in den nächsten 1-3 Tagen Gewitter erwartet, die 60-80% der Fläche betreffen. Von 7.-10. September sind zudem hohe Windgeschwindigkeiten und Wellenhöhen vorhergesagt.

Lokalbewohner können nur noch den Kopf schütteln. „Schon wieder das gleiche Spiel“, seufzt ein Anwohner der Soi Khao Talo. „Sobald es länger als eine Stunde regnet, stehen wir knietief im Wasser.“ Trotz wiederholter Versprechungen der Stadtverwaltung scheint das Problem unlösbar. Die Verkehrslenkung durch Beamte brachte nur kurzfristige Erleichterung. Langfristig fehlt es an einem durchdachten Entwässerungssystem.

Was bedeutet das für Touristen und Anwohner?
Kleinere Fahrzeuge sollten flutgefährdete Gebiete meiden. Die Reparaturkosten für Wasserschäden am Motor können schnell in die Tausende gehen. Alternativrouten sind zwar zeitaufwendiger, aber weitaus kostengünstiger. Für Touristen empfiehlt sich: Aktuelle Wetterapps checken und bei Starkregenwarnungen Indoor-Aktivitäten vorziehen.

Die Stadtverwaltung Pattaya steht unter Druck. Die immer wiederkehrenden Überflutungen schaden nicht nur den Einheimischen, sondern auch dem Image als Touristenparadies. Investitionen in die Infrastruktur sind dringend nötig. Bis dahin hilft nur eins: Gummistiefel vor die Tür stellen und auf Besserung hoffen.



