Thailands Finanzminister tritt zurück – Vorwürfe über Verbindungen zu Betrüger-Netzwerken!
Nach nur einem Monat im Amt ist Thailands stellvertretender Finanzminister Vorapak Tanyawong zurückgetreten. Der erfahrene Banker wehrt sich gegen Berichte, die ihn mit Betrüger-Netzwerken aus Kambodscha in Verbindung bringen – angeblich soll seine Frau drei Millionen Dollar in Kryptowährung von einem chinesisch-kambodschanischen Kriminellen-Netzwerk erhalten haben.
Rücktritt nach nur 30 Tagen im Amt
Der erfahrene Banker mit über drei Jahrzehnten Berufserfahrung war erst im September 2025 unter Premierminister Anutin Charnvirakuls Bhumjaithai-geführter Regierung ernannt worden. Seine Aufgabe: die Überwachung von Finanzreformen während einer nationalen Kampagne gegen „Graugeld“-Ströme aus illegalen Operationen.
Doch gestern Nachmittag in Bangkok gab Vorapak seine Demission bekannt. In einer Pressekonferenz beteuerte er: „Jeder, der versucht, meinen Namen zu nutzen, um Verbindungen zu Betrügern zu suggerieren, lügt.“ Seine Frau habe keine Kryptowährungsbestände, und seine beruflichen Engagements seien transparent.
Whale Hunting-Bericht löste Skandal aus
Auslöser der Affäre war ein Bericht des investigativen Newsletters Whale Hunting, veröffentlicht von einer Gruppe namens Project Brazen. Demnach soll Vorapaks Frau drei Millionen Dollar in Kryptowährung von einem chinesisch-kambodschanischen kriminellen Netzwerk erhalten haben.
Der Minister kündigte an, Strafanzeigen wegen Verleumdung gegen die Ankläger zu stellen. Seinen Rücktritt habe er selbst Anutin vorgeschlagen, „um die Regierung nicht zu belasten“ – er sei nicht gezwungen worden.
Anutin in der Zwickmühle
Premierminister Anutin, der erst einen Tag zuvor eine schriftliche Erklärung von Vorapak gefordert hatte, nahm das Rücktrittsgesuch an. Gleichzeitig bekräftigte er das Engagement der Regierung, allen Hinweisen nachzugehen – Teil einer breiteren Anti-Betrugs-Initiative.
Thailändische Behörden haben in diesem Jahr bereits über 100 Betrüger-Zentren zerschlagen, die oft von chinesischen und kambodschanischen Tätern betrieben werden und weltweit Opfer in die Falle locken.
Politische Auswirkungen
Vorapaks Abgang erhöht den Druck auf Anutins Koalition, die erst im August die Macht übernahm, nachdem das Verfassungsgericht die vorherige Premierministerin Paetongtarn wegen eines Ethikverstoßes im Grenzstreit mit Kambodscha entlassen hatte.
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Die Pheu Thai Partei der Shinawatra-Dynastie ist jetzt führerlos, nachdem Paetongtarn heute ebenfalls ihren Rücktritt als Parteichefin bekannt gab. Diese Doppel-Rücktritte deuten auf erhebliche politische Erschütterungen hin – möglicherweise noch vor einer möglichen Auflösung des Repräsentantenhauses Anfang 2026.
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