NAKHON PHANOM – Eine Drogen-Razzia in Thailand endete mit einer ungewöhnlichen Szene: Drei festgenommene Transgender–Frauen baten die Polizei um Lippenstift – in der Hoffnung, so Mitleid bei den Beamten zu erregen. Hintergrund ist ein Drogenring, der mit Methamphetamine handelt.
Drogen-Razzia beginnt mit Süchtigem
Alles begann mit einem Notruf am 6. November. Ein Mann randaliere unter Drogeneinfluss, meldete ein besorgter Bürger.
Polizeileutnant Sakda Tonchan und sein Team fanden den 33-jährigen Santisuk in seinem Schlafzimmer. Er war gerade dabei, Methamphetamine zu konsumieren.
„Er gab zu, bis zu drei Meth-Pillen täglich zu konsumieren“, so die Beamten. Der Süchtige nannte seine Quelle: Die 54-jährige Aew, eine Dealerin.
Polizei-Falle schnappt Dealerin
Die Polizei legte sich vor Aews Haus an der Highway 212 auf die Lauer. Sie beobachteten die Verdächtige über Stunden. Als sie die Frau festnahmen, fanden sie 15 Meth-Pillen in ihrer Tasche. Die Beweislage war erdrückend.
„Sie gestand, mit Drogen zu dealen“, berichtet ein Ermittler. Aew verriet auch ihre Kunden: Eine Gruppe von Ladyboy-Freunden.
Drei Trans-Frauen beim Drogenkonsum erwischt
Der nächste Einsatz führte die Polizei in die Soi Phithak Phanom Nakhon. Hier erwartete sie eine Überraschung.
Sie erwischten drei Personen auf frischer Tat: Prasit (51), Kittikun (66) und Apisak (40). Alle drei Trans-Frauen waren unter Drogeneinfluss.
Drogentests fielen positiv aus. Die Festgenommenen gaben an, traditionelle bai sri-Zeremonienteller herzustellen.
Skurrile Szene bei Festnahme
Doch dann kam die überraschende Wendung. Während die Polizei die Festnahmeprotokolle vorbereitete, bat einer der Festgenommenen um Lippenstift.
„Da wir ins Gefängnis gehen, wollen wir gut aussehen“, erklärte Kittikun, genannt Dulya. Die anderen stimmten sofort zu.
„Vielleicht haben die gutaussehenden Officers ja Mitleid mit uns.“ Eine skurrile Bitte, die selbst erfahrene Polizisten überraschte.
Drogen als angebliche Arbeitshilfe
Die Drei gaben zu, Methamphetamine zu nehmen. Sie behaupteten, die Drogen für ihre Arbeit zu benötigen.
Angeblich brauchten sie die Energie für Großaufträge. Wenn die Geschäfte schlecht liefen, konsumierten sie einfach gemeinsam.
„Das Haus war in einem schlimmen Zustand“, berichteten die Ermittler. Offenbar vernachlässigten die Frauen ihren Haushalt komplett.
Alle warten auf Gerichtsverfahren
Jetzt müssen sich alle fünf Verdächtigen vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf Besitz von Betäubungsmitteln.
Für Aew und Prasit kommt noch der Vorwurf des Drogenhandels hinzu. Das Strafmaß könnte deutlich höher ausfallen.
Die Lippenstift-Strategie dürfte vor Gericht kaum helfen. Die Ermittlungen sind abgeschlossen, die Akten gehen jetzt an die Staatsanwaltschaft.
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Fünf Festnahmen, Meth im Spiel – und ein Bitten um Lippenstift zur Verhaftung.
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