BANGKOK, THAILAND – Ein amerikanischer Tourist hat nach einem Abend in Bangkoks Nachtleben vor gefährlichen schwarzen Henna-Tattoos gewarnt, nachdem er schwere Verletzungen im Gesicht erlitten hatte, die dauerhaft vernarben könnten.
Spontane Idee in Bangkoks Nachtleben endet im Krankenhausrisiko
Der US-Content-Creator Nick Nayersina war mit Freunden in Thailand unterwegs, als sie sich in der Partystimmung zu einem gemeinsamen Tattoo-Experiment hinreißen ließen. In einer belebten Straße in Bangkok ließen sie sich von einem Straßenverkäufer ein Mike-Tyson-ähnliches Gesichtstattoo mit schwarzem Henna aufmalen.
Nayersina schilderte, er habe die Tattoos in der Nacht zunächst als gute Idee empfunden. „Wir sind in Bangkok ausgegangen und aus irgendeinem Grund hatten wir die großartige Idee, uns schwarze Henna-Mike-Tyson-Tattoos machen zu lassen“, erklärte er seinen Followern.
Schmerzhaftes Erwachen: Blasen, Eiter, brennende Haut
Schon kurz nach der Nacht verschlechterte sich der Zustand seiner Haut deutlich. „Mein ganzes Tattoo bildet Blasen und nässt“, berichtete er. Laut Nayersina begann sich die Haut zu schälen und zu brennen, die betroffene Stelle sei stark gereizt und extrem empfindlich gewesen.
Er sagte, er habe sich inzwischen von mehreren Fachleuten beraten lassen. „Es beginnt, sich als Narbe in mein Gesicht einzubrennen. Meine Haut ist gereizt und reagiert. Mir wurde gesagt, es könnte vernarben oder wieder verschwinden. Es kommt immer noch Eiter heraus und es fühlt sich an wie ein Sonnenbrand“, so Nayersina.
Der Influencer erklärte zudem, er habe nachträglich erfahren, dass „viele Leute“ nach Besuchen bei demselben Händler dauerhafte Narben zurückbehalten hätten. Er zeigte sich sichtlich besorgt, die Kontur des Tattoos könne dauerhaft auf seiner Haut bleiben. „Das ist kein Witz“, betonte er. „Kommt nicht nach Bangkok und lasst euch im Vollrausch ein schwarzes Henna-Tattoo ins Gesicht machen, denn es kann genau dazu führen.“

Was hinter schwarzem Henna steckt
Der Kern des Problems liegt in der Substanz selbst. Schwarzes Henna ist kein natürliches Henna, sondern häufig mit dem chemischen Farbstoff Paraphenylendiamin (PPD) versetzt. Im Gegensatz zu traditionellem, bräunlichem Henna aus gemahlenen Henna-Blättern wird PPD zugesetzt, um die Farbe dunkler und länger haltbar zu machen.
PPD ist in Haarfärbemitteln unter strengen Auflagen erlaubt, doch bei direktem Kontakt mit der Haut – insbesondere im Gesicht – kann es zu schweren Verbrennungen, Blasenbildungen, Infektionen und dauerhaften Narben führen.
In einer Warnung der australischen Regierung heißt es dazu: „Schwarzes Henna ist keine natürliche Substanz – es wird mit PPD gemischt, das die Farbe verändert und schneller auf der Haut reagiert.“ Weiter wird betont, dass die Verwendung dieser Substanz auf der Haut in Australien, den USA und weiten Teilen Europas verboten ist.
Trotz dieser Verbote bleibt schwarzes Henna in Touristenhochburgen verbreitet. Dort bieten Straßenkünstler und Händler die dunkle, tätowierungsähnliche Farbe an, weil sie optisch stärker wirkt und länger hält. Besonders in beliebten Reisezielen wie Thailand oder Bali sind die Angebote allgegenwärtig.
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Gesundheitsrisiken gehen weit über die Haut hinaus
Neben schweren Hautreaktionen wie Verbrennungen und Blasenbildung kann die Verwendung von schwarzem Henna mit PPD laut den vorliegenden Informationen weitere Nebenwirkungen auslösen. Zu den beschriebenen möglichen Folgen gehören:
• Sensibilisierungsdermatitis (allergische Hautreaktion)
• Reizungen im Rachenraum
• Bronchialasthma
• Übelkeit
• Halsschmerzen
• Schwindelgefühl
Diese Risiken treffen Reisende oft unvorbereitet. Viele Touristen wissen nicht, dass schwarzes Henna in zahlreichen Ländern für die Anwendung auf der Haut verboten ist, in Urlaubsregionen jedoch weiterhin verwendet wird.
Alkohol, Leichtsinn und fehlende Informationen
Der Fall von Nick Nayersina reiht sich ein in eine Serie von Vorfällen, die in stark frequentierten Urlaubszielen wie Thailand oder Bali immer wieder auftreten. Dort gehen Reisende – gerade nach Alkoholkonsum – Risiken ein, die sie zu Hause meiden würden.
Mediziner berichten, dass solche Ereignisse häufig einem bekannten Muster folgen:
• Alkohol senkt die Urteilsfähigkeit
• Reisende fühlen sich unverwundbar
• Lokale Anbieter informieren nicht immer über Inhaltsstoffe, Hygienestandards oder Langzeitfolgen
Hinzu kommen klassische Reisegefahren wie Lebensmittelvergiftungen, verunreinigtes Wasser und der Versuch, bei Straßendienstleistungen zu sparen. Was als harmloser Urlaubsspaß beginnt, kann sich so zu einem wochenlangen und kostspieligen medizinischen Problem entwickeln.
Warnung an andere Reisende
Nayersina betonte, er habe seine Erfahrung öffentlich gemacht, um andere zu schützen. Er hoffe, dass sein Fall Reisende davon abhalte, ähnliche Entscheidungen zu treffen.
Seine Botschaft ist klar und richtet sich insbesondere an Partyurlauber in Bangkok und anderen Touristenzentren:
• Keine schwarzen Henna-Tattoos im Gesicht
• Besondere Vorsicht bei Angeboten von Straßenverkäufern
• Keine spontanen Körperbehandlungen im Alkoholrausch
Mit seinem eindringlichen Appell will Nayersina verhindern, dass aus einem lustigen Urlaubsmoment eine bleibende Verletzung wird. „Das ist kein Witz“, wiederholte er – und machte aus seinem Selbstversuch eine unmissverständliche Warnung für andere Thailand-Besucher.
Was lernen Reisende daraus?
😱 Ein witziger Urlaubs-Moment – und plötzlich droht eine lebenslange Narbe.
Viele kennen die Bangkok-Nächte, in denen alles möglich scheint. Doch dieser Fall zeigt: Nicht jede spontane Idee ist harmlos, vor allem nach Alkohol.
⚠️ Black Henna ist kein echtes Henna – und kann die Haut dauerhaft verbrennen.
👉 Würdest du im Urlaub ein Risiko wie dieses eingehen – oder hast du schon selbst einen medizinischen Schock erlebt? Schreib’s in die Kommentare!



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