Millionen-Drogenlager – Thai-Australier festgenommen

Millionen-Drogenlager - Thai-Australier festgenommen
Wichit Police

PHUKET – In einem spektakulären Coup hat die Polizei auf der Touristeninsel einen großen Drogenring ausgehoben. Der Kopf: Ein 22-jähriger Thai-Australier. Bei der Aktion wurden 120.000 Methamphetamin-Pillen und sechs Kilogramm Crystal Meth sichergestellt.

Tipp aus Ranong führt zum Volltreffer

Alles begann mit einem geheimen Hinweis aus der Nachbarprovinz Ranong. Drogenfahnder erfuhren von einem ausgeklügelten Schmuggelweg.

Die Rauschgift-Lieferungen wurden per privatem Kurierdienst von Zentralthailand nach Phuket geschickt. Die Übergabe sollte an öffentlichen Orten in Wichit stattfinden.

Die Polizei legte sich sofort auf die Lauer. Zwei Teams observierten eine Flash-Express-Filiale und den Eingang eines Big C Supermarkts.

Teenager als ahnungsloser Kurier missbraucht

Gegen 14 Uhr beobachteten die Ermittler einen 16-jährigen Jungen, der ein verdächtiges Paket abholte. Bei der Kontrolle schlug das Ermittlerglück zu.

In dem Paket fanden sich 60.000 Yaba-Pillen und zwei Kilogramm Crystal Meth. Der Jugendliche gestand unter Tränen.

Er sei von einem Ausländer in Chalong angeheuert worden und habe am selben Tag bereits eine frühere Lieferung abgeholt. Ein klarer Fall von Jugendlichen als Bauernopfer im Drogenkrieg.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Jagd nach dem Hauptverdächtigen

Die Polizei handelte blitzschnell. Ein Team durchsuchte ein gemietetes Zimmer in Chalong, das mit dem Ausländer in Verbindung gebracht wurde.

Dort machten sie einen sensationellen Fund: Weitere 60.000 Pillen und vier Kilogramm Ice. Der Gesamtwert der beschlagnahmten Drogen liegt bei über sieben Millionen Baht (ca. 175.000 Euro).

Der Hauptverdächtige, Gabriel John Thanes Garnet (22), war jedoch flüchtig. Eine großangelegte Fahndung begann.

Festnahme an der Ausreiseroute

Gegen 22:10 Uhr war die Jagd zu Ende. Die Polizei schnappte den Thai-Australier und seine thailändische Freundin an einer Tankstelle kurz vor der Ausreise.

Sie warteten offenbar darauf, die Insel über den Phuket Immigration Checkpoint zu verlassen. Ein geplanter Fluchtversuch scheiterte damit im letzten Moment.

Beide wurden zur Wichit Polizeistation gebracht und angeklagt. Das Netzwerk hatte die Kurier-Methode laut Polizei bereits mehrfach erfolgreich genutzt.

Polizeichef warnt vor weiteren Schlägen

Polizeioberst Somsak Thongkliang, Chef der Wichit Polizei, zeigte sich entschlossen. „Diese Operation zeigt die enge Zusammenarbeit der Provinzeinheiten, um große Drogenverteilernetzwerke in Phuket zu zerschlagen.“

Neben strafrechtlichen Konsequenzen für alle Beteiligten, einschließlich des Jugendlichen, verfolgen die Ermittler nun die Geldflüsse.

Ziel ist die Beschlagnahmung von Vermögenswerten des Netzwerks. Weitere Festnahmen sind nicht ausgeschlossen.

Klarer Sieg – aber der Krieg geht weiter

Dieser Schlag ist ein wichtiger Sieg für die Sicherheit auf Phuket. Die Menge an sichergestellten Drogen hätte Zehntausende Menschen in Abhängigkeit gestürzt.

Doch die Ermittler wissen: Für jeden zerschlagenen Ring wartet ein neuer Händler. Der lukrative Drogenmarkt auf der Ferieninsel ist zu verlockend.

Die Botschaft der Polizei ist klar: Phuket ist kein sicherer Hafen für Drogenhändler. Die Jagd geht weiter.

🗣 Wie tief reicht dieses Netzwerk wirklich?

120.000 Pillen. Sechs Kilo Crystal Meth. Minderjährige als Abholer. Internationale Verbindungen.

Ist das ein einzelner Schlag –
oder nur die sichtbare Spitze eines viel größeren Drogenapparats auf Phuket?

Wie viele solcher Pakete sind durchgekommen, bevor dieses aufflog?
Und warum geraten immer öfter Jugendliche in diese Strukturen?

Schreib offen: Zufallstreffer – oder Beginn einer größeren Abrechnung?

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: The Phuket News

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert