30-Tage-Frist: Wer nicht meldet, riskiert Haft

30-Tage-Frist: Wer nicht meldet, riskiert Haft
The Nation

BANGKOK – Das thailändische Justizministerium schlägt Alarm! Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter nicht korrekt bei der Sozialversicherung anmelden, müssen mit drakonischen Strafen rechnen. Das Risiko: Bis zu sechs Monate Haft und saftige Geldstrafen.

Die wichtigste Frist: 30 Tage für Neuanmeldungen

Das Sozialversicherungsgesetz ist eindeutig: Jeder Arbeitgeber mit mindestens einem Angestellten muss sich und seine Mitarbeiter bei der Sozialversicherungsbehörde (SSO) registrieren.

Für jeden neuen Mitarbeiter beginnt ein Countdown: Die Anmeldung muss innerhalb von 30 Tagen nach Arbeitsantritt erfolgen. Diese Frist ist nicht verhandelbar.

„Das Gesetz gilt für alle, vom Kleinstunternehmer bis zum Konzern“, stellt das Ministerium klar. Eine Ausnahme gibt es nicht.

Das droht bei Verstößen: Haft oder hohe Geldstrafe

Wer die Beiträge zur Sozialversicherung nicht zahlt, begeht eine Straftat. Das Urteil kann hart ausfallen: Bis zu sechs Monate Gefängnis, eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht (ca. 500 Euro) oder beides.

Die Justiz will damit ein klares Signal setzen. Der Sozialschutz der Mitarbeiter ist nicht verhandelbar und wird mit der vollen Härte des Gesetzes durchgesetzt. Schon kleine Unternehmen sind in der Pflicht. Die Strafen treffen somit vor allem den Mittelstand.

Achtung Falle: Diese weiteren Pflichten beachten

Die Meldepflicht endet nicht mit der Anmeldung. Wenn ein Mitarbeiter kündigt, muss der Arbeitgeber die SSO innerhalb von 15 Tagen nach Ablauf des Monats informieren, in dem der letzte Beitrag gezahlt wurde.

Auch der Kündigungsgrund muss angegeben werden. Eine vergessene Abmeldung kann teuer werden.
Denn für verspätete oder unvollständige Beitragszahlungen werden scharfe Zuschläge fällig.

So werden Verspätungen teuer

Beiträge müssen bis zum 15. des Folgemonats gezahlt werden. Bei Verspätung knallt es: Es wird ein Zuschlag von 2% pro Monat auf den geschuldeten Betrag berechnet.

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Ein Beispiel: Der Beitrag für März muss bis zum 15. April gezahlt sein. Erfolgt die Zahlung erst am 30. April, werden 15 Tage (ein halber Monat) mit 2% berechnet.

Auch bei zu niedrigen Zahlungen wird der Zuschlag auf den fehlenden Betrag fällig. Das summiert sich schnell zu einer erheblichen Extra-Rechnung.

Warum die Behörden jetzt durchgreifen

Hinter der strengen Warnung steht ein klares Ziel: Die soziale Absicherung aller Arbeitnehmer in Thailand soll lückenlos gewährleistet sein. Viele Mitarbeiter sind sich ihrer Rechte nicht bewusst und werden von skrupellosen Arbeitgebern ausgenutzt. Die Kampagne des Ministeriums soll dies beenden.

Die Botschaft an alle Unternehmer ist eindeutig: Nehmt eure Verantwortung ernst. Die Kosten für Nachlässigkeit sind hoch – finanziell und persönlich.

Das sollten Arbeitgeber sofort tun

Unternehmer sollten dringend ihre Personalunterlagen und Meldefristen überprüfen. Ist jeder Mitarbeiter korrekt angemeldet? Sind alle Kündigungen gemeldet?

Im Zweifelsfall sollte direkt die Sozialversicherungsbehörde (SSO) kontaktiert werden. Proaktiv zu handeln, ist besser, als auf eine teure Strafe zu warten. Die Zeit läuft. Die nächste Kontrolle könnte schon vor der Tür stehen.

🗣 Wenn Bürokratie plötzlich strafbar wird

Ist es gerecht, bei verspäteten Meldungen mit Haft zu drohen – oder ist genau diese Härte nötig, um Arbeitnehmer wirklich zu schützen?
Wo endet Nachlässigkeit, wo beginnt Verantwortung? Schreib, wie du das siehst – als Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder Beobachter.

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Quelle: The Nation

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