BANGKOK – Die Millionen-Metropole erstickt im giftigen Feinstaub! Die Behörden warnen vor extrem hohen PM2.5-Werten. Gouverneur Chadchart Sittipunt zieht eine drastische Maßnahme in Betracht: Eine offizielle Homeoffice-Anordnung für die Hauptstadt.
Giftwolke zieht über Bangkok auf
Das Ende der Wetterlage ist abzusehen, doch die Luft wird noch gefährlicher. Das Pollution Control Department (PCD) warnt vor einer massiven Feinstaub-Anreicherung vom 1. bis 4. Februar.
„Stagnierende Luftmassen werden die Situation besonders in zentralen und nordwestlichen Stadtteilen verschärfen“, warnt PCD-Chef Pinsak Suraswadi. Auch Nordthailand bleibt ein Hotspot.
Die Hauptstadt bleibt vorerst auf „Orange“-Niveau. Doch Gouverneur Chadchart warnt: Die gesundheitlichen Auswirkungen sind bereits jetzt spürbar.
Diese drastische Maßnahme wird geprüft
Falls die Werte zwischen dem 31. Januar und 3. Februar weiter ansteigen, will die Stadtverwaltung (BMA) handeln. Das Mittel der Wahl: Homeoffice für alle, die können.
Der Gouverneur will die Unternehmen zur Kooperation auffordern, um den Verkehrsausstoß in der Stadt drastisch zu reduzieren. Millionen Pendler könnten betroffen sein.
Parallel werden Smog-Quellen wie Biomasse-Verbrennung, rußende Fahrzeuge und Baustellen schärfer überwacht. Die Windrichtung bleibt unberechenbar.
Feinstaub-Werte schießen in die Höhe
Die aktuellen Zahlen sind alarmierend. In 13 Provinzen, darunter Bangkok, Samut Sakhon und Chon Buri, liegt der PM2.5-Wert über dem Grenzwert.
Der Spitzenwert lag am Sonntag bei 62,1 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der thailändische Sicherheitsgrenzwert liegt bei 37,5 µg/m³, die WHO empfiehlt maximal 25 µg/m³.
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Für die Bevölkerung bedeutet das: Atemwegsprobleme, brennende Augen und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die unsichtbaren Partikel dringen tief in die Lunge ein.
Experten schlagen Alarm: „Kein saisonales Problem mehr“
Die Thailand Consumer Council (TCC) warnt vor Verharmlosung. „PM2.5 ist kein saisonales Problem mehr, sondern ein chronisches nationales Desaster“, sagt Vizepräsidentin Monrudee Phoin.
Sie fordert sofortige Hilfen wie kostenlose Masken für Risikogruppen und Fernunterricht für Schulen. Die langfristige Lösung sieht sie im „Clean Air Act“, einem sauberen Luft-Gesetz.
Die Dimension ist gewaltig: Im Jahr 2025 suchten bereits 10 Millionen Menschen in staatlichen Krankenhäusern wegen Smog-Folgen Behandlung.
Das bedeutet die Krise für die Bürger
Für die Einwohner Bangkoks bedeutet die Warnung: Aktivitäten im Freien sollten vermieden werden. Sport oder längere Spaziergänge sind gesundheitsgefährdend.
Empfindliche Gruppen wie Kinder, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Luftreiniger und FFP2-Masken werden wieder zum Alltagsgegenstand.
Die Stadtverwaltung steht unter massivem Druck, die Krise in den Griff zu bekommen. Die kommende Woche wird zeigen, ob die drastische Homeoffice-Maßnahme Wirklichkeit wird.
🗣 Wenn Atmen zur Gefahr wird
Smog ist längst kein Winterproblem mehr – sondern Alltag. Millionen gehen arbeiten, Kinder gehen zur Schule, während die Luft krank macht.
Reichen App-Warnungen und Masken – oder braucht Thailand endlich radikale Schritte, um die Luft wirklich sauber zu bekommen?
Wie erlebst du die Situation vor Ort?


