BANGKOK, THAILAND – An einer Motorrad-Taxistation im Bezirk Huai Khwang ist am Montagmorgen ein Fahrer durch Schüsse tödlich verletzt worden. Tatverdächtig ist ein ehemaliger städtischer Bediensteter, der sich noch am selben Tag der Polizei stellte.
Tat an der Motorrad-Taxistation
Der Vorfall ereignete sich am Morgen des 26. Januar 2026 an einem Taxi-Stand in Ratchada Soi 10, am Eingang von Soi Prachasanti 11-2 im Bangkoker Bezirk Huai Khwang.
Gegen 9.00 Uhr ging bei der Polizeiwache Huai Khwang die Meldung über eine Schussabgabe mit Todesfolge ein. Polizeibeamte rückten gemeinsam mit forensischen Experten und Rettungsdiensten zum Einsatzort aus.
Opfer am Tatort gefunden
Am Taxi-Stand fanden die Einsatzkräfte den leblosen Körper eines Motorrad-Taxifahrers, identifiziert als Mr Toonjai (Nachname zurückgehalten). Der Mann saß noch auf einem Stuhl an seinem Stand.
Laut Polizei hatte der Fahrer zwei Schussverletzungen am Kopf erlitten und wurde noch am Tatort für tot erklärt. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, um Spuren zu sichern.
Länger schwelender Streit
Erste Ermittlungen richteten sich gegen Mr Chu, einen ehemaligen Kommunalangestellten der Bangkok Metropolitan Administration. Zeugen erklärten, zwischen dem Verdächtigen und dem späteren Opfer habe es bereits zuvor wiederholt verbale Auseinandersetzungen gegeben.
Nach Angaben von Augenzeugen hatte der Fahrer an jenem Morgen zunächst an einem nahegelegenen Imbiss gegessen und war anschließend zu seinem Stand zurückgekehrt, um auf Fahrgäste zu warten.
Eskalation und Schüsse aus nächster Nähe
Der Verdächtige soll kurz darauf mit einem Motorrad aus seiner in derselben Gasse gelegenen Wohnung gekommen sein und den Fahrer angesprochen haben. Es sei zu einem heftigen Streitgespräch gekommen, bevor der Mann wieder in seine Wohnung zurückkehrte.
Wenig später sei er den Schilderungen zufolge mit einer Schusswaffe zurückgekehrt. Während der Auseinandersetzung sei der Fahrer weiterhin auf dem Stuhl an der Taxistation sitzen geblieben.
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Zeugen berichteten, der Verdächtige habe dann zwei Schüsse aus kurzer Distanz auf den Kopf des Mannes abgefeuert und sei anschließend zurück in seine Wohnung geflohen. „Er hat direkt auf ihn gezielt, dann ist er sofort weggelaufen“, zitierte Khaosod Augenzeugen aus Polizeibriefings.
Ermittlungen und Festnahme nach Kontakt mit Familie
Die Polizei sicherte Tatortspuren, stellte Beweisstücke sicher und begann, Überwachungsmaterial umliegender Gebäude auszuwerten, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren.
Im Laufe des Tages nahm der Sohn des Verdächtigen Kontakt zu den Behörden auf. Er konnte seinen Vater laut Polizei dazu bewegen, sich zu stellen. „Der Verdächtige hat sich nach Gesprächen mit Familienangehörigen freiwillig ergeben“, hieß es aus Ermittlerkreisen.
Der Beschuldigte wurde daraufhin in Gewahrsam genommen und zur vernehmungsweisen Befragung auf die Polizeiwache Huai Khwang gebracht. Dort werde er derzeit festgehalten, erklärten die Ermittler.
Weitere rechtliche Schritte
Die Polizei führt das Verfahren wegen tödlicher Schussabgabe und bereitet weitere strafrechtliche Schritte vor. Die Ermittlungen zu Motiv, genauer Vorgeschichte des Streits und Waffenherkunft dauern an.
Nach Angaben der Polizei wird der Fall von der Polizeistation Huai Khwang bearbeitet. Details zum Fortgang des Verfahrens sollen nach Abschluss der ersten Vernehmungen bekanntgegeben werden.
🗣 Wenn Worte zu Kugeln werden
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