Schockfund im Koffer: Lebende Tiere nach Thailand geschmuggelt

Schockfund im Koffer: Lebende Tiere nach Thailand geschmuggelt
DNP

BANGKOK, THAILAND – Ein 35-jähriger Thai ist am internationalen Flughafen Suvarnabhumi festgenommen worden, nachdem Zoll- und Wildtierbehörden in seinem Koffer einen lebenden Bengalwaran und ein Opossum entdeckt hatten. Die Ermittler werten den Zugriff als wichtigen Erfolg im verschärften Vorgehen gegen den illegalen Handel mit geschützten Wildtieren und verweisen auf bessere Kontrollen und enge Zusammenarbeit der Behörden.

Kontrolle nach Ankunft aus Manila

Der Mann mit dem Vornamen Ratthapong war am 2. Februar mit dem Thai-Airways-Flug TG625 aus Manila eingereist, als sein Gepäck am Abend im Ankunftsbereich des Flughafens in den Fokus der Kontrolleurinnen und Kontrolleure geriet.

Die Festnahme erfolgte gegen 19.40 Uhr in der Nähe des Zollausgangs B im internationalen Terminal, nachdem sein Koffer bei der Röntgenkontrolle auffällig geworden war.

Entdeckung im Hartschalenkoffer

Beamtinnen und Beamte des Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP) durchsuchten den Hartschalen-Trolley gemeinsam mit dem Zollpersonal und Quarantänekräften, nachdem die Röntgenbilder Unregelmäßigkeiten gezeigt hatten.

Im Inneren fanden sie den Bengalwaran und das Opossum, die zusammen mit einer tragbaren Lüftereinheit und einer Powerbank verstaut waren, offenbar um die Tiere während des Flugs am Leben zu halten.

Verdacht auf illegalen Wildtierimport

Die Kombination aus lebenden Tieren und technischer Ausrüstung löste bei den Einsatzkräften sofort den Verdacht aus, dass es sich um einen Versuch der illegalen Einfuhr geschützter Wildtiere handelte.

Die Tiere sowie sämtliche Hilfsmittel wurden umgehend beschlagnahmt, der Verdächtige vor Ort festgesetzt und zur weiteren Vernehmung abgeführt.

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ZUM ANGEBOT

Mehrere Gesetzesverstöße zur Anzeige gebracht

Gegen Ratthapong werden nun mehrere Delikte nach dem Wildlife Conservation and Protection Act geprüft, darunter der Vorwurf der unerlaubten Einfuhr geschützter Arten.

Zusätzlich sieht er sich Anklagepunkten nach dem Customs Act und dem Animal Epidemics Act gegenüber, weil er die Tiere ohne die erforderliche Zollabfertigung und Quarantäne in das Land bringen wollte.

Weitere Ermittlungen und Versorgung der Tiere

Der Fall ist an die Flughafenpolizei Suvarnabhumi übergeben worden, die die strafrechtlichen Ermittlungen und das weitere Verfahren koordiniert.

Die sichergestellten Tiere wurden an das zuständige Wildlife Conservation Office überstellt, wo sie tierärztlich untersucht und weiter betreut werden.

Behörden betonen verstärkte Kontrollen

Laut DNP News sehen die Behörden die Aktion als Erfolg im Kampf gegen den Schmuggel von Wildtieren und verweisen auf intensivierte Kontrollen sowie abgestimmte Einsätze mehrerer staatlicher Stellen.

Besonders hervorgehoben wird, dass die Zusammenarbeit dazu beitragen soll, internationale Abkommen wie CITES durchzusetzen und heimische Ökosysteme vor den Folgen des illegalen Tierhandels zu schützen.

Weiterer Fall mit geschütztem Plumplori

In einem separaten Fall ist eine Frau auf einem Nachtmarkt in Phuket festgenommen worden, nachdem sie einem Touristen einen geschützten Plumplori gegen Bezahlung für Fotos anbot.

Die Frau, gegen die es bereits frühere Verstöße gegeben haben soll, wurde in einer gemeinsamen Operation gestellt, als sie das Tier gerade gezielt auf einen Touristen zubewegte.

🐾 Tiere im Koffer – unfassbar oder traurige Realität?

Lebende Tiere im Reisegepäck sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Behörden warnen, dass solcher Schmuggel nicht nur illegal ist, sondern auch großes Leid für die Tiere bedeutet.
Sollten die Strafen für Wildlife-Schmuggel deutlich härter ausfallen – oder fehlt es vor allem an Abschreckung?
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Quelle: The Thaiger

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