BANGKOK, THAILAND – Das Verfassungsgericht hat eine Klage gegen ein politisches Abkommen abgewiesen. Die Richter sahen keine Rechte verletzt. Dies geschieht kurz vor der anstehenden Neuwahl am 8. Februar. Bis zur Ernennung eines neuen PM bleibt die aktuelle Koalition im Amt.
Die Klage vor dem Gericht
Ein früherer Polizeioberst wollte die Vereinbarung zwischen zwei großen Parteien rechtlich stoppen. Er sah in dem Deal einen Verstoß gegen die geltenden Gesetze des Landes. Das Gericht prüfte den Antrag genau und traf nun eine Entscheidung, die den politischen Alltag beeinflusst.
Der Kläger berief sich auf die Verfassung, um gegen die Absprache der Parteien vorzugehen. Er wollte erreichen, dass solche politischen Verträge in Zukunft verboten werden. Die Richter mussten nun klären, ob ein einfacher Bürger überhaupt gegen solche Vereinbarungen klagen darf.
Inhalt der politischen Absprache
Die Vereinbarung wurde bereits im September des letzten Jahres von den Beteiligten unterzeichnet. Darin versprachen Abgeordnete der Volkspartei, einen bestimmten Kandidaten zum Chef zu wählen. Damit sollte die Blockade nach der letzten Wahl endlich gelöst werden.
Im Gegenzug versprach die andere Seite, sich für Änderungen an der Verfassung einzusetzen. Solche Geschäfte sind in der Politik des Landes vor einer Regierungsbildung an der Tagesordnung. Sie dienen dazu, stabile Mehrheiten für die tägliche Arbeit im Parlament zu finden.
Unterstützung für den Regierungschef
Konkret ging es um die Wahl von Anutin Charnvirakul zum Premierminister des Landes. Er führt die Bhumjaithai-Partei an und brauchte für seine Ziele die Stimmen der Partner. Die Volkspartei sollte ihm den Weg in das hohe Amt ebnen und für klare Verhältnisse sorgen.
Der Vertrag sah vor, dass beide Seiten von dieser engen Zusammenarbeit profitieren würden. Ohne dieses Bündnis wäre die Bildung einer stabilen Regierung damals wohl unmöglich gewesen. Der Kläger sah darin jedoch eine unzulässige Form der Einflussnahme auf die Politik.
Die Entscheidung der Richter
Das Verfassungsgericht wies den Antrag des Klägers nun offiziell und endgültig ab. Die Richter erklärten in ihrer Begründung, dass dem Mann die rechtliche Befugnis für die Klage fehlt. Es gab keine Beweise für eine direkte Verletzung seiner eigenen Rechte durch den Deal.
Laut dem hohen Gericht wurden keine Freiheiten durch das Handeln der Politiker eingeschränkt. Die eingereichten Unterlagen reichten nicht aus, um einen persönlichen Schaden nachzuweisen. Damit bleibt das Abkommen der Parteien gültig und hat weiterhin rechtlichen Bestand.
Meinung statt Rechtsverletzung
In der Urteilsbegründung hieß es weiter, die Vorwürfe seien lediglich persönliche Meinungen. Der Kläger habe zwar Probleme mit dem Vertrag, sei aber nicht persönlich geschädigt worden. Das Gericht schützt nur verbriefte Rechte und keine allgemeinen Ansichten zu Vorgängen.
Für eine Klage muss eine Person nachweisen, dass sie selbst echte Nachteile erleidet. Da dies hier nicht der Fall war, sahen die Richter keine Notwendigkeit für ein Urteil. Die Beschwerde wurde deshalb ohne eine weitere Verhandlung zu den Akten der Justiz gelegt.
Die kommende Wahl am Sonntag
Die Entscheidung des Gerichts fällt in eine spannende Zeit für das ganze Land. Bereits am 8. Februar findet nämlich die nächste allgemeine Wahl statt. Die Bürger sind aufgerufen, über die zukünftige Richtung und die neue Zusammensetzung des Parlaments zu entscheiden.
Die aktuelle Entscheidung gibt den beteiligten Parteien vor dem Urnengang mehr Sicherheit. Sie müssen nun nicht befürchten, dass ihre bisherigen Bündnisse kurz vor knapp noch kippen. Die Wähler können sich nun ganz auf die Programme der Bewerber konzentrieren.
Übergang bis zur neuen Regierung
Bis ein neuer Premierminister offiziell ernannt wird, bleibt die Übergangsregierung im Amt. Die aktuelle Koalition führt die Geschäfte des Staates also vorerst weiter fort. So soll sichergestellt werden, dass das Land auch während der Wahlphase stabil bleibt.
Erst wenn das neue Parlament getagt und einen Chef gewählt hat, endet dieser Zustand. Die bestehenden Minister bleiben bis dahin für ihre jeweiligen Bereiche voll verantwortlich. Das sorgt für Kontinuität in der Verwaltung und bei wichtigen Entscheidungen im Land.
Was denken Sie über die Neuwahl?
Die Bürger müssen nun bald entscheiden, wer das Land in Zukunft führen soll. Halten Sie die aktuelle Übergangsregelung für sinnvoll, um die Stabilität zu wahren? Freuen Sie sich auf den Wahltag am 8. Februar oder lassen Sie die Politik eher kalt?


